23. Oktober 2019

Isabel Schnabel soll EZB-Direktorin werden Rektor gratuliert Isabel Schnabel zur Nominierung als EZB-Direktorin

Rektor: Große Ehre für Bonner Wirtschaftswissenschaftlerin

Prof. Dr. Isabel Schnabel, Wirtschaftswissenschaftlerin an der Universität Bonn, soll nach dem Willen der Bundesregierung ins Direktorium der Europäischen Zentralbank (EZB) einziehen. Das hat das Bundeskabinett heute auf Vorschlag von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) beschlossen. Die designierte Exekutivdirektorin muss nun noch durch den Europäischen Rat bestätigt werden - nach einer Anhörung vor dem EU-Parlament.

Prof. Dr. Isabel Schnabel
Prof. Dr. Isabel Schnabel - Die Wirtschaftswissenschaftlerin ist als EZB-Direktorin nominiert worden. © Foto: Volker Lannert/Uni Bonn

Die 48-jährige Schnabel ist eine der fünf "Wirtschaftsweisen", dem Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung der Bundesregierung. Seit 2015 ist sie Professorin für Finanzmarktökonomie an der Universität Bonn. Sie ist Sprecherin des seit kurzem geförderten Exzellenzcluster "ECONtribute: Märkte & Public Policy" der Universitäten Bonn und Köln.

Der Rektor der Universität Bonn gratulierte Prof. Schnabel zu ihrer Nominierung: "Das ist eine große Ehre und Anerkennung für Isabel Schnabel. Sie gehört zu den profiliertesten Wirtschaftswissenschaftlern unseres Landes. Auch wenn ihr Weggang an der Universität Bonn eine Lücke hinterließe, die schwer zu schließen sein wird - wir Bonner sind stolz auf sie und werden mit ihr wissenschaftlich und persönlich eng verbunden bleiben.“

Prof. Schnabel selbst äußerte sich zu der Nominierung via Twitter: "Ich fühle mich geehrt, von der deutschen Bundesregierung als Exekutivdirektorin der Europäischen Zentralbank nominiert worden zu sein. Dies ist natürlich nur der Beginn eines längeren Prozesses. Wird meine Ernennung durch die europäischen Gremien bestätigt, werde ich mein Bestes geben, um die in mich gesetzten hohen Erwartungen zu erfüllen."

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