01. April 2020

Statt Erasmus-Studium Skypegespräche mit Freunden Lebenszeichen: Statt Erasmus-Studium in England Skypegespräche mit Freunden

Viele Bonner Studierende befinden sich derzeit im Rahmen von Austausch- und Stipendienprogrammen im Ausland oder mussten dieses aufgrund des Coronavirus unterbrechen, frühzeitig beenden oder konnten es gar nicht erst antreten. Im Rahmen der Serie „Lebenszeichen – Wir bleiben im Gespräch!“ kommen insbesondere diejenigen zu Wort, die unmittelbar von den Auswirkungen des Coronavirus betroffen sind. Unsere "Outgoings" und "Incomings" berichten uns von ihrem Alltag im In- und Ausland und wie sie mit der jetzigen Situation umgehen. Sie geben für ihre Kommilitoninnen und Kommilitonen wertvolle Tipps gegen die Langeweile und Empfehlungen für alle, die ebenfalls irgendwo "gestrandet" sind.

Lebenszeichen:
Lebenszeichen: - Besuch der Jurassic Coast (Weymouth) © Hanna Welzel, Foto: privat

Hanna Welzel musste ihren Erasmus-Aufenthalt in Bristol (England) abbrechen und befindet sich wieder in Deutschland.

Die Fragen stellte Dr. Sarah Monreal, Dezernat für Internationales.

Dezernat Internationales: Wo und seit wann hast Du Deinen Erasmus-Aufenthalt absolviert?

Hanna Welzel: Ich habe meinen Erasmus Aufenthalt im September in Bristol (England) begonnen und wollte diesen bis Juni weiterführen.

Wie gestaltet sich die Situation an Deiner Partnerhochschule? Warum musste Dein Studium unterbrochen werden - gibt es bspw. nicht die Möglichkeit, dieses über Online-Formate fortzusetzen?

Die Universität in Bristol wurde zunächst für 5 Wochen geschlossen, sowie einige Veranstaltungen, wie Exkursionen abgesagt. Leider ist es momentan noch ungewiss, wie es danach weitergeht und ob ich alle meine Kurse auch online abschließen kann.

Planst Du einen weiteren Auslandsaufenthalt bzw. kannst Du dein Studium in England zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufnehmen?

Ich würde sehr gerne nach England zurückkehren und meine Kurse beenden, da es sonst sehr schade wäre große Teile meiner Projekte ohne Abschluss gemacht zu haben. Jedoch glaube ich nicht, dass dies möglich sein wird, da das Semester in England schon im April endet und alle Klausuren im Mai geschrieben werden.

Was ist Dein Tipp gegen die Corona-Langeweile?

Trotz der etwas unklaren Situation und Enttäuschung über viele Dinge, die ich nun nicht mehr in England machen konnte, habe ich sehr schnell gelernt mich über die Dinge zu freuen, die ich nun stattdessen machen kann. Dazu zählen spazieren gehen, mich über den Frühling freuen, sehr viele Skypegespräche mit Leuten aus der ganzen Welt führen, Ukulele im Garten spielen, zeichnen, Schülern online helfen den Schulstoff zu verstehen und natürlich sehr viel Essen kochen und Kekse backen. Zudem habe ich mir vorgenommen endlich eine neue Sprache zu lernen - mal sehen ob das klappt.

 

Lebenszeichen – Wir bleiben im Gespräch

Unter dem Titel „Lebenszeichen – Wir bleiben im Gespräch!“ veröffentlicht die Universität Bonn Beiträge aus den Reihen ihrer Angehörigen, die unter dem Eindruck der Bekämpfung des Coronavirus und der daraus resultierenden Bedingungen entstanden sind. Sie will damit auch in schwierigen Zeiten den Diskurs aufrechterhalten und die universitäre Gemeinschaft stärken. In loser Folge erscheinen dazu auf dieser Website Beiträge von Universitätsangehörigen, die das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten, Dialoge in Gang setzen, Tipps und Denkanstöße austauschen wollen. Wer dazu beitragen möchte, wendet sich bitte an das Dezernat für Hochschulkommunikation, kommunikation@uni-bonn.de.

 

 

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