03. Dezember 2012

Freund Kieselstein Freund Kieselstein

Sonderausstellung im Mineralogischen Museum Bonn

Das Mineralogische Museum zeigt ab dem 16. Dezember 2012 eine Sonderausstellung über Kieselsteine: Unter dem Titel „Mein Freund der Kieselstein – Botschafter aus Jahrmillionen“, wird ein Konzept der Museumsleiterin Dr. Renate Schumacher in Zusammenarbeit mit dem Münchner Museum „Reich der Kristalle“ umgesetzt.

Kieselturm
Kieselturm - Ein Kieselturm auf Korsika ( © Bild: Dr. Renate Schumacher / Uni Bonn)
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Mit dem Kieselstein verbinden sich kindliche Erfahrung undUrlaubserinnerung ebenso wie moderne Geowissenschaften. So wie Kinder Formenund Gestalten ihrer Phantasie im Kieselstein erkennen, vermittelt er alsgeologischer Botschafter Informationen zu geologischen Prozessen, zur Eiszeitoder zu globalen Klimaänderungen. Kieselsteine sind Gesteinsbruchstücke undwerden von Bächen und Flüssen oder in der Meeresbrandung transportiert. Aufihrer Reise reiben einzelne Steine aneinander und werden abgerundet, bisschließlich ein Kieselstein entstanden ist, im Fachjargon als Kies oder Geröllbezeichnet.
Gerade der Bonner Raum befindet sich auf mächtigenKiesablagerungen, die der Rhein in den letzten Eiszeiten abgelagert hat. EinSpaziergang bei Niedrigwasser zeigt Kieselstein-Schätze vieler Millionen Jahreaus dem Siebengebirge, aus dem Nahegebiet, auch aus dem Odenwald, demSchwarzwald und sogar aus den Alpen.
Die neue Sonderausstellung des Bonner MineralogischenMuseums veranschaulicht Themen von der Geologie über den Schmuck bis zurÖkonomie mit seltenen Objekten aus Rhein und Isar, aus dem Norden Deutschlandssowie auch aus Namibia und Island. Ohne Kies gäbe es keinen Beton oder Asphalt,deshalb auch keine Straßen, modernen Gebäude oder Flachdächer.

Das Mineralogische Museum der Universität Bonn imPoppelsdorfer Schloss zeigt die Sonderausstellung vom 16. Dezember 2012 bis zum13. Oktober 2013. Weitere Information, auch zu Öffnungszeiten und Führungen:
www.steinmann.uni-bonn.de/museen/mineralogisches-museum

Ansprechpartner:
Dr. Renate Schumacher,
Mineralogisches Museum

Gestreifter Kiesel
Kiesel bei Niederdollendorf
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