14. Dezember 2017

Die neue Nike im Akademischen Kunstmuseum Die neue Nike im Akademischen Kunstmuseum

Bedeutende Gipsfigur wurde komplettiert

Das Akademische Kunstmuseum zeigt ab sofort eine wesentlich erneuerte Nike-Figur. Fehlten bisher Teile des göttlichen Körpers, so strahlt sie nun erneuert auf einem hohen Postament in der angemessenen Umgebung. Prof. Dr. Frank Rumscheid, Direktor des Akademischen Kunstmuseums, stellt diese Nike-Figur im neuen Jahr öffentlich vor.

Detailarbeit
Detailarbeit - Restaurator Andreas Bethke legt Hand an am Detail. © Bild: Volker Lannert / Universität Bonn 2017
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Die bedeutende Nike-Figur im Akademischen Kunstmuseum stand über viele Jahre in einer unscheinbaren Seitengalerie. Jetzt wurden Teile der Arme, der Beine und des Kopfes ergänzt und ab sofort steht sie repräsentativ im rechten Seitenflügel neben den Gipsabgüssen der Bauskulpturen von Olympia. Teile der originalen Marmorfigur aus dem Archäologischen Museum in Olympia, nämlich der Arme, der Beine, des Kopfes sowie des Halses, waren einst erst gar nicht vom Akademischen Kunstmuseum mit beschafft worden. Es blieb zunächst dabei, den Körper der Nike ohne Zusätze zu besitzen und zu zeigen.

Neue Körperteile aus Berliner Gipsformerei

Um einen vollständigeren Eindruck von der antiken Figur zu erhalten, sollte die Nike-Figur nun endlich um einige der bekannten Bruchstücke ergänzt werden. Gipsabgüsse der im Original in Olympia erhaltenen Bruchstücke von Armen, Beinen und Kopf wurden deshalb nun in der Gipsformerei der Staatlichen Museen in Berlin neu hinzugekauft. Um sie zu befestigen, wurden von Restaurator Andreas Bethke M. A. Verbindungsstücke gebaut, damit die ansonsten ja frei schwebenden Arm-, Bein- und Kopffragmente an der richtigen Position gehalten werden. Durch die hinzugefügten Fragmente wird der einstige Gesamteindruck gerade der Nike besser erkennbar. Wie einst im antiken Heiligtum in Olympia soll die Nike auch auf einem Pfeiler stehen. Auch diesen hat Andreas Bethke M. A mit Unterstützung der Schreinerei der Uni Bonn gebaut, nur dass er im Akademischen Kunstmuseum nicht neun Meter hoch ist wie im Original, sondern nur drei.
Bei der Nike handelt es sich bei allen wesentlichen und vom Besucher erkennbaren Figurenteilen um Gipse der original antiken Marmorstücke; lediglich ein kleiner "Keil" am Knie und ein Teil der Standfläche wurden frei ergänzt. Die Erneuerung der Nike war eine gemeinschaftliche Arbeit des Restaurators Andreas Bethke M. A., der Universitätsschreinerei, des Kastellan Farid Yaghoubi, der Kustodin Dr. Kornelia Kressirer und des Direktors Prof. Dr. Frank Rumscheid.

Öffentliche Vorstellung

Prof. Dr. Frank Rumscheid wird die „neue Nike“ am Sonntag, 7. Januar 2018, 16.00 Uhr öffentlich vorstellen.

Ansprechpartnerin:
Dr. Kornelia Kressirer, Kustodin
Akademisches Kunstmuseum der Universität Bonn
E-Mail: akmuseum@uni-bonn.de

Aufstellung
Erneuert
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