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Termin: 15.01.2020 Uhrzeit: 18:00 ( c.t. ) - 20:00 ( c.t. ) ( Mittwoch )

Wie das Grauen beschreiben? Feminizide und ihre narrative Repräsentation in 2666 von Roberto Bolaño

Ringvorlesung
Referent/in: Dr. Monika Wehrheim
Inhalt:

Lange Zeit von der Weltöffentlichkeit unbeachtet kam es in Ciudad Juárez zu einer Serie von Frauenmorden, der Schätzungen zufolge zwischen 1993 und 2009 bis zu 800 Frauen zum Opfer fielen. Die Gewalt gegen Frauen konnte sich in der nordmexikanischen Grenzstadt ungehindert entfalten, handelte es sich bei den Opfern doch vielfach um sozial marginalisierte Arbeitsmigrantinnen in prekären Beschäftigungssituationen. Die Verbrechen wurden von Seiten der Behörden weitgehend ignoriert.

Mittlerweile sind die Feminizide Thema einer Vielzahl von literarischen Texten, Gedichten, Liedern oder Filmen geworden. An herausragender Stelle ist in diesem Kontext Roberto Bolaño Roman 2666 aus dem Jahre 2004 zu nennen, der die Frauenmorde zum zentralen Thema machte. Von diesem Buch ausgehend, wird der Vortrag nach den Möglichkeiten der narrativen Repräsentation von systematischer Gewalt gegen Frauen fragen.

Zielgruppe: Studenten
Öffentliche Veranstaltung: Ja
Ort: Hauptgebäude
Adresse: Am Hof 1
Raum: HS VIII
Weitere Informationen: https://www.ilz.uni-bonn.de/
Veranstalter: Interdisziplinäres Lateinamerikazentrum (ILZ)
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