Stabilität bei den Erstregistrierungen, weniger Abbrüche und ein Anstieg von Promotionsabschlüssen im Vergleich zum Vorjahr - das sind die erfreulichen Ergebnisse der Promovierendenstatistik der Universität Bonn. Wie schon 2024 haben 890 Personen ihre Promotion hier begonnen. Das zeigt, dass das Interesse an wissenschaftlicher Weiterqualifizierung nach wie vor groß ist - trotz wachsender Anforderungen und einer teils angespannten Lage auf dem akademischen Arbeitsmarkt.
Auch die Internationalität nimmt weiter zu: 28 Prozent der Promovierenden hatten 2025 eine ausländische Staatsangehörigkeit, was rund 1.900 Personen entspricht . Bei denjenigen, die ihre Promotion im selben Jahr begonnen haben, lag dieser Anteil sogar bei 31 Prozent und damit 4 Prozent über dem Bundesdurchschnitt.
Wie auch schon in den Vorjahren machen Frauen mit rund 54 Prozent den Großteil der Promovierendenschaft aus, womit die Uni Bonn ebenfalls über dem Bundesdurchschnitt von 49 Prozent liegt. Besonders erfreulich: Erneut schlossen mehr Frauen als Männer ihre Promotion erfolgreich ab (52%). Insgesamt ist die Anzahl der Promotionsabschlüsse von 674 auf 683 angestiegen.
Ein Blick auf die Fächerverteilung an der Uni Bonn zeigt deutliche Unterschiede in der Verteilung der Promovierenden: Die meisten sind in der Humanmedizin und den Gesundheitswissenschaften registriert - mit 2.500 Personen (37%). Es folgen die Mathematik und Naturwissenschaften mit 1.700 (26%), die Geistes- und Gesellschaftswissenschaften mit 1.600 (24%) und die Agrar-, Ernährungs- und Ingenieurwissenschaften mit 500 (7%).
Diese aktuellen Zahlen unterstreichen, wie dynamisch sich die Promotionslandschaft in Deutschland entwickelt. Für Hochschulen und Forschungseinrichtungen bietet diese Entwicklung Anlass, eigene Trends zu beobachten, zu reflektieren und gezielt zu fördern.