26. April 2018

Auf Leben und Tod Auf Leben und Tod

Am 3. Mai startet an der Universität Bonn eine Ringvorlesung zum assistierten Suizid im Meinungsstreit

Wie sollen Angehörige und Ärzte mit Selbsttötungswünschen schwerkranker Menschen und der Bitte um Unterstützung umgehen? Mit dieser Frage befasst sich die Ringvorlesung „Auf Leben und Tod“ an der Universität Bonn, die am Donnerstag, 3. Mai, um 18 Uhr in Hörsaal I des Uni-Hauptgebäudes startet.

"Auf Leben und Tod"
"Auf Leben und Tod" - heißt eine neue Ringvorlesung an der Universität Bonn. © heißt eine neue Ringvorlesung an der Universität Bonn.

Die Beihilfe zum Suizid ist seit jeher besonders umstritten und hat durch die Einführung der Strafbarkeit der geschäftsmäßigen Suizidförderung (§ 217 StGB) eine neue rechtliche Dimension erhalten. In drei Impulsreferaten stellen ein Ethiker, ein Strafrechtler und ein Mediziner ihre Sicht dar. Im Anschluss erfolgt eine Diskussion mit den Zuhörern. Die Veranstaltungen dauern rund 90 Minuten.

Donnerstag, 3. Mai, 18 Uhr:
Assistierter Suizid im Meinungsstreit, Prof. Dr. Hartmut Kreß (Sozialethik), Prof. Dr. Lukas Radbruch (Palliativmedizin) und Prof. Dr. Torsten Verrel (Strafrecht)

Donnerstag, 21. Juni, 18 Uhr:
Wohin mit den Daten? Patientendaten und Patientenrechte in der digitalen Medizin, Prof. Dr. Mariacarla Gadebusch Bondio (Geschichte der Medizin) und Prof. Dr. Dirk Böhmann (Medizinrecht)

Donnerstag, 12. Juli, 18 Uhr:
Gefährdung im Straßenverkehr – Medikamente, Drogen, Rasen und Sanktionen, Dr. Scarlett Jansen (Strafecht), Prof. Dr. Rainer Banse (Psychologie) und Prof. Dr. Burkhard Madea (Rechtsmedizin)

Die Vorlesung richtet sich an Studierende aller Fakultäten und die interessierte Öffentlichkeit. Anmeldungen sind nicht erforderlich.

Kontakt:

Prof. Dr. Burkhard Madea
Institut für Rechtsmedizin
Universität Bonn
Tel. 0228/738315
b.madea@uni-bonn.de

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