09. Dezember 2020

Eröffnung der Europäischen Hochschule NeurotechEU Eröffnung der Europäischen Hochschule NeurotechEU am 16. Dezember

Studierende, Promovierende und Forschende sind eingeladen

Am 14. Dezember 2017 forderte der Europäische Rat die Stärkung strategischer Partnerschaften zwischen Hochschuleinrichtungen in der gesamten EU und die Förderung der Herausbildung von etwa zwanzig "Europäischen Hochschulen" bis 2024. Fast auf den Tag genau drei Jahre später lädt die European University of Brain and Technology (NeurotechEU) zu ihrer Kick-off-Veranstaltung ein: am Mittwoch, den 16. Dezember 2020, von 9 bis 16.30 Uhr. Studierende, Promovierende und Forschende sind dazu herzlich eingeladen.

Symbolfoto
Symbolfoto © Foto: colourbox,de

Zwischen 9 und 11 Uhr richtet sich die Veranstaltung vor allem an Studierende, die die European University of Brain and Technology kennenlernen möchten; um 11.15 Uhr gibt es eine Keynote zu „European Universities: Vision and action plan“ sowie um 12.15 Uhr zu „Where do the brain sciences and future of technology converge“. Am Nachmittag zwischen 14 und 16 Uhr werden die einzelnen Kooperationsschwerpunkte vorgestellt.

Carina Beuck ist Doktorandin und forscht auf dem Gebiet der Neurowissenschaften an der Universität Bonn. Gleichzeitig setzt sie sich für die Europäische Hochschule ein und betont den hohen Stellenwert, den NeurotechEU für Studierende und Forschende haben wird: „NeurotechEU ist ein Netzwerk, ein virtueller Raum und eine neue Möglichkeit, europaweit Synergien zu schaffen. Studierende und wissenschaftlicher Nachwuchs werden die Möglichkeit haben, gemeinsam zu zahlreichen Krankheiten und Behinderungen in Zusammenhang mit dem Gehirn zu forschen und von der Expertise unterschiedlicher Universitäten zu profitieren.“ Sie möchte insbesondere Studierende dazu animieren, sich für die virtuelle Kick-Off-Veranstaltung anzumelden und NeurotechEU aktiv mitzugestalten.

Ähnlich äußert sich der Neurowissenschaftler Prof. Dr. Christian Henneberger vom Institut für Zelluläre Neurowissenschaften: „NeurotechEU ist eine Gelegenheit, Kontakte zu Neurowissenschaftlern in ganz Europa zu knüpfen. Es wird den Studierenden eine viel breitere und auch umfassendere Ausbildung bieten, international, online und persönlich“, so Henneberger. Auch Rektor Dr. Dr. h.c. Michael Hoch stimmt der Bedeutsamkeit für die Forschung, für den europäischen Gedanken und insbesondere für die Studierenden zu: „NeurotechEU ist ein Schrittmacher für die globale Hirnforschung und für die Entwicklung digitaler Technologien. Zugleich ist es eine herausragende Drehscheibe der europäischen Wissenschaft. NeurotechEU wird unseren Studierenden mit multidisziplinärer Spitzenforschung und -Lehre eine inspirierende internationale Forschungsumgebung bieten.“

Anmelden kann man sich unter: https://www.crowdcast.io/e/neurotechEU_VO/register


Über die European University of Brain and Technology:

Die European University of Brain and Technology (NeurotechEU) ist eine von insgesamt 42 geförderten europäischen Hochschulen und bildet ein Netzwerk, das die Universität Bonn mit sieben Partnern in ganz Europa verknüpft: mit der Radboud University Nijmegen (NL), der Oxford University (GB), dem Karolinska Institutet (SE), der Miguel Hernández University Elche (ESP), der Bogazici University (TR), der UMF Cluj-Napoca (ROM) und der University of Debrecen (HUN).

Dabei will NeurotechEU die europäische Wettbewerbsfähigkeit in der Hirnforschung und ihrer Anwendung weiter verbessern und hervorragende Fachkräfte ausbilden, die aktuelle und künftige gesellschaftlichen Herausforderungen im Feld der Neurowissenschaften lösen können. Dazu will NeurotechEU den Austausch in den Bereichen des Studiums, der Forschung und der Verwaltungen vorantreiben: Studierende können künftig Kurse an allen beteiligten Institutionen belegen, dabei internationale Erfahrung sammeln und von der Expertise unterschiedlicher Universitäten profitieren.

Funktionsstörungen des Gehirns zählen zu den Ursachen zahlreicher Krankheiten und Behinderungen. Allein in Europa sind gehirnbezogene Krankheiten – wie Demenz, Sehverlust oder auch Depression – für ein Viertel aller gesundheitlichen Einschränkungen verantwortlich. Mit dem erheblichen Anwachsen der älteren Bevölkerung ist zu erwarten, dass diese Belastungen in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Vor diesem Hintergrund konzentriert sich NeurotechEU auf Neurowissenschaften und Technologieentwicklung – allerdings in einem weitgefassten, transdisziplinären Sinn.

Kontakt:
Christine Müller
Dezernat Internationales
Tel.: 0228/73-1966
E-Mail: christine.mueller@uni-bonn.de

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