16. November 2017

Förderung der weltweiten Vernetzung in der Mathematik Neues GlobalMathNetwork: Weltweite Vernetzung in der Mathematik

Doktoranden stehen im Mittelpunkt des GlobalMathNetwork unter Bonner Federführung

Förderung der weltweiten Vernetzung in der Mathematik

Globales Netzwerk
Globales Netzwerk - Symbol © foto: colourbox.de

Das GlobalMathNetwork („Weltweites Mathematik-Netzwerk“), eine neue Kooperation des Exzellenzclusters Hausdorff-Zentrum für Mathematik (HCM) der Universität Bonn mit vier weiteren weltweit renommierten Forschungsinstituten, vereinfacht jungen Wissenschaftlern einen Forschungsaufenthalt im Ausland und damit eine internationale Vernetzung. Im Rahmen einer zweitägigen Eröffnungsveranstaltung findet am Mittwoch, 22. November, eine öffentliche Podiumsdiskussion mit hochrangingen Vertretern aus Politik und Wissenschaft zum Thema „Internationalisierung in Wissenschaft und Universitäten“ statt.

Das GlobalMathNetwork ist eine Kooperation von fünf der weltweit besten mathematischen Forschungsinstitute: Neben dem Hausdorff-Zentrum für Mathematik sind die École Normale Supérieure in Paris (Frankreich), die Universitäten Kyoto (Japan) und Peking (China) sowie das Courant Institut der New York University (USA) im Netzwerk dabei. Der Sprecher des HCM und Mitinitiator des Netzwerks, Prof. Dr. Karl-Theodor Sturm, erläutert: „Alle Kooperationspartner teilen die Vision, sich in der Forschung und auch bei der Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses international zu vernetzen.“

Das GlobalMathNetwork vereinfacht den Austausch der Doktoranden der fünf unterzeichnenden Parteien untereinander und soll sie damit ermutigen ins Ausland zu gehen. Die Direktorin der für die Doktorandenausbildung zuständigen Bonner Internationalen Graduiertenschule für Mathematik (BIGS), Prof. Dr. Barbara Niethammer, sagt: „Die Förderung unserer Doktoranden steht im Mittelpunkt der Vereinbarung. Sie können einen bis zu vier Monate langen Forschungsaufenthalt an jedem gewünschten mathematischen Institut weltweit verbringen, um zu forschen und Kontakte in der Wissenschaft zu knüpfen.“ Kosten für Unterkunft und Reise werden dabei von den Heimuniversitäten übernommen, während die gastgebenden Institutionen einen vollständig ausgestatteten Arbeitsplatz zur Verfügung stellen und eventuell anfallende Studiengebühren erlassen.

Die internationale Vernetzung ist wichtig, um die Forschung in der Mathematik voranzutreiben. Aus diesem Grund werden die unterzeichnenden Parteien neben der Kooperation im Doktorandenaustausch und bei der Verfolgung gemeinsamer Bildungsziele in Zukunft auch gemeinsame wissenschaftliche Veranstaltungen organisieren.


Eröffnungsveranstaltung

Den Auftakt des GlobalMathNetwork bildet eine zweitägige Eröffnungsveranstaltung am Dienstag, 21. November, und Mittwoch, 22. November, in Bonn. Neben einem wissenschaftlichen Programm mit Vorträgen von Vertretern aller Kooperationspartner findet am Mittwoch, 22. November, um 19 Uhr eine Podiumsdiskussion zum Thema „Internationalisierung in Wissenschaft und Universitäten“ mit hochrangiger Besetzung aus Politik und Wissenschaft statt. Diskutiert wird unter anderem, wie Internationalisierung und regionale Bindung miteinander vereinbar sind oder wie Deutschland mit Eliteuniversitäten, beispielsweise aus den USA, mithalten kann. Moderator der Veranstaltung ist der bekannte Wissenschaftsjournalist Jan Wiarda.

Weitere Informationen:
http://www.hcm.uni-bonn.de/de/globalmathnetwork/


Kontakt für die Medien:

Prof. Dr. Karl-Theodor Sturm
Koordinator des Hausdorff-Zentrums für Mathematik
Universität Bonn
Tel. 0228 / 73 4874
E-Mail: sturm@uni-bonn.de

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