29. Januar 2009

Happy birthday, Mr. Darwin! Happy birthday, Mr. Darwin!

Die Patagonische Zypresse ist Pflanze des Monats Februar 2009

Am 12. Februar jährt sich der Geburtstag des Pioniers der Evolutionslehre Charles Darwin zum 200. Mal. Die Botanischen Gärten der Universität Bonn haben für den Jubiläumsmonat die Patagonische Zypresse (Fitzroya cupressoides) stellvertretend für alle anderen Pflanzen, die im Zusammenhang mit Darwin stehen, als Pflanze des Monats ausgewählt.

Bild Happy birthday, Mr. Darwin!
Bild Happy birthday, Mr. Darwin! © Universität Bonn

Charles Darwin, der 1868 einen Ehrendoktor der Universität Bonn erhielt, hat sich zeitlebens stark für Pflanzen interessiert, so zum Beispiel für Orchideen und fleischfressende Pflanzen. Letztere spielen auch heute noch in der Forschung im Nees-Instiut eine große Rolle. Während seiner Reise als Botaniker auf der HMS Beagle (1831 bis 1836) entdeckte Charles Darwin die Patagonische Zypresse bei einem Landaufenthalt in Chile. Die Pflanze wurde später in England durch Joseph Dalton Hooker beschrieben und nach dem Kapitän der Beagle Robert FitzRoy (1805-1865) Fitzroya genannt.

Der Nadelbaum Fitzroya cupressoides kommt ursprünglich in den Bergen von Chile und Argentinien vor; er gehört zu der Familie der Cupressaceae. An ihren Heimatstandorten sind Patagonische Zypressen als mächtige Bäume mit Wuchshöhen von 45 bis 50 Metern sowie Stammdurchmesser von 3 bis zu 5 Metern beschrieben worden. Die älteste Patagonische Zypresse konnte auf ein Lebensalter von 3.600 Jahren datiert werden. Fitzroya cupressoides ist "zweihäusig"; das bedeutet, dass männliche und weibliche Zapfen an verschiedenen Bäumen wachsen. Die Art ist an seinem natürlichen Standort stark gefährdet.

Frühes Interesse an naturgeschichtlichen Zusammenhängen

Charles Robert Darwin wurde am 12. Februar 1809 geboren. Nachdem er erfolglos Medizin in Edinburgh studiert hatte, wechselte er nach Cambridge wo er ein Theologiestudium absolvierte. Er interessierte sich aber mehr für Naturgeschichte und Geologie als für Kirchengeschichte; seine Begabung naturgeschichtliche Zusammenhänge schnell zu verstehen hat ihm in Cambridge bereits als Student einen entsprechenden Ruf eingebracht. So kommt es, dass er als Botaniker vorgeschlagen wird, der die Vermessungsarbeiten der Küsten Südamerikas an Bord der HMS Beagle begleiten soll. Während der fünfjährigen Reise, die unter anderem auch die Galapagos Inseln ansteuert (1835), sammelt er unzählige Mengen an Gesteinsproben, Fossilien sowie Tier- und Pflanzenpräparate.


Die Auswertung seiner umfangreichen und einmaligen Sammlungen nimmt den Rest seines Arbeitslebens in Anspruch. Darwin wird zeitlebens von der Frage bewegt, wie Arten entstehen. Am 24. November 1859 " also vor 150 Jahren " erscheint sein Buch "Entstehung der Arten", in dem er seine Evolutionstheorie vorstellt. Diese steht im Gegensatz zu der vorherrschenden kirchlichen Lehrmeinung von der Unveränderlichkeit der Arten, die aus der Schöpfungslehre abgeleitet wird.

Charles Darwin gilt durch seine wesentlichen Beiträge zur Evolutionstheorie als einer der bedeutendsten Naturwissenschaftler überhaupt und ist durch diese Leistung auch im Bewusstsein der Öffentlichkeit immer noch stark präsent. Er starb am 19. April 1882 im Alter von 73 Jahren. In Westminster Abbey in London wurde er in unmittelbarer Nähe von Isaac Newton beigesetzt.

Aktionen und Ausstellungen

Zum Darwin-Jahr sind auch in Bonn eine Reihe von Aktionen und Ausstellungen geplant, darunter eine Ausstellung im Goldfuss-Museum für Paläontologie der Universität (13.02.2009 bis 24.01.2010). Die bundesweite Woche der Botanischen Gärten vom 6. bis 14. Juni 2009 steht unter dem Motto "In Darwin?s Garten " Abenteuer Evolution". Die Botanischen Gärten der Universität beteiligen sich mit zahlreichen Veranstaltungen und einer Studienreise.



Winteröffnungszeiten der Botanischen Gärten: Vom 1. November bis zum 31. März gelten die Winteröffnungszeiten der Botanischen Gärten. Die Gärten sind montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr geöffnet, die Gewächshäuser von 10 bis 12 und 14 bis 16 Uhr. An Wochenenden und Feiertagen bleiben die Gärten geschlossen.




Weiterführende Informationen:

Infoseite der Uni Bonn zum Darwin-Jahr


Downloads zu dieser Pressemitteilung:



Darwin-Seiten der Botanischen Gärten



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Foto: Dr. Wolfram Lobin/Uni Bonn




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