Im Jubiläumsjahr präsentieren sich zum ersten Mal alle Fachbereiche der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät sowie der Fachbereich Geodäsie - eine einmalige Gelegenheit, mit Forschenden und Studierenden ins Gespräch zu kommen und in vier frei wählbaren Workshops einen Einblick in die Welt der MINT-Wissenschaft und berufliche Perspektiven zu bekommen.
Ob digitales Denken in der Informatik, mikroskopische Entdeckungen in der Biomedizin oder kosmische Fragen in der Astronomie – wer herausfinden möchte, wie echte Wissenschaft funktioniert und welches Fach vielleicht zur eigenen Zukunft passt, ist bei der Schnupper-Uni der Universität Bonn genau richtig. Wenn sämtliche Fachbereiche ihre Hörsäle und Labore öffnen und Schülerinnen die Möglichkeit haben, verschiedene naturwissenschaftliche und mathematisch-technische Disziplinen kennenzulernen und Einblicke in Laborarbeit, Messverfahren, Datenanalyse, Modellierung und Programmierung erhalten. Wenn Schülerinnen einen Tag lang in die MINT-Welt eintauchen, selbst experimentieren, forschen, programmieren, messen, modellieren und mikroskopieren - und so herausfinden, welches Fach ihres werden könnte!
Programm inklusive Vortrag der Teilchenphysikerin Jun.-Prof. Dr. Lena Funcke
Das ganztägige Programm findet am Dienstag, 10. Februar 2026 auf dem Campus Poppelsdorf statt und richtet sich an alle mathematisch-naturwissenschaftlich interessierten Schülerinnen der Jahrgangsstufen 10 bis 13.
Der Tag startet um 8.30 Uhr im Foyer des Hörsaalzentrums Campus Poppelsdorf mit einer Begrüßung der Zentralen Studienberatung und der Zentralen Gleichstellungsbeauftragten sowie einem Impulsvortrag von Clausius-Juniorprofessorin Dr. Lena Funcke. Die Physikerin wird den Schülerinnen erklären, was es ihr bedeutet, MINT-Wissenschaftlerin zu sein, was sie an Teilchenphysik begeistert und wie ihr Weg in die Wissenschaft verlief.
Im Anschluss besuchen die Schülerinnen ausgewählte Workshops. Zwischendrin gibt es ausreichend Zeit für Fotobooth und Mensa. Wer mag, schließt sich in der Mensa Lunch-Mentorinnen an, um sich in Kleingruppen mit Studierenden, Doktorandinnen, Postdocs und Professorinnen auszutauschen und während des Mittagessens persönliche Fragen zu stellen. Die Veranstaltung endet gegen 16.30 Uhr.
Die Teilnehmerinnen besuchen vier von 15 parallel stattfindenden Workshops, die sie bei der Anmeldung auswählen:
Astronomie: Im Workshop lernen die Teilnehmerinnen, wie moderne Astrophysik arbeitet. Sie bestimmen aus Helligkeitsänderungen die Entfernung von Sternen, testen an einem Modell die Funktionsweise von Radioteleskopen und erfahren, wie Forschung Einblicke in kaltes Gas im All ermöglicht.
Biologie: Mithilfe selbstgebauter Mikroskope machen die Teilnehmerinnen Unsichtbares sichtbar. Sie untersuchen eigene Präparate, lösen mikroskopische Rätsel und tauchen in die Molekularbiologie ein, indem sie Wildtyp- und Mutantenpflanzen anhand ihrer Gene und Genaktivität unterscheiden.
Chemie: Ob Medikamente, Materialien oder Energiespeicher - Chemie spielt eine zentrale Rolle bei der Entwicklung neuer Stoffe. Im Workshop experimentieren die Teilnehmenden selbst und lernen chemische Eigenschaften kennen.
Geodäsie & Geoinformation: Hier geht es um Veränderungen unserer Umwelt. Die Schülerinnen messen und analysieren, wie sich Bauwerke, Landschaften oder ganze Regionen wandeln – sei es durch Klimaeinflüsse oder menschliche Eingriffe. Visualisierte Daten zeigen, wie Geodäsie als Ingenieurwissenschaft hilft, gesellschaftlich relevante Fragen zu beantworten.
Geowissenschaften: Die Teilnehmerinnen untersuchen Gesteine, Fossilien und Dünnschliffe und experimentieren mit Materialien unter Druck, um geologische Prozesse wie Schlammlawinen nachvollziehen zu können. So zeigt der Workshop die Vielschichtigkeit des Fachs, das Naturwissenschaften auf einzigartige Weise verbindet.
Informatik: Der Workshop führt in die Spieltheorie ein – jenseits des Namens geht es um ganz konkrete Alltagsfragen: Wie teilt man fair einen Kuchen? Wo ist der beste Punkt für eine Pause auf der Autobahn? Und warum kann eine neue Straße manchmal mehr Stau verursachen? Spielerisch wird algorithmisches Denken vermittelt.
Mathematik: Die Schülerinnen lernen, wie man mathematische Knoten unterscheidet, entwickeln Gewinnstrategien und erhalten Einblicke in Denkweisen, die weit über den Schulstoff hinausreichen. Der Workshop zeigt, wie kreativ und strukturiert moderne Mathematik sein kann.
Meteorologie & Geophysik: Mit Messgeräten und Simulationen erforschen die Teilnehmerinnen Wetter, Klima und Erdbeben. Sie entschlüsseln geophysikalische Phänomene selbstständig und erfahren, wie angewandte Physik hilft, unser Erdsystem zu verstehen.
Molekulare Biomedizin: Der Workshop gibt Einblick in aktuelle Forschung zu Stammzellen und deren Einfluss auf Nährstoffaufnahme und Stoffwechselprozesse. Die Teilnehmerinnen erfahren, welche Fragen die moderne Biomedizin heute bewegt.
Pharmazie: Von der Weidenrinde bis zum Wirkstoff erfahren die Schülerinnen, wie Naturstoffforschung, Chemie und Technologie zusammenspielen, um Arzneimittel zu entwickeln. Der Workshop zeigt die ganze Breite der Pharmazie – von der biologischen Grundlage bis zur Herstellung.
Physik: Der Physik-Workshop vermittelt die Grundlagen moderner Technologien und Naturphänomene – von Kräften und Energien bis hin zu Anwendungen in Forschung und Technik.
Die Schnupper-Uni bietet Schülerinnen zum 25. Mal Orientierung bei der Studienwahl, informiert über wissenschaftliche Arbeitsweisen und vermittelt praxisnahe Eindrücke in Forschung und Entwicklung. Die Jubiläumsausgabe 2026 setzt diese Tradition fort und gibt zugleich neue Impulse, weil dieses Mal das gesamte Spektrum der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät sowie der Fachbereich Geodäsie vertreten sind.
Die Anmeldung erfolgt über die Website der Veranstaltung
Anmeldeschluss ist Samstag, 31. Januar 2026. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Einverständniserklärung einer erziehungsberechtigten Person ist erforderlich.