Kurze Wege und frühe Diagnose bei Sarkoidose
Bei etwa vier von 10.000 Menschen deutschlandweit bilden sich Granulome, also mikroskopisch kleine Knötchen im Bindegewebe der Organe. Da Sarkoidose den ganzen Körper betreffen kann, bleibt das „Chamäleon der Inneren Medizin“ aufgrund seiner vielfältigen Erscheinungsformen oft unerkannt. Betroffene leiden so häufig nicht nur an den Symptomen, sondern auch darunter als „Simulant“ abgetan zu werden. Aber die seltene entzündliche Erkrankung richtig zu diagnostizieren und zu behandeln, ist schwierig und gelingt meist nur in einem fächerübergreifenden Team. Daher hat das Universitätsklinikum Bonn jetzt ein Ambulantes Spezialfachärztliches Versorgungs(ASV)-Sarkoidose-Zentrum eingerichtet. Ziel ist es, Betroffene auch ambulant ohne längere Krankenhausaufenthalte vollumfänglich versorgen zu können.
Region als gemeinsame Aufgabe
Ab dem 28. September 2021 bis zum Ende der Vorlesungszeit im Februar 2022 zeigt das Universitätsmuseum eine Ausstellung unter dem Titel „Region als gemeinsame Aufgabe“, die sich mit der Geschichte des Institut für geschichtliche Landeskunde der Rheinlande (IGL) befasst. Unter seinem Dach forschten und lehrten die Landesgeschichte, die rheinische Sprachforschung und die Volkskunde der Rheinlande gemeinsam.
Noch einmal ins Akademische Kunstmuseum
Am 26. September öffnet das Akademische Kunstmuseum zum vorläufig letzten Mal seine angestammten Pforten. Während der Generalsanierung des Gebäudes ist die Sammlung demnächst im Gebäude Römerstraße 164 zugänglich.
Immunzellen im Gehirn teilen sich die Arbeit auf
Um toxische Proteine schneller abzubauen, können sich Immunzellen im Gehirn bei Bedarf zu Verbünden zusammenschließen. Das zeigt eine gemeinschaftliche Studie der Universität Bonn, des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) und des Institut François Jacob in Frankreich. Bei bestimmten Mutationen, die zur Parkinson-Erkrankung führen können, ist diese Zusammenarbeit hingegen beeinträchtigt. Die Ergebnisse sind in der renommierten Fachzeitschrift Cell erschienen.
Internationales Sicherheitsforum in Bonn
Wie lässt sich die Klimaerwärmung als weltweite Herausforderung in den Griff bekommen? Wie lautet die europäische Antwort auf Chinas neue globale Rolle? Diese Themen diskutieren hochkarätige Teilnehmer beim diesjährigen International Security Forum Bonn, das von Mittwoch bis Samstag, 29. September bis 2. Oktober, vom Center for Advancecd Security, Strategic and Integration Studies (CASSIS) der Universität Bonn ausgerichtet wird. Journalisten sind für die Berichterstattung herzlich willkommen! Außerdem gibt es verschiedene öffentliche Veranstaltungen, zu denen Interessierte zugelassen sind.
Mangelndes Vertrauen verschärft die Einsamkeitsspirale
Einsamkeit ist ein schmerzhaftes Gefühl. Wenn es länger anhält, kann es zu psychischen Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen führen. Forschende der Universitäten Bonn, Haifa (Israel) und Oldenburg haben nun herausgefunden, wie Einsamkeit mit einem reduzierten Vertrauen einhergeht. Dies schlägt sich in Veränderungen der Aktivität und Zusammenarbeit von verschiedenen Gehirnstrukturen nieder, vor allem der Inselrinde. Die Ergebnisse liefern damit Anhaltspunkte für Therapiemöglichkeiten. Sie sind nun in “Advanced Science” veröffentlicht.
Künstliche Intelligenz hilft bei der Leukämie-Diagnose
Ob eine Krebserkrankungen des Lymphsystems vorliegt, stellt sich häufig durch eine Analyse von Proben aus dem Blut oder Knochenmark heraus. Ein Team um Prof. Dr. Peter Krawitz von der Universität Bonn hatte bereits 2020 gezeigt, dass Künstliche Intelligenz bei der Diagnose solcher Lymphome und Leukämien helfen kann. Die Technologie schöpft das Potenzial aller Messwerte voll aus und steigert die Geschwindigkeit sowie die Objektivität der Analysen gegenüber etablierten Prozessen. Die Methode wurde jetzt so weiterentwickelt, dass auch kleinere Labore von diesem frei zugänglichen Verfahren des maschinellen Lernens profitieren können – ein wichtiger Schritt in Richtung klinische Praxis. Die Studie ist nun im Journal “Patterns” erschienen.
Wie Pflanzen Phosphat erkennen
Eine aktuelle Studie der Universität Bonn und des Leibniz-Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) in Gatersleben beleuchtet den Mechanismus, mit dem Pflanzen erkennen, ob der Nährstoff Phosphat in ausreichender Menge vorliegt. Diesen Mechanismus aktivieren Pflanzen auch, um Phosphat zu mobilisieren und aufzunehmen. Das Enzym ITPK1 spielt dabei eine besondere Rolle. Die Forschenden fanden außerdem heraus, dass die Stoffgruppe der beteiligten Signalmoleküle sehr empfindlich auf Phosphat reagiert und die von dieser Stoffgruppe ausgehende Regulation nicht nur in Pflanzen, sondern auch in menschlichen Zellen stattfindet. Die Ergebnisse könnten langfristig zur Züchtung neuer Sorten führen, die mit weniger Phosphatdünger auskommen. Die finale Fassung der Studie ist jetzt in der Fachzeitschrift „Molecular Plant“ erschienen.
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