28. Oktober 2018

Quecksilberbelastung in Universitätsgebäude Quecksilberbelastung in Universitätsgebäude

Im Institutsgebäude Meckenheimer Allee 166-168 geht die Suche nach der Quelle der Quecksilberbelastung weiter. Das Schwermetall war bei Routinemessungen entdeckt worden, die nach der Freisetzung einer kleinen Substanzmenge aus einem Messgerät durchgeführt wurden. Das Gebäude war im 19. und 20. Jahrhundert als Chemisches Institut genutzt und in den 80-er Jahren für die neue Nutzung als Geographisches Institut und Institut für Mikrobiologie umgebaut und saniert worden.

Meckenheimer Allee 166/168
Meckenheimer Allee 166/168 © Foto: Dr. Thomas Mauersberg/Uni Bonn

?Die fortgesetzte Suche nach der Quecksilberquelle geht mit weiteren Messungen und Untersuchungen einher, z.B. Befahrung von Abwasserleitungen mit Rohrkameras.

Zum Schutz der Menschen, die die Räume nutzen, wurde eine Reihe von Maßnahmen ergriffen. So sind in Abhängigkeit von den gemessenen Werten maximale Nutzungsdauern pro Tag und Person für etwa 30 Räume festgelegt worden.

Darüber hinaus betreiben wir die Lüftungsanlagen in beiden Gebäudeteilen rund um die Uhr in Volllast. Diese Maßnahme führt erwiesenermaßen zu einer Reduktion der Raumluftbelastung.

Es ist darauf zu achten, dass alle Siphons von Waschbecken und Bodenabläufen stets mit Wasser gefüllt sind, indem sie jeden Morgen mit Wasser aufgefüllt werden. Dadurch entsteht eine Sperrschicht zum Abwassersystem, die auch die Reduktion der Raumluftbelastung begünstigt.

Geplant ist weiter, Siphons und Rohrleitungen auszutauschen, sofern dies zur Reduktion der Quecksilberbelastung sinnvoll beiträgt. Weitere Maßnahmen können ergriffen werden, wenn die Quelle für die Quecksilberbelastung lokalisiert worden ist.

Hinweise und Neuigkeiten zur Problematik werden auf einer eigens eingerichteten Infoseite veröffentlicht. Hier gibt es auch eine aktuelle Liste mit Messergebnissen. 

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