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Studienstadt Bonn

Geschichte

Der Rhein hat die Stadt Bonn, die 1989 nach Trier, aber noch vor Köln ihr 2.000-jähriges Bestehen feierte, schon immer geprägt. An seinem linken Ufer haben die Römer ihre castra bonnensia errichtet, ein gewaltiges Fort an der Grenze zum Land der „Barbaren“ auf der gegenüberliegenden Rheinseite. Bonn war geboren – auch wenn die formellen Stadtrechte erst viel später im Mittelalter verliehen wurden.

Den Römern folgten die Franken, den römischen Göttern das Christentum, die weltlichen und geistlichen Herrscher des Mittelalters, Könige, Kaiser und Kölner Kurfürsten. Besonders letztere waren für die Stadt – und für die Universität – von besonderer Bedeutung: Sie verlegten 1601 ihre Residenz nach Bonn und richteten sich hier mit einem Stadtschloss (heute: Universitäts-Hauptgebäude) und Schloss Clemensruhe (heute: Poppelsdorfer Schloss der Universität) ein. Bis Napoleon kam und das Rheinland besetzte, welches später beim Wiener Kongress den Preußen zugeschlagen wurde. Preußenkönig Friedrich Wilhelm gründete 1818 die Universität Bonn, gab ihr seinen Namen und die Schlösser als Studienstätte dazu.

Das Gründungsjahr der Bundesrepublik Deutschland wurde zu einem ganz besonderen Jahr für Bonn: Am 3. November 1949 bestätigte der Deutsche Bundestag mit knapper Mehrheit das Votum des Parlamentarischen Rates, Bonn – und nicht Frankfurt – zur vorläufigen Bundeshauptstadt zu machen. Im Jahr 1991, neun Monate nach der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten, beschloss der Bundestag wiederum mit knapper Mehrheit seinen Umzug und den von Teilen der Regierung nach Berlin. In den dazwischen liegenden 50 Jahren wurde von Bonn aus das „Wirtschaftswunder“ auf den Weg gebracht, von dem als „Bundesdorf“ bespöttelten Regierungssitz aus wurde entscheidend das heutige Europa mit entwickelt. Im Rückblick hat die „Bonner Republik“ ihren Bürgern vor allem den Frieden gesichert und Wohlstand gebracht. 

Bundesstadt und UN-Campus

Zwar sind Abgeordnete, Vertreter der Länder, die meisten Diplomaten und Lobbyisten längst in Berlin heimisch. Aber noch sind sämtliche Ministerien – sechs mit ihrem Hauptsitz – in Bonn vertreten. Einer der Schwerpunkte ist die Entwicklungspolitik, vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung bis zur Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ).

Und mittlerweile haben so viele UN-Einrichtungen ihren Sitz in Bonn genommen, dass rings um das deutsche UN-Hauptquartier im früheren Abgeordneten-Hochhaus „Langer Eugen“ ein regelrechter Campus entstand.

Nicht zuletzt sind in Bonn zahlreiche Organisationen von der Alliance for Water Stewardship bis zur World Wind Energy Association ansässig.

Wirtschaftsstandort

Mag sich auch die Stadt früher allzu sehr mit ihrer Hauptstadtrolle begnügt haben, so hat sie mittlerweile längst den Wert des Faktors Wirtschaft verinnerlicht. Die Weltkonzerne Deutsche Telekom und Deutsche Post DHL Group samt ihrer Tochter Postbank haben in Bonn ihren Unternehmenssitz und prägen mit dem Post Tower als architektonischem Highlight das Stadtbild. Die börsennotierten Schwergewichte sind für die Stadt und die Region von herausragender Bedeutung, denn sie garantieren nicht nur tausende von hochqualifizierten Arbeits- (und Praktikums-) Plätzen, sondern ziehen ihrerseits auch Zulieferer und Dienstleister an den Standort Bonn. Gemessen am Börsenwert belegte Bonn in der „Börsenliga 2016“ der Strategieberatung Simon Kucher & Partners den zweiten Platz als „wertvollste Stadt Deutschlands“ und muss sich damit lediglich München geschlagen geben. Natürlich gibt es weitere namenhafte Unternehmen in Bonn so etwa den Immobilien-Riesen IVG, den weltbekannten Süßwaren-Produzenten Haribo oder die Deutsche Welle.
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Wissenschaftsstadt

Vor allem aber lässt es sich in Bonn gut studieren. Dafür gibt es Gründe. Zum Beispiel den Punkt Wissenschaft und Forschung: Zur  Wissenschaftslandschaft gehören neben der Universität Bonn auch das Center of Advanced European Studies and Research (caesar) mit seiner anwendungsorientierten Grundlagenforschung, das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) mit dem Schwerpunkt Demenzforschung sowie vier Hochschulen in der Region: die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg in Sankt Augustin, Rheinbach und Hennef, der Rhein-Ahr-Campus in Remagen sowie die Internationale Hochschule für Dienstleistungsmanagement in Bad Honnef. Im benachbarten Alfter liegt die Alanus-Hochschule für Kunst und Gesellschaft. Auch die UN-Universität (United Nations University) ist in Bonn mit dem Institut für Umwelt und menschliche Sicherheit vertreten.

Darüber hinaus hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat in Bonn ebenso ihren Sitz wie die Alexander von Humboldt-Stiftung oder der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD). In der Stadt und vor ihren Toren sind zudem Großforschungseinrichtungen wie die Fraunhofer- und die Max-Planck-Gesellschaft mit Instituten vertreten oder etwa das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Kulturstadt

Auch kulturell hat die Beethovenstadt Bonn viel zu bieten. Nicht nur, dass sie ihren größten Sohn zum Beispiel mit einem neuen digitalen Archiv in seinem Geburtshaus und dem jährlichen Beethovenfest von internationaler Ausstrahlung würdigt.

Bonn verfügt über Oper und Schauspiel, ein Symphonieorchester, zahlreiche Kleinkunstbühnen und eine überaus vielfältige Museumslandschaft. Vieles davon liegt so nah beieinander, dass man es bequem zu Fuß oder mit dem Rad erreichen kann.

Und sonst?

Bonn ist nicht nur eine grüne Stadt in reizvoller Landschaft, in der es sich hervorragend leben lässt. Mit gut 320.000 Bonnern und fast 600.000 Einwohnern im Rhein Sieg-Kreis – Tendenz steigend. Eine Region, die mit die geringste Arbeitslosenzahl in NRW und mit das höchste Pro-Kopf-Einkommen aufweist, dazu einen überproportionalen Anteil an jungen, hochqualifizierten Menschen.

Alles in allem: Boomtown Bonn.

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