18. April 2018

Frühling im Kranichbecken Frühling im Kranichbecken

Farbkasten im Schlossgarten

Mittelpunkt der Systematischen Abteilung ist im Schlossgarten das Kranichbecken. So steht es hier nahe am Poppelsdorfer Schloss seit dem Wiederaufbau der Gärten in 1950er Jahren. Die verschiedenen Kompartimente des Beckens zeigen Wasser- und Sumpfpflanzen, zum Beispiel das kleine und empfindliche Bodensee-Vergissmeinnicht, erklärt Dr. Cornelia Löhne, Kustodin der Botanischen Gärten der Universität Bonn.

Vogelperspektive
Vogelperspektive © Volker Lannert / Universität Bonn

Vogelperspektive

Das Bodensee-Vergissmeinnicht erkennt man hier aus der Vogelperspektive in den grünen Flecken. Die Gärtner haben der Pflanze in ihrem Beckenteil eine möglichst naturgetreue Umgebung aus Sand und weißem Kies geschaffen. Wie die anderen Becken wird auch dieses hier nicht jedes Jahr neu bepflanzt; das Bodensee-Vergissmeinnicht ist deshalb auch schon länger dabei.

Je besser das Wetter, desto höher die Temperaturen und dann entfaltet das ganze Becken seine Pracht. Dieses Foto hier entstand vor ein paar Tagen, als die Wärme noch nicht angekommen war. Die Pflanzen schütteln hier gerade noch die Winterruhe endgültig ab bevor sie nach und nach alle grün werden. Die bunten Farben entstehen durch unterschiedliche Substrate wie Erde, Blähton und andere Materialien für jede der Pflanzen, damit sie jeweils optimal versorgt sind. Die Wasseroberfläche jedes Beckenteils schillert dadurch anders. Die roten Tupfer in der Mitte gehören zu den ganz jungen Blättern der kommenden Seerosen.

Wie die ganze systematische Abteilung mit ihren Beeten dient auch das Kranichbecken vor allem dem Studium und der Lehre; die Pflanzenfamilien sind wichtiger Bestandteil des Biologiestudiums.

 

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