14. November 2019

Die Funktion der Hände erhalten Patientenkolloquium rund um moderne OPs bei Handproblemen

Patientenkolloquium des Universitätsklinikums Bonn rund um moderne OPs bei Handproblemen

Im Rahmen des regelmäßig stattfindenden Patientenkolloquiums „Uni-Medizin für Sie – Mitten im Leben“ lädt das Universitätsklinikum Bonn in Kooperation mit dem General-Anzeiger Bonn zu einem Informationsabend ein. Unter dem Motto „Alles in einer Hand – moderne OPs bei Handproblemen“ geben Vorträge einen Überblick über die moderne Handchirurgie. Die kostenlose Veranstaltung findet am Donnerstag, 21. November, ab 18 Uhr im Hörsaal des Biomedizinischen Zentrums (BMZ), Venusberg-Campus 1, statt.

Patientenkolloquium des Universitätsklinikums Bonn am 21. November:
Patientenkolloquium des Universitätsklinikums Bonn am 21. November: - (v. li.) Dr. Stefan Täger und Prof. Dr. Christof Burger geben einen Überblick über die moderne Handchirurgie; © Johann Saba/ UK Bonn
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Unsere Hände sind ein hochkomplexes „Werkzeug“ aus Knochen, Muskeln, Bändern und Sehnen. Oft wird Betroffenen erst dann deren Stellenwert bewusst, wenn Beweglichkeit und Gefühl eingeschränkt sind. Es gibt eine Vielzahl von Erkrankungen und Verletzungen. Das reicht von einer einfachen Prellung beim Sport über schwere Arbeitsunfälle bis hin zu Tumoren und Verschleißerkrankungen.

Individuell auf den Patienten abgestimmte Eingriffe

Nach der exakten Diagnose bestehen meist mehrere Behandlungs-möglichkeiten. So lassen sich Beschwerden bei Verschleißerkrankungen häufig auch ohne Operation lindern. Sollte jedoch ein Eingriff unumgänglich sein, nutzt die Sektion „Handchirurgie“ an der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie des Universitätsklinikums Bonn moderne schonende Techniken wie die Mikrochirurgie und die Arthroskopie, eine Gelenkspiegelung mit Hilfe einer Minikamera, die über einen kleinen Hautschnitt mit einer Sonde eingeführt wird.

Viele der über 800 handchirurgischen Eingriffe im Jahr am Universitätsklinikum Bonn werden ambulant und oft ohne Vollnarkose mit einer sogenannten Regionalanästhesie durchgeführt. Dabei werden alle Verletzungsfolgen an der Hand und am Handgelenk behandelt. Auch Schädigungen durch Druckausübung auf Nerven sind häufig. Bei dem Karpaltunnelsyndrom wird der Mittelhandnerv im Handgelenksbereich eingeengt. „Dank dem neuen Heliport auf dem Dach des Interdisziplinären Notfallzentrums und einem Ganzkörper-CT im Schockraum können wir alle schweren Verletzungen der Hand ohne jede Verzögerung hier behandeln – einschließlich Replantationen“, sagt Prof. Dr. Christof Burger, Chef der Unfall-, Hand- und Plastisch-Rekonstruktiven Chirurgie.

Auf der Informationsveranstaltung gibt Prof. Burger zusammen mit dem neuen Sektionsleiter „Handchirurgie“ Dr. Stefan Täger einen Überblick über moderne Operationsmethoden und Behandlungsoptionen bei Handproblemen. Der bisherige Sektionsleiter „Handchirurgie“ Dr. Kristian Welle, der das Patientenkolloquium größtenteils vorbereitet hat, verbringt derzeit einen dreimonatigen Forschungsaufenthalt an der Universität Stanford in den USA, wo er sich unter anderem mit Künstlicher Intelligenz in der Orthopädie und Unfallchirurgie beschäftigt. Während und nach den Vorträgen besteht die Gelegenheit, Fragen an die Referenten des Universitätsklinikums Bonn zu stellen.

Kontakt für die Medien:

Prof. Dr. Christof Burger
Leitender Arzt Unfall-, Hand- und Plastisch-Rekonstruktive Chirurgie
Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie
Universitätsklinikum Bonn
Telefon:0228/287-15477
E-Mail: christof.burger@ukbonn.de

Dr. Stefan Täger
Sektionsleiter Handchirurgie
Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie
Universitätsklinikum Bonn
Telefon: 0228/287-15109
E-Mail: Stefan.Taeger@ukbonn.de

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