Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die außergewöhnliche Breite von Hagens wissenschaftlichen und institutionellen Wirkens. Er hat über Jahrzehnte hinweg Forschung, Politikberatung und Hochschulentwicklung miteinander verbunden. Als Wissenschaftler war und ist er international vernetzt, unter anderem als Berater für Institutionen wie den Internationalen Währungsfonds, die Weltbank, die Europäische Zentralbank und die Federal Reserve Bank of St. Louis. Zugleich prägte er die Universität Bonn in wichtigen Leitungsfunktionen: von 2009 bis 2015 als Prorektor für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs sowie von 2018 bis 2024 als Dekan der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät.
Rektor Prof. Dr. Dr. h.c. Michael Hoch hob in seiner Begrüßung die langjährige Verbundenheit von Hagens mit seiner Alma Mater hervor. Besonders würdigte er dessen Beitrag zur Weiterentwicklung der Forschungsstrukturen der Universität, die später auch zum Erfolg Bonns in der Exzellenzstrategie beigetragen haben. Auch der amtierende Dekan der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät, Prof. Dr. Martin Böse, dankte von Hagen für sein Engagement und die kollegiale Zusammenarbeit.
Das wissenschaftliche Programm griff zentrale Themen von Hagens Forschung auf. Zwei Policy-Panels widmeten sich der Geldpolitik im digitalen Zeitalter sowie Fragen europäischer Governance und Geopolitik. Zu den Gästen zählten unter anderem Christopher Waller vom Board of Governors des Federal Reserve System, David Altig von der Federal Reserve Bank of Atlanta, Rolf Strauch vom Europäischen Stabilitätsmechanismus und Guntram Wolff von der Université libre de Bruxelles. In persönlichen Beiträgen würdigten Kolleginnen, Kollegen und ehemalige Promovierende zudem von Hagens Rolle als akademischer Lehrer und Mentor. Viele betonten, wie sehr seine wissenschaftliche Strenge, seine Großzügigkeit und seine internationale Perspektive die Laufbahnen einer ganzen Generation von Ökonom*innen geprägt haben.