Goldfuß-Diebstahl
Universität Bonn bittet um Hinweise

Gestohlene Fossilien: Universität Bonn bittet um Hinweise

Aus dem Goldfuß-Museum der Universität Bonn sind während der Renovierungsarbeiten Fossilien und weitere Exponate entwendet worden. Die Polizei ermittelt. Die Universität bittet alle Personen um Mithilfe, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise zum Verbleib der Objekte geben können. Informationen nimmt die Bonner Polizei entgegen.

Haben Sie etwas beobachtet?

Bitte melden Sie sich bei der Polizei Bonn, wenn Sie

  • sich während der Renovierungsphase (12/2023 - 07/2026) im Goldfuß-Museum in der Nußallee 8 oder in dessen Umfeld aufgehalten und ungewöhnliche Aktivitäten beobachtet haben,
  • eines der unten abgebildeten Objekte gesehen haben,
  • entsprechende Angebote im Internet, auf Sammler- oder Fossilienbörsen, im Handel oder in sozialen Netzwerken bemerkt haben,
  • Kenntnis davon haben, dass eines der Objekte weitergegeben, zum Kauf angeboten oder öffentlich gezeigt wurde,
  • andere Informationen besitzen, die mit dem Verschwinden der Exponate in Zusammenhang stehen könnten.

    Auch Beobachtungen, die Ihnen zunächst unbedeutend erscheinen, können für die Ermittlungen wichtig sein.

    Bitte geben Sie Hinweise unmittelbar an die Polizei weiter. Nehmen Sie nicht selbst Kontakt zu möglichen Anbietenden auf und versuchen Sie nicht, angebotene Objekte eigenständig zu erwerben oder sicherzustellen.

Hinweise bei der Polizei melden

Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei unter folgenden Kontaktdaten entgegen:

Polizei Bonn

Kriminalkommissariat 13

Tel. 0228/15-0

E-Mail kk13.bonn@polizei.nrw.de

Alternativ können Sie sich an jede andere Polizeidienststelle wenden. In dringenden Fällen wählen Sie bitte den Polizeinotruf 110.

Weitere Informationen gibt es in der Pressemitteilung der Polizei vom 07.08.2026.

Diese Objekte werden gesucht

Die folgenden Bilder zeigen eine Auswahl der gestohlenen Fossilien und Exponate. Die Abbildungen sollen dabei helfen, die Stücke wiederzuerkennen. Farbwirkung und Größe können auf Fotos vom tatsächlichen Erscheinungsbild abweichen.

Sollten Sie eines dieser Objekte erkennen oder ein ähnlich aussehendes Stück angeboten bekommen, sichern Sie bitte – soweit dies ohne Kontaktaufnahme möglich ist – den Link, einen Screenshot, den Namen der Plattform sowie Datum und Uhrzeit der Beobachtung. Leiten Sie diese Informationen an die Polizei weiter.

Warum die Objekte von besonderer Bedeutung sind

Die historische Sammlung des Goldfuß-Museums geht auf den Institutsgründer Georg August Goldfuß (1782–1848) zurück. Die entwendeten Exponate besitzen nicht nur einen materiellen Wert. Sie sind Zeugnisse der Erdgeschichte und dienen der universitären Forschung, der Lehre und der Vermittlung wissenschaftlicher Erkenntnisse.

Einzelne Fossilien sind aufgrund ihrer Beschaffenheit und ihrer wissenschaftlichen Dokumentation unverwechselbar. Ihr Verlust wiegt deshalb auch in wissenschaftlicher, kulturhistorischer und ideeller Hinsicht schwer.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Während der Renovierungsarbeiten am Goldfuß-Museum wurden hölzerne Schutzeinhausungen geöffnet, Vitrinen gewaltsam aufgebrochen und Exponate entwendet. Der Schaden wurde beim Rückbau der Einhausungen entdeckt. Die Universität hat unverzüglich Anzeige erstattet; die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Der genaue Tatzeitpunkt ist bislang nicht bekannt. Nach derzeitigem Stand kommt die gesamte zweijährige Renovierungsphase als Tatzeitraum in Betracht. Ob sich dieser Zeitraum weiter eingrenzen lässt, ist Gegenstand der Ermittlungen.

Es fehlen Fossilien und weitere Exponate aus der systematischen Sammlung des Museums. Auf dieser Seite zeigen wir eine Auswahl wichtiger gesuchter Objekte.

Viele Objekte sind durch ihre Form, ihre Oberflächenstruktur, Bruchstellen, Präparationsspuren oder Kennzeichnungen identifizierbar. Hinweise zu besonderen Erkennungsmerkmalen finden Sie jeweils direkt bei den Abbildungen.

Relevant können insbesondere ungewöhnliche Aktivitäten im Museum oder in dessen Umfeld, verdächtige Transporte sowie Verkaufsangebote im Internet, auf Börsen, im Handel oder in sozialen Netzwerken sein. Auch weiter zurückliegende Beobachtungen können wichtig sein.

Nehmen Sie keinen Kontakt zu den Anbietenden auf. Notieren oder sichern Sie stattdessen möglichst die Internetadresse, den Namen der Plattform, den Account- oder Profilnamen, Screenshots sowie Datum und Uhrzeit. Übermitteln Sie diese Angaben der Polizei.

Ja. Die Bewertung eines Hinweises übernehmen die Ermittlungsbehörden. Melden Sie Ihre Beobachtung auch dann, wenn Sie nicht sicher sagen können, ob es sich tatsächlich um eines der gesuchten Objekte handelt.

Die Universität informiert so umfassend wie möglich. Bestimmte Angaben zum Tatgeschehen, zu den gestohlenen Objekten und zum entstandenen Schaden können derzeit nicht veröffentlicht werden, um die laufenden Ermittlungen und die Wiederauffindung der Exponate nicht zu beeinträchtigen.

Medienkontakt

Anfragen von Medien richten Sie bitte an:

Dezernat für Hochschulkommunikation der Universität Bonn
Telefon: 0228 73-5980
E-Mail: kommunikation@uni-bonn.de

Wichtig: Sachdienliche Hinweise zum Tatgeschehen oder zum Verbleib der Objekte richten Sie bitte nicht an die Pressestelle, sondern unmittelbar an die Polizei in Bonn.

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