27. September 2010

Frucht der Märchen und Mythen Frucht der Märchen und Mythen

Asiatischer Wildapfel ist Pflanze des Monats Oktober

In Zentral-Asien liegt das Diversitätszentrum vieler bekannter Obstgehölze. Äpfel und Birnen wurden dort erstmalig in Kultur genommen und haben sich dann bis nach Mitteleuropa verbreitet. Nach neuesten molekularen Untersuchungen stammt unser Kultur-Apfel (Malus pumila) aus Zentral-Asien und ist kein Abkömmling des heimischen Wild- oder Holz-Apfels (M. sylvestris), wie man lange Zeit glaubte. Die Botanischen Gärten der Universität Bonn haben den asiatischen Wildapfel im Oktober zur Pflanze des Monats erhoben.

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Apfel-Rheinischer-Winterrambur-Meckenheim.jpg - Rheinischer Winterrambur. © Foto: Barbara Bouillon.

Wie wichtig Äpfel zum Beispiel in Kasachstan sind, zeigt ihr Name: Apfel heißt auf kasachisch „Alma“; der Name der Stadt Alma-Ata bedeutet „Vater der Äpfel“. Auch in den übrigen eurasischen Kulturen spielen Äpfel in Märchen und Mythen eine große Rolle. Äpfel gelten als Symbol der Liebe, Sexualität, Fruchtbarkeit, des Lebens, der Erkenntnis und der Entscheidung.

Es gibt in Deutschland ca. 1.500 verschiedene Apfel-Sorten, von denen aber nur ca. 60 eine wirtschaftliche Bedeutung haben. China ist weltweit gesehen der größte Apfel-Produzent, Deutschland liegt hier an neunter Stelle. Die hauptsächlich bei uns angebauten Sorten sind Jonagold, Elstar, Idared, Gala, Cox-Orange und Boskop.

Noch bis zum 31. Oktober sind der Botanische Garten am Poppelsdorfer Schloss und der Nutzpflanzengarten am Katzenburgweg täglich, außer Samstags, von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Die Gewächshäuser sind bis April 2011 wegen Umbaumaßnahmen geschlossen.

Weitere Informationen zu den Botanischen Gärten finden Sie unter www.botgart.uni-bonn.de.

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