Der dbb-Kreisvorsitzende Alexander Dick verlieh die Auszeichnung im Rahmen einer Karnevalssitzung im Maritim Hotel Bonn vor 500 geladenen Gästen. Prof. Hoch ist der 36. Preisträger des karnevalistischen Ordens. Er wird seit 1988 jährlich an eine Persönlichkeit verliehen, die sich in Bezug zum öffentlichen Dienst und seinen Beschäftigten als besonders humorvoll gezeigt hat.
Work-Work-Balance eines Rektors
Die Laudatio hält traditionelle der Preisträger des Vorjahres. Das war in diesem Jahr der Europaabgeordnete Axel Voss (CDU). „Bei unserem diesjährigen Preisträger ist schon der Name Programm: Hoch hinaus im Amt als Rektor, tief hinein in die Materie der Moleküle und Gene. Das ist eine Work-Work-Balance ganz nach seinem Geschmack!“ Seine Doktorarbeit habe der Preisträger über die Fruchtfliege geschrieben – „denn wer Fruchtfliegen hat, ist nie allein.“ Nach Stationen in Göttingen und Braunschweig wurde Hoch schließlich Professor für molekulare Entwicklungsbiologie in Bonn. Seit 2015 ist er dort 143. Rektor der Universität. „Und als ob das alles noch nicht so genug ist, wurde er Ende 2023 auch noch Vorsitzender der ‚German U15‘. Was immer das sein mag, klingt hoch wissenschaftlich, aber für uns heißt das ‚Herbergsvater für Jugendliche‘.“
„Erkannt, dass ich als Beamter Unglaubliches leiste“
Professor Hoch führte das staunende Publikum durch seinen Alltag. „Mein Job ist mörderisch! Da brauchst Du übernatürliche Kräfte. Und ein paar Hilfsmittel, wie mein Schweißtuch, Geduld, Desinfektionsmittel und natürlich den ‚Uni-Drogenbeauftragten‘. Danke, Hendrik Streeck, für die Globuli!“ Er sei froh, dass die Jury erkannt habe, dass er als Beamter Unglaubliches leiste. Für ihn sei der der Lachende Amtsschimmel der Nobelpreis des Deutschen Beamtenbundes. „Damit schreibt der Deutschen Beamtenbund Universitätsgeschichte!“ Das Publikum reagierte mit „Standing Ovations“ auf so viel Bescheidenheit.