21. Dezember 2015

Physik ist eine universelle Sprache Physik ist eine universelle Sprache

Flüchtlinge zu Gast bei der Physikshow der Universität Bonn

An der Universität Bonn fand jetzt kurz vor Weihnachten eine ganz besondere „Physikshow“ statt: Die Studierenden der Physik hatten Flüchtlinge in den Wolfgang-Paul Hörsaal eingeladen, um sie mit ihrer bekannten Experimentalshow zu begeistern. Rund 120 Gäste waren dieser Einladung gefolgt. Aufgeführt wurde eine Variation der Geschichte von Aladin und der Wunderlampe aus den Märchen aus 1001 Nacht.

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uni_physikshow_201215_01.jpg - Wissenschaftlicher Mitarbeiter Alex Karim (li.) und Prof. Dr. Herbert Dreiner in Aktion. © Foto: Volker Lannert/Uni Bonn

In der Show bewies Aladin, dargestellt von Peter Pauli, anhand von 13 Live-Experimenten ungeahnte Physikfähigkeiten. Katharina Hortmanns, Mazuza Ghneimat und Tobias Schiffer unterstützten ihn dabei in den Rollen von Aladins Freund Badr, dem Genie und dem Zauberer. Die drei Physikstudenten sprachen Englisch, der Erzähler Ahmed Abdullah fasste regelmäßig die Handlung in arabischer Sprache zusammen. Zu den Experimenten gehörte ein schwebendes Schiff, große Rauchringe, die durch den ganzen Hörsaal fliegen, eine unheimliche Glasorgel mit heißer Luft, eine Plasmazauberkugel sowie eine schlaue Art um Sand mit einem einfachen Holzstock zu transportieren. Im Anschluss an die Show konnten die Zuschauer eine Stunde lang im Foyer des Hörsaalgebäudes selber Experimente ausprobieren.

Bereits seit 2002 finden am Physikalischen Institut der Universität Bonn unter der Leitung von Professor Dr. Herbert Dreiner und Michael Kortmann regelmäßig Physikshows mit vielen unterhaltsamen und lehrreichen Experimenten statt. Die Shows werden von Physikstudenten vorbereitet und aufgeführt und richten sich an ein Publikum von 10 bis 99 Jahren. Professor Dreiner erklärt: „Die Natur ist überall auf der Welt und für jeden gleich. Deswegen ist die Physik eine universelle Sprache, die zu jedem spricht. Wir dachten, unterhaltsame Experimente sind eine ideale Möglichkeit, um den neu angekommenen Flüchtlingen eine Hand zu reichen und sie willkommen zu heißen.“ Im Februar soll eine Wiederholung stattfinden.

Kontakt:
Prof. Dr. Herbert Dreiner
Physikalisches Institut der Universität Bonn
Tel: 0228/73-3822
E-Mail: dreiner@uni-bonn.de

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