Wissenschaftsnacht bringt Forschung mitten in die Stadt
Ohne Vorkenntnisse realitätsnah operieren oder beobachten, wie das eigene Gehirn auf Rhythmen reagiert? Bei der Bonner Wissenschaftsnacht ist das bis in den späten Abend möglich. Dann verwandelt sich der Münsterplatz, das P26 und das Haus der Bildung in lebendige Orte der Begegnung zwischen transdisziplinärer Wissenschaft und Öffentlichkeit.
KI als sozialer Akteur
Wie verändert Künstliche Intelligenz unser Denken, Fühlen und Sprechen? Die internationale Konferenz „Irrationality and the Age of AI“ geht diesen Fragen vom 18. bis 20. Mai an der Universität Bonn aus transdisziplinärer Perspektive nach. Im Zentrum steht die wachsende Bedeutung sogenannter „irrationaler“ Aspekte wie Emotionen, Intuition und affektive Kommunikation im Kontext moderner KI-Systeme. An der Konferenz nehmen neben international hochkarätigen Forschenden aus Asien, den USA, Afrika und Europa auch hochrangige Vertreter der globalen Wirtschaft, wie die Vorstandsvorsitzenden von NTT und Hitachi, teil.
Die Museen der Bonner Universität am Internationalen Museumstag
Was machen Griechinnen und Griechen ausgerechnet in der Römerstraße? Was passiert, wenn Pewen vom Frühling träumt? Gibt es Lücken im Geschichtsbuch und wie geht man damit um? Ob die Pracht oder eher die Aktionsmöglichkeiten jahrhundertealter Proportionalzirkel das Rechnen verändert haben? Auch um Fragen wir diese geht es in den Museen der Universität Bonn, die sich mit eigenen Angeboten am Internationalen Museumstag beteiligen. Er wird in diesem Jahr am 17. Mai unter der Leitidee „Museums uniting a divided world“ begangen.
Depression drückt die Vorfreude, nicht den Genuss
Der im Alltag empfundene und sehr belastende Verlust von Interesse oder Freude an normalerweise positiven Aktivitäten, ist ein Kernsymptom einer schweren Depression. Doch bisher ist es unklar, wie genau sich diese Anhedonie, auch bekannt als Belohnungsdefizit, manifestiert. Forschende des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und der Universität Bonn sowie des Universitätsklinikums Tübingen haben herausgefunden, dass Personen mit Depressionen Essen nicht als weniger belohnend empfinden, wenn sie es tatsächlich konsumieren. Die Unterschiede zu Personen ohne Depression ergeben sich in der Erwartung: wie sehr sie etwas wollen, bevor sie es erhalten. Dieses verminderte Verlangen hängt auch mit dem klinischen Ausmaß der Anhedonie zusammen. Die Ergebnisse der Studie sind jetzt im Fachjournal „Cell Reports Medicine“ erschienen.