09. April 2020

Studentische Nachbarschaftshilfe Lebenszeichen: Studentische Einkaufshilfe für Risikogruppen

Lebenszeichen: Einkaufen für Risikogruppen

„Wir …engagieren uns!“ Unter diesem Motto haben Studierende der Philosophischen Fakultät der Universität Bonn eine Initiative für Nachbarschaftshilfe in Zeiten des Coronavirus gegründet. Unter anderem wollen sie für Risikogruppen Einkaufen gehen.

Symbolfoto "Einkaufen"
Symbolfoto "Einkaufen" © Foto: Colourbox.de

Die Initiative richtet sich an alle Angehörigen der Universität und darüber hinaus und versteht sich als Nachbarschaftshilfe in der „Corona-Krise“. In erster Linie werden Einkäufe für Menschen erledigt, die aufgrund ihres Alters oder Vorerkrankungen zu sogenannten Risikogruppen gehören. Die Betroffenen müssen somit ihr Haus oder ihre Wohnung nicht verlassen und können in freiwilliger Quarantäne verbleiben.

Die Initiative wurde von Studierenden gemeinsam mit Julia Krings und Michael Stockhaus ins Leben gerufen, die beide als wissenschaftliche Mitarbeiter im Kunsthistorischen Institut tätig sind. „Da es in Bonn bereits viele sehr gut organisierte Projekte sozialen Engagements gibt, wollten wir die Energien bündeln und haben uns der Bonner Freiwilligenagentur angeschlossen, die seit einigen Jahren freiwilliges Engagement professionell koordiniert. Hier können die Bedarfe, die derzeit bestehen, gut überblickt werden und Hilfe kann direkt dort angefordert werden, wo sie gebraucht wird“, sagt Krings. „Diversität bedeutet auch generationsübergreifend zu denken und handeln und an einer Universität, an der viele Generationen gemeinsam lehren, lernen und zusammenarbeiten, ist helfen, nicht nur in dieser Situation, eine Ehrensache.“

Bis zum kurzfristig angesetzten Meldeschluss Anfang April hatten sich bereits 32 Personen der Initiative angeschlossen. Hilfe ist aber weiterhin willkommen: „Wer sich nicht eingetragen hat und dennoch helfen möchte, kann sich jederzeit bei der Agentur ein Profil anlegen, um in das Netzwerk aufgenommen zu werden“, so Krings. Interessenten können dabei angeben, in welchem Zeitraum und in welchen Stadtbezirken sie helfen möchten.

Die Koordination der Nachbarschaftshilfe erfolgt über die Freiwilligenagentur Bonn. Hilfesuchende können sich dort ebenfalls melden.

Kontakt:
Julia Maria Krings M.A.
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Dekanat der Philosophischen Fakultät
E-Mail: j.krings@uni-bonn.de

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