Bahnbrecher für die Strahlkraft der Bonner Neurologie

Über 26 Jahre prägte Prof. Dr. Thomas Klockgether die Neurologie. Er war nicht allein der Experte für Ataxien und wirkte auf Generationen des Nachwuchses. Prof. Dr. Thomas Klockgether stellte darüber hinaus als Dekan der Medizinischen Fakultät der Uni Bonn Weichen für das Exzellenzcluster ImmunoSensation2 der Universität Bonn. Der Hochschullehrer, Mentor und Doktorvater war maßgeblich an der Gründung des Zentrums für Seltene Erkrankungen Bonn (ZSEB) beteiligt und ist seit 2011 Direktor für Klinische Forschung des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE), wo er auch weiterhin tätig bleibt. 

 

Ausgründung der Uni Bonn als bestes Start-up ausgezeichnet

Das Start-up Murmuras der Universität Bonn hat den Wissenschaftspreis 2024 in der Kategorie „Bestes Startup“ gewonnen. Das Team erhielt den Preis von der EHI Stiftung und GS1 Germany am 28. Februar 2024 auf einer feierlichen Verleihung in Düsseldorf im Rahmen der Messe EuroCIS. Die hochkarätige Jury um Lionel Souque (CEO REWE) und Christoph Werner (CEO dm-drogerie Markt) würdigte damit die neue digitale Plattform von Murmuras zur Erforschung von sogenannten Retail Apps, insbesondere deren Rabatt-Coupons. Das Gründerteam aus Ionut Andone, Konrad Blaszkiewicz, Qais Kasem und Alexander Markowetz erhält nun Leistungen im Wert von 50.000 Euro durch ein umfangreiches Programm mit Netzwerk-, Coaching-, Kommunikations- und Marketingaktivitäten.

Schlaganfall-Risiko frühzeitig durch Tränenflüssigkeit, Mitochondrien und KI-basierte Daten bestimmen

Jährlich erleiden weltweit über 100 Millionen Menschen einen Schlaganfall. Am häufigsten tritt der ischämische Schlaganfall (Hirninfarkt) auf, welcher jedoch auch „im Stillen“ verlaufen kann und damit oft unentdeckt bleibt. Die Folge können schwere Erkrankungen wie Demenz, Depression oder sogar Suizid sein. Um das Schlaganfall-Risiko frühzeitig bestimmen zu können, hat Prof. Dr. Olga Golubnitschaja, Leiterin der Forschungsgruppe für 3P (prädiktive, präventive und personalisierte) Medizin des Universitätsklinikums Bonn (UKB), zusammen mit der Universität Bonn und weiteren Autoren von 25 Institutionen aus 11 Ländern, einen ganzheitlichen Ansatz zur vorbeugenden und individuellen Behandlungen erarbeitet. Der Forschungsartikel ist jetzt in der internationalen Fachzeitschrift „The EPMA-Journal“ erschienen.

Langzeitgedächtnis und Mangel an mentalen Bilder

Fehlt Menschen die visuelle Vorstellungskraft, wird dies als Aphantasie bezeichnet. Forschende des Universitätsklinikums Bonn (UKB), der Universität Bonn und des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) untersuchten, wie sich der Mangel an mentalen Bildern auf das Langzeitgedächtnis auswirkt. Sie konnten beweisen, dass Veränderungen in zwei wichtigen Hirnregionen, dem Hippocampus und dem Okzipitallappen, sowie deren Interaktion einen Einfluss auf den beeinträchtigten Abruf persönlicher Erinnerungen bei Aphantasie hat. Die Studienergebnisse, die das Verständnis des autobiografischen Gedächtnisses voranbringen, sind jetzt vom Fachmagazin „eLife“ online veröffentlicht.

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