Ankommen an der Universität Bonn

Für die Studienanfänger der letzten drei Semester heißt es kommende Woche an der Universität Bonn: „Meet the Rector“. Rektor Prof. Dr. Dr. h.c. Michael Hoch hat die Studierenden zu einem Kennenlernen eingeladen, die in den vergangenen drei „Corona-Semestern“ ihr Studium aufgenommen und es pandemiebedingt weitgehend digital verbracht haben.

Neue Generation von Glaukomimplantaten

Als erste Augenklinik in Deutschland hat die Augenklinik des Universitätsklinikums Bonn (UKB) das PAUL- sowie das EyeWatch-Glaukomimplantat – zwei neue Drainagegeräte zur Therapie des Grünen Stars – eingesetzt. Beide Implantate verbessern die Glaukombehandlung, indem sie den ursächlich zu hohen Augeninnendruck reduzieren.

Flashmob im Zellkern

Der Zellkern ist weit mehr als eine Art Aufbewahrungs-Behälter für Chromosomen: In ihm sitzt auch die komplexe Maschinerie, die Abschriften der gerade benötigten Gene herstellt und in die Zelle entlässt. Manche der daran beteiligten Proteine sind nicht gleichmäßig im Kern verteilt, sondern sammeln sich an bestimmten Stellen. Eine Studie der Universitäten Würzburg, Heidelberg und Bonn mit Hilfe der Evotec SE am Standort Martinsried zeigt nun, wie diese „Flashmobs“ reguliert werden. Aus den Ergebnissen könnten langfristig auch neue Therapie-Ansätze der spinalen Muskelatrophie resultieren. Sie sind in der Zeitschrift Cell Reports erschienen.

Generationenwechsel in der Bonner Universitätsstiftung

Nach 12 Jahren des Engagements als Gründungsvorsitzender des Vorstands der Bonner Universitätsstiftung hat Prof. Dr. Wolfgang Löwer heute die Leitung an seinen Nachfolger Prof. Dr. Rainer Hüttemann übergeben. Neues Vorstandsmitglied ist zudem Professorin Dr. Dagmar Wachten.

Bandwurmmittel gegen SARS-CoV-2?

Forschende des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) an der Charité – Universitätsmedizin Berlin und der Universität Bonn haben analysiert, wie SARS-CoV-2 den Stoffwechsel der Wirtszelle zu seinen Gunsten umprogrammiert. Wie sie im Fachblatt Nature Communications berichten, konnten sie so vier Wirkstoffe identifizieren, die die Vermehrung des Virus in Zellen hemmen: die körpereigenen Stoffe Spermin und Spermidin, das experimentelle Krebsmedikament MK-2206 und das Bandwurmmittel Niclosamid. Ob sich Niclosamid auch bei Menschen als wirksam gegen COVID-19 erweist, untersucht die Charité jetzt in einer klinischen Studie.

Teilnehmer für Studie zu Post-Covid gesucht

Luftnot und Müdigkeit, aber auch Aufmerksamkeitsprobleme, Gedächtnis- oder Wortfindungsstörungen: Eine Infektion mit SARS-CoV-2 kann in seltenen Fällen nicht nur zu einer Schädigung der Lunge, sondern auch zu einer dauerhaften Schädigung des Nervensystems führen. Forschende untersuchen jetzt am Universitätsklinikum Bonn mögliche Effekte, die zu solchen Langzeitfolgen führen können. Hierfür werden Betroffene zwischen 25 und 75 Jahren mit symptomlosen oder schweren Covid-19-Krankheitsverlauf sowie gesunde Teilnehmende gesucht. Die Studie „COVIMMUNE-Clin“ wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 500.000 Euro gefördert.

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