16. April 2021

Exzellente Bedingungen für exzellente Forschung Biomedizinisches Zentrum II: Exzellente Bedingungen für exzellente Forschung

Biomedizinisches Zentrum II eingeweiht

Das „Biomedizinische Zentrum II“ auf dem Bonner Campus Venusberg ist fertig! Der 2017 begonnene Neubau für die exzellente biomedizinische Forschung wurde nun mit einer Veranstaltung im Hybridformat eingeweiht. NRW-Wirtschaftsminister Prof. Andreas Pinkwart konnte für einen Festvortrag zur Digitalisierung gewonnen werden.

Eingeweiht
Eingeweiht - Biomedizinisches Zentrum II © Quelle: Universitätsklinikum Bonn)/J.F. Saba

Entsprechend der Bedeutung des Projektes für die Wissenschaftsstadt Bonn war die Gästeliste: Oberbürgermeisterin Katja Dörner, Rektor Prof. Dr. Dr. h.c. Michael Hoch und Wirtschaftsminister Prof. Pinkwart. Der Minister hielt einen Festvortrag über das Digitalisierungskonzept des Landes. Und da die moderne Forschung im neuen Gebäude auch große Datenmengen verarbeiten muss und der Venusberg-Campus gerade mit Hilfe der Telekom zum ersten 5G-Campus geworden ist, sprachen zu diesem Thema die Direktorin der UKB-Klinik für Radiologie, Prof. Ulrike Attenberger, und das Vorstandsmitglied für Innovation der Deutschen Telekom AG, Claudia Nemat.

"Ansporn und Anerkennung zugleich" 

Wirtschafts- und Innovationsminister Prof. Pinkwart sagte in seinem Festvortrag: „Die Einweihung des modernen biomedizinischen Campus mit digitaler Technologie ist ein Meilenstein, der für das Universitätsklinikum Bonn zugleich Anerkennung und Ansporn sein wird. Der Campus ist Ausdruck des bisherigen Erfolgs und eröffnet – physisch und als Innovationsumfeld – neue Räume für exzellente Forschung.“

Für Oberbürgermeisterin Katja Dörner trägt der Neubau auch zum herausragenden Ruf des Gesundheitsstandortes Bonn bei: „Als Oberbürgermeisterin freue ich mich, mit welcher Geschwindigkeit das Universitätsklinikum wächst und wie sich die Rahmenbedingungen und Voraussetzungen für die medizinische Versorgung, Forschung und Lehre am Standort Bonn weiter positiv entwickeln.“ 

Infrastruktur für exzellente Wissenschaft

Rektor Prof. Hoch betonte: „Im weltweiten Wettbewerb um die besten Köpfe brauchen wir für unsere exzellente Wissenschaft optimale und zukunftsweisende Infrastrukturen. Im Namen der Universität Bonn danke ich der Landesregierung ganz herzlich für die große Unterstützung beim Neubau des BMZ II, das es unserer Medizinischen Fakultät und dem Universitätsklinikum ermöglicht, weiter Forschung und Lehre auf Spitzenniveau zu betreiben.“

Die Einweihung des Gebäudes „Biomedizinische Zentrum II“ sei auch ein Meilenstein für das Universitätsklinikum, sagte dessen Ärztlicher Direktor, Prof. Wolfgang Holzgreve: „Im UKB ist uns die Forschung und Lehre genauso wichtig wie die Klinik auf höchsten Niveau. Der Bedarf nach neuer Forschungsfläche wurde so groß, dass das UKB bei damals noch unklarer Landesfinanzierung sogar einen Vorstandsbeschluss hatte, dieses Gebäude aus eigenen Mitteln zu bezahlen. Umso mehr freut es uns, dass das BMZ II mit der Haushaltsunterlage Bau im Jahre 2016 von der Landesregierung genehmigt wurde.“

Laborausstattung für 10 Millionen Euro

Im Jahr 2016 wurde die Haushaltsunterlage Bau für das BMZ II vom NRW-Ministerium für Kultur und Wissenschaft genehmigt und in 2017 begann der Rohbau, der 2020 im Zeit- und Finanzrahmen abgeschlossen werden konnte. Die Baukosten betrugen 38,5 Millionen Euro; allein die besonders aufwändige Einrichtung mit Laborausrüstung und speziellen Geräten kostete 10 Millionen Euro.

Die Nutzer des BMZ II sind vor allen 150 Mitarbeitenden von drei Instituten aus dem Exzellenzcluster ImmunoSensation2 der Universität Bonn unter der Leitung der Träger des Gottfried Wilhelm-Leibniz-Preises, Prof. Christian Kurts, Institut für Experimentelle Immunologie, Prof. Gunter Hartmann, Institut für Klinische Chemie und klinische Pharmakologie, und Prof. Eicke Latz, Instituts für Angeborene Immunologie.

Prof. Bernd Weber, Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Bonn, erklärte: „Als eines von sechs Exzellenzclustern erhielt der seit 2012 bestehende Verbund ImmunoSensation2 im Jahr 2018 die Förderzusage für eine weitere Förderperiode. Im Rahmen des Zukunftskonzepts der Universität Bonn wurden zudem sechs Transdisziplinäre Forschungsbereiche eingerichtet, darunter auch der Bereich „Leben und Gesundheit“, in dem Forschende verschiedener Disziplinen an übergreifenden Fragestellungen arbeiten.“

Das Konzept des BMZ II ist, dass verschiedene Nutzer technische Geräte für ihre wissenschaftlichen Arbeiten teilen und in so genannten Core Facilities sich gegenseitig unterstützen. Diese Zusammenarbeit wird auch durch Großraum-Labore gefördert, die alle für gentechnische Arbeiten zugelassen sind. Zonen für informelle Treffen der Forschenden außerhalb der Laborbereiche sind ebenfalls ein Charakteristikum des neuen BMZ II. Das Gebäude hat vier Vollgeschosse mit Konferenz- und Seminarräumen auf fast 9.000 Quadratmetern Grundfläche. Die Nutzfläche von 5.000 Quadratmetern wird von 4.000 Quadratmetern Laborfläche und 1.000 Quadratmetern Büroflächen ergänzt.

 

Moderne Laborausstattung
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