10. Februar 2021

Die Sieger von Jugend forscht an der Uni Bonn Die Sieger von Jugend forscht an der Uni Bonn

Vier erste Preise. 48 Jungforschende stellen ihre Projekte beim virtuellen Regionalwettbewerb Bonn/Köln vor

Wirken sich Corona-Masken auf die Lernleistung aus? Lassen sich Baumpilze zum Abbau von Meeresverschmutzungen nutzen? Kann Bioplastik herkömmliche Kunststoffe ersetzen? Wie lässt sich ein kostengünstiger Roboterarm konstruieren? Mit diesen Themen errangen heute junge Forschende beim Regionalwettbewerb Bonn/Köln von Jugend forscht/Schüler experimentieren an der Bonner Universität erste Preise. Insgesamt waren 48 Teilnehmende mit 29 Forschungsprojekten angetreten. Wegen der Pandemie fand die Siegerehrung diesmal als Livestream statt. Die Erstplatzierten qualifizierten sich als Regionalsieger für die Teilnahme am Landeswettbewerb.

Hannah Wagner-Gillen (18)
Hannah Wagner-Gillen (18) - vom Städtischen St. Michael-Gymnasium Bad Münstereifel siegte im Tandem in Biologie von Jugend forscht. © Privat
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Lernen mit Masken

Masken gehören mittlerweile in den Schulen zum Standard. Leona Gemmel (14) und Jonathan Gemmel (12) von der Erzbischöflichen Liebfrauenschule Bonn haben die Lernleistung mit Masken untersucht und mit der ohne Masken verglichen. Beide zeigten, dass die Lernleistungen mit Maske deutlich zurückgingen. Damit errangen sie den ersten Preis in Biologie des Regionalwettbewerbs Schüler experimentieren.

Baumpilze bauen Treibstoffe ab

In Biologie von Jugend forscht siegten Johanna Bungart (19) und Hannah Wagner-Gillen (18) vom Städtischen St. Michael-Gymnasium Bad Münstereifel mit einer Methode zur Beseitigung von Meeresverschmutzungen. Sie untersuchten Baumpilze, die auf der Wasseroberfläche schwimmende Treibstoffe – wie Diesel oder Rohöl – abbauen können. Sie konstruierten eine schwimmfähige Barriere aus Baumpilzmycel.

Plastik aus Stärke

Den ersten Platz in Chemie von Jugend forscht bekamen Lozena Dontcheva (16) und Boyana Ruseva (16) von der deutschen Auslandsschule, dem Galabov-Gymnasium in Sofia (Bulgarien). Beide Schülerinnen untersuchten, ob aus Stärke gewonnenes Bioplastik herkömmlichen Kunststoff in manchen Industriebereichen ersetzen kann. Unter anderem untersuchten sie die Festigkeit, den Zerfall im Boden und die Wasserlöslichkeit der Bio-Alternative.

Roboterarm und Polyactide

Mit der Entwicklung eines kostengünstigen Roboterarms für die Industrieproduktion erzielte Paul Völker (18) von der Otto-Kühne-Schule Godesberg GmbH im Bereich Technik von Jugend forscht den ersten Platz. Dafür wird ein Patent angemeldet. Der Schüler hatte sich mit “Variabilität der Extrusion in der additiven Fertigung von Polyactiden” im Bereich Arbeitswelt mit einem weiteren Projekt beworben, für das er den zweiten Platz errang.

Große Leistung unter Pandemiebedingungen

Unter den Pandemiebedingungen sei es für Schulen nicht einfach gewesen, die Projekte durchzuführen, sagte die Prorektorin Prof. Dr. Karin Holm-Müller in ihrer Ansprache. „Dass aber dabei trotzdem so viele tolle Projekte herausgekommen sind, das allein ist schon eine große Leistung, auf die Ihr stolz sein könnt”, sagte sie.

Uni Bonn richtet zum zehnten Mal „Jugend forscht“ aus

Bereits zum zehnten Mal richtete die Bonner Universität nun den Regionalwettbewerb aus. Das vergangene Jahr habe gezeigt, welch zentrale Bedeutung die Wissenschaft zur Bewältigung großer gesellschaftlicher Herausforderungen habe. „Vielen Dank, dass Sie in diesem besonderen Jahr Ihr Projekt fertig gestellt haben”, richtete sich Dr. Sven Baszio, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Jugend forscht e. V., in einer Video-Botschaft an die Jungforschenden.

Weitere Informationen zu den Projekten im Internet:
www.jugend-forscht.uni-bonn.de

Kontakt für die Medien:

Dr. Andrea Grugel
Identifikation und Veranstaltungen
Tel. 0228/739747
E-Mail: andrea.grugel@uni-bonn.de

Boyana Ruseva (16) und Lozena Dontcheva (16)
Johanna Bungart (19)
Jugend forscht
Leona Gemmel (14) und Jonathan Gemmel (12)
Paul Völker (18)
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