Gefährdete Forschende

Die Universität Bonn engagiert sich aktiv für gefährdete Forschende, die aufgrund von Verfolgung oder Gewalt nicht mehr in ihren Heimatländern arbeiten können. Als Gründungsmitglied der deutschen Sektion des weltweiten Scholars at Risk Netzwerk bekennt sich die Universität Bonn explizit zum Prinzip der akademischen Freiheit.

Philipp Schwartz-Initiative

Mit der Philipp Schwartz-Initiative erhalten Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Deutschland die Möglichkeit, gefährdete Wissenschaftler*innen im Rahmen eines Vollstipendiums für 24 Monate aufzunehmen. Wenn Sie Interesse an einer Nominierung durch die Universität Bonn haben bzw. wenn Sie gerne eine*n gefährdete*n Forscher*in nominieren möchten, können Sie sich gerne beim Welcome Center für internationale Forschende melden. Die Alexander von Humboldt-Stiftung ruft in der Regel zweimal jährlich zu Nominierungen durch die Hochschulen und Forschungseinrichtungen auf. 

Logo der Alexander von Humboldt-Stiftung
© Alexander von Humboldt-Stiftung

Logo von Scholars at Risk
© Scholars at Risk

Scholars at Risk

Die Universität Bonn ist Mitglied im Scholars at Risk Netzwerk und Gründungsmitglied der 2016 gegründeten deutschen Sektion. Mit über 500 Hoch­schulen aus 38 Ländern ist das  Netzwerk das führende Sprachrohr für gefährdete Forschende rund um den Globus. Die Geschäfts­stelle des welt­weiten SAR-Netzwerks in New York kann unter anderem bei der Vermittlung von gefähr­deten Forschenden an Gasteinrichtungen als auch bei einer Gefähr­dungs­prüfung für die Philipp Schwartz-Initiative unterstützen. 


The New University in Exile

Die Universität Bonn ist Mitglied im New University in Exile Konsortium, welches von der New School for Social Resarch in New York gegründet wurde. Die Hauptaufgabe des Konsortiums besteht darin, verfolgte und entwurzelte Wissenschaftler*innen zu fördern, indem ein Gefühl der intellektuellen Gemeinschaft unter den im Exil lebenden Gelehrten geschaffen wird. Durch verschiedene Formate der Begegnung und des Austauschs arbeiten die Mitgliedshochschulen daran, die Verunsicherung und den tiefgreifenden Verlust an Identität der Wissenschaftler*innen zu verringern. Es ist der Zustand des Exils, den das Konsortium durch seine Aktivitäten zu lindern versucht.

Logo des New University in Exile Consortium
© The New University in Exile Consortium

SAR NRW Unterstützungsprogramm für gefährdete Forschende

Einige der Mitgliedsinstitutionen der Scholars at Risk (SAR) Germany Section in Nordrhein-Westfalen (NRW) bieten ein gemeinsames Unterstützungsprogramm für gefährdete Forschende an. Es richtet sich in erster Linie an die Philipp Schwartz-Stipendiat*innen der teilnehmenden Institutionen, aber auch andere interessierte Wissenschaftler*innen können sich um eine Teilnahme bewerben. Mit Seminaren und Workshops zu verschiedenen forschungs- und karrierebezogenen Themen soll das Programm die berufliche Integration und den Neubeginn in Deutschland erleichtern.

Weitere Fördermöglichkeiten für gefährdete Forschende

Das Sekretariat der deutschen Sektion von Scholars at Risk hat eine Übersicht der Fördermöglichkeiten und Angebote für gefährdete Forschende zusammengestellt. Vorgestellt werden unterschiedliche Stipendienprogramme, Netzwerke und internationale Anlaufstellen. Schauen Sie auch gerne mal bei den Stellenangeboten der Universität Bonn hinein oder stöbern Sie in der DAAD-Stipendiendatenbank. Vielleicht ist etwas für Sie dabei? Wenn Sie weitere Informationen oder eine Beratung benötigen, können Sie sich auch gerne an das Welcome Center für internationale Forschende wenden.


Kontakt

Avatar Greis-Mills

Jessica Greis-Mills

0.004

Poppelsdorfer Allee 102

53115 Bonn

+49 228 73-4040

Wird geladen