EU-Projekt rückt Forschungsethik in den Mittelpunkt

Von der Genschere CRISPR Cas9 über Künstliche Intelligenz bis hin zu reprogrammierten Zellen: Neue Technologien sind immer auch mit ethischen Fragen für Forschung und Anwendung verbunden, auf die es keine einfachen Antworten gibt. Das neue von der Europäischen Union geförderte Verbundprojekt irecs soll forschungsethische Prinzipien in möglichst vielen Disziplinen stärken. Unter Federführung der Universität Bonn haben sich 17 Partnerorganisationen aus dem In- und Ausland zusammengeschlossen, um das Projekt gemeinsam voranzutreiben. Die EU fördert das Vorhaben in den nächsten drei Jahren mit insgesamt 4,5 Millionen Euro.

Lehrmaterialien zur Biotechnologie in einer nachhaltigen Zukunft

Wie können wir mit Hilfe der Biotechnologie auf ethische Weise eine nachhaltige Zukunft gestalten? Dieser Frage gehen Lehrmaterialien für Schüler nach, die das Smithsonian Science Education Center in der USA erstellt hat. Der Agrarökonom Prof. Dr. Matin Qaim vom Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) der Universität Bonn ist mit dem Kapitel „Biotechnologie und Lebensmittelsysteme“ beteiligt.  

Universität Bonn im Ranking „Highly Cited Researchers 2022“ vertreten

Mit insgesamt 13 Forschenden ist die Universität Bonn dieses Jahr im internationalen Ranking „Highly Cited Researchers“ vertreten. Die auf dieser Liste „Highly Cited Researchers“ geführten Personen gehören laut den Machern des Rankings zu dem weltweit einflussreichsten Prozent ihres Faches.

Gen spielt wichtige Rolle bei der Embryonalentwicklung

Eine internationale Studie unter Leitung der Medizinischen Fakultät der Universität Bonn hat ein Gen identifiziert, das eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des menschlichen Embryos spielt. Ist es verändert, können Fehlbildungen verschiedener Organsysteme die Folge sein. Die Erbanlage ist schon sehr früh in der Evolution entstanden. Sie existiert zum Beispiel auch im Zebrafisch und übernimmt dort eine ähnliche Funktion. Die Ergebnisse sind nun im Journal of Medical Genetics erschienen.

Sie wollten nur studieren: Frauenschicksale in Schwarz-Weiß

Eine neue Ausstellung im Frauenmuseum Bonn richtet den Fokus auf junge ungarische Jüdinnen, deren Leben durch die Einführung des sogenannten Numerus-Clausus-Gesetzes im Jahr 1920 grundlegend beeinflusst wurde. Basierend auf familiären Erinnerungen, historischen Dokumenten und Fotografien erweckt die Ausstellung vom 20. November bis 22. Dezember 2022 die Schicksale und Errungenschaften von Frauen zum Leben, die im ersten Viertel des zwanzigsten Jahrhunderts geboren wurden. Darüber hinaus zeigt sie, welchen Einfluss das Gesetz auf die Frauenbewegung und die jüdische Assimilation hatte. Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Exzellenzcluster Bonn Center for Dependency and Slavery Studies (BCDSS) der Universität Bonn. Anmeldungen zur Teilnahme an der Eröffnung bitte bis zum 18. November an: events@dependency.uni-bonn.de

Kultur und die Berufstätigkeit von Müttern

Kinder sind heutzutage einer der Hauptgründe für Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen. Am Beispiel von ostdeutschen und westdeutschen Müttern beleuchtet die Volkswirtin Prof. Dr. Uta Schönberg am 15. November um 17.00 Uhr in einem Online-Vortrag, wie wichtig die kulturelle Prägung während der Kindheit für die Rückkehr von Müttern in den Beruf ist. Gastgeber ist der wirtschaftswissenschaftliche Exzellenzcluster ECONtribute der Universitäten Bonn und Köln. Zur Teilnahme am Vortrag ist eine Registrierung erforderlich über: https://econtribute.de/event/restart151122/

Dokumentation zur Hoffnung auf Frieden

Die Abteilung für Geschichte der Frühen Neuzeit und Rheinische Landesgeschichte der Universität Bonn feiert in diesem Jahr ein “Friedensjubiläum”: Vor 60 Jahren erschien der erste Band der heutzutage am Zentrum für Historische Friedensforschung (ZHF) angesiedelten historisch-kritischen Edition der Akten zum Westfälischen Frieden von 1648 (Acta Pacis Westphalicae). Angesichts der Kriege und Konflikte des 21. Jahrhunderts weist das Werk eine hohe Aktualität auf.

"Wir können auf eine Erfolgsgeschichte zurückblicken"

Das Forum Internationale Wissenschaft (FIW) hat gestern sein 10-jähriges Jubiläum gefeiert. Nach einem kurzen Rückblick auf die Geschichte der Institution, die von dem gestern anwesenden früheren Universitätsrektor Jürgen Fohrmann initiiert und gegründet wurde, konzentrierten sich die Rednerinnen und Redner des Abends, darunter vier Forschende und Gruppenleiter des FIW, auf die Diagnose aktueller Probleme der Weltgesellschaft. Als Kommentatorin war Prof. Kristina Großmann vom Institut für Orient- und Asienwissenschaften der Uni Bonn eingeladen, die auf dem anschließenden Panel mitdiskutierte.

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