12. November 2020

Europäische Universitäten diskutieren über Corona-Pandemie Europäische Universitäten diskutieren über Corona-Pandemie

Wissenschaft und Gesellschaft im Kontext globaler Herausforderungen

Zu einer hochrangig besetzten digitalen Podiumsdiskussion zur Rolle der Wissenschaft in der Corona-Pandemie laden die Universitäten Bonn und St Andrews (Schottland) am Dienstag, 17. November, von 14 bis 15:30 Uhr ein. Organisiert wird die öffentliche Veranstaltung vom Schottland-Haus in Brüssel.

Europa und Corona
Europa und Corona © Foto: colourbox.de

Für die Universität Bonn wird Rektor Prof. Dr. Dr. h.c. Michael Hoch einführen. Zur Podiumsdiskussion tragen die Dekanin der Evangelisch-Theologischen Fakultät, Cornelia Richter, und der Wirtschaftswissenschaftler Moritz Kuhn zwei unterschiedliche, nicht-medizinische Perspektiven auf das Pandemie-Geschehen bei. Übergreifendes Thema ist die Frage nach dem Verhältnis der Wissenschaften zur Pandemie und dem Verhältnis zwischen Wissenschaft und Gesellschaft vor diesem Hintergrund.

Die globale Pandemie hat die große Bedeutung der Universitäten bei der dynamischen und innovativen Reaktion auf nationale und internationale Krisen hervorgehoben. Bei der Bekämpfung der Pandemie sind die Blickwinkel aller Disziplinen und gerade auch multidisziplinäre Ansätze gefragt. Das Experten-Panel wird sich mit den regionalen und nationalen Reaktionen auf die Pandemie sowohl in Großbritannien als auch in Deutschland befassen und die daraus resultierenden Lehren für künftige Herausforderungen für Europa in den Blick nehmen.

Es diskutieren:

• Prof. Sir Ian Boyd, St Andrews: Der Biologe war leitender wissenschaftlicher Berater der britischen Regierung für Ernährung und Umwelt. Gegenwärtig ist er Vorsitzender des UK Research Integrity Office und Mitglied des SAGE-Ausschusses der Weltgesundheitsorganisation.

• Prof. Cornelia Richter, Bonn: Die Dekanin der Evangelisch-Theologischen Fakultät leitet die Forschungsgruppe „Resilienz in Religion und Spiritualität“. Mit ihrer interdisziplinären Arbeit schlägt sie eine Brücke zwischen Theologie und Medizin. Zurzeit leitet sie ein Forschungsprojekt zu Resilienz und COVID-19.

• Prof. Garry Taylor, St. Andrews: Der emeritierte Biowissenschaftler ist Gründungsdirektor des Universitäts-Spin-Offs „Pneumagen“. Er ist seit 1999 Professor in St Andrews und hatte zahlreiche Positionen an der Universität inne, darunter die des Direktors des Zentrums für biomolekulare Wissenschaften und des stellvertretenden Direktors des United College. Seine Forschung konzentriert sich auf die Entdeckung neuartiger Pharmazeutika.

• Prof. Moritz Kuhn, Bonn: Prof. Dr. Moritz Kuhn ist Professor der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Bonn und Mitglied des Exzellenzclusters ECONtribute. Er ist außerdem Research Fellow am IZA und an CESifo, Research Affiliate am CEPR und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Seine Forschung beschäftigt sich mit Makroökonomik, dem Arbeitsmarkt und Ungleichheit.

Die Veranstaltung wird von Catherine Stihler moderiert. Die Trägerin des Verdienstordens Order of the British Empire, OBE, ist Geschäftsführerin von Creative Commons, einer gemeinnützigen Organisation, die Standard-Lizenzverträge veröffentlicht, mit denen mit denen Autoren der Öffentlichkeit auf einfache Weise Nutzungsrechte an ihren Werken einräumen können. Zuvor war sie als Vertreterin Schottlands Mitglied des Europäischen Parlaments.

Die Universitäten Bonn und St Andrews sind seit 2018 strategische Partneruniversitäten und pflegen einen engen Austausch in Forschung, Lehre und Verwaltung. Ziel der Zusammenarbeit ist es, das wechselseitige Verständnis der jeweiligen Hochschulstrukturen sowie den wissenschaftlichen Informationsaustausch zu fördern und die Zusammenarbeit in internationalen Netzwerken zu stärken.

Weitere Informationen:
https://portal.scotlandeuropa.com/event-listings/view/132

Anmeldung:
https://scotgov.webex.com/scotgov/onstage/g.php?MTID=ed0a3f186b28104168456a1327d07af57

Wird geladen