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BAföG

Das Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) regelt die finanzielle Unterstützung u.a. für Studierende in Deutschland. Ziel des BAföG ist es, jungen Menschen die Möglichkeit zu bieten, unabhängig von ihrer sozialen und wirtschaftlichen Situation ein Studium o.ä. zu absolvieren.

Bei allen Fragen im Hinblick auf das BAföG (Anträge, Bearbeitungsstand, etc.) berät Sie in Bonn das

Amt für Ausbildungsförderung

Nassestraße 11, 53113 Bonn
Tel. 0228/ 73 5086, Fax: 0228/ 73 71 80
[Email protection active, please enable JavaScript.]
www.studierendenwerk-bonn.de/finanzieren/

 

Sprechzeiten

Sprechzeiten zur telefonischen und persönlichen Beratung sowie die zuständigen Sachbearbeiterinnenund Sachbearbeiter finden Sie auf den Seiten des Studierendenwerks.

 

Beratung zu allen Themen rund ums BAföG, z.B.:

  • zum Erstantrag
  • zum Wiederholungsantrag
  • bei Änderungen der Einkommensverhältnisse (Aktualisierungsanträge)
  • Antrag auf Förderung über die Förderungshöchstdauer hinaus
  • Fachrichtungswechsel oder Schwerpunktverlagerung
  • Ratenzahlung bei Rückforderungen
  • u.v.m.

 

sowie zu weiteren Studienfinanzierungsmöglichkeiten, wie

  • Hilfe zum Studienabschluss gemäß BAföG
  • Bildungskredit der Bundesregierung (nach Überschreitung der Förderungshöchstdauer bzw. in fortgeschrittener Phase des Studiums)
  • Daka-Darlehen (während des Studiums bzw. neben dem BAföG)
  • KfW-Studienkredit (während des Studiums bzw. neben dem BAföG)

 

Die BAföG-Zentrale steht bei allgemeinen Fragen zum BAföG zur Verfügung.


Wann muss ich den BAföG-Antrag stellen?
Den Antrag sollten Sie so früh wie möglich stellen (2 bis 3 Monate vor Semesterbeginn), damit die Zahlungen mit Beginn des Studiums unverzüglich einsetzen. Die Förderungsleistungen werden zunächst für 12 Monate bewilligt. Den Antrag auf Weiterförderung sollten Sie dann wieder 2 bis 3 Monate vor Beginn des Semesters einreichen, um eine Unterbrechung der Zahlungen zu vermeiden.


Häufig gestellte Fragen (FAQ):
 

Förderungshöhe

Der Förderungshöchstsatz beträgt für Studierende bis 24 Jahre, die nicht zu Hause wohnen, 744 Euro (beitragsfrei in der Krankenversicherung familienversichert) pro Monat. Ab Herbst 2020 wird dieser Betrag auf 752 Euro erhöht. Für Studierende im Alter von 25 bis 29 Jahre, die nicht zuhause wohnen, beträgt der Höchstsatz 853 Euro (eigene Krankenversicherungsbeiträge in der günstigen “Krankenversicherung für Studierende” und Pflegeversicherungsbeträge). Ab Herbst 2020 erhalten sie 861 Euro. Bei BAföG-Empfänger*innen  mit Kindern unter zehn Jahren kommt als Zusatzleistung ein monatlicher Kinderbetreuungszuschlag von 140Euro (ab Herbst 2020 150 Euro) für jedes Kind hinzu. Der individuelle Förderungsbetrag hängt ab vom eigenen Einkommen bzw. Vermögen sowie dem anzurechnenden Einkommen von etwaigen Ehegatten und/oder der Eltern und sonstigen Freibeträgen. Der Betrag wird monatlich im Voraus ausgezahlt. 50 % des Förderbetrages werden als Zuschuss, 50% als zinsloses Darlehen gewährt. 

Ausbildungsförderung wird in der Regel nicht gewährt, wenn Sie bei Beginn des Studiums das 30. Lebensjahr bereits vollendet haben. Für die Aufnahme eines (konsekutiven) Masterstudienganges gilt eine zweite Altersgrenze von 35 Jahren. In bestimmten Ausnahmefällen kann aber trotz Überschreitens der Altersgrenze noch Ausbildungsförderung gewährt werden. Auskunft über weitere Ausnahmen von der Altersgrenze erhalten Sie bei den Ämtern für Ausbildungsförderung. 
Zu beachten ist, dass vom fünften Fachsemester an nur Ausbildungsförderung gezahlt wird, wenn eine Leistungsbescheinigung vorgelegt wird, die durch einen von der Universität Bonn beauftragten Hochschullehrer ausgestellt wird (Verzeichnis der Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer). Statt der Bescheinigung kann in bestimmten Studiengängen auch ein Zeugnis über die bestandene Zwischenprüfung vorgelegt werden.

Nach einem Wechsel des Studienganges wird Ausbildungsförderung nur dann weiter geleistet, wenn ein wichtiger Grund dafür besteht, z. B. bei mangelnder intellektueller, psychischer oder körperlicher Eignung. Ein weiterer Grund kann ein schwerwiegender und grundsätzlicher Neigungswandel, der schriftlich begründet werden muss.
Innerhalb der ersten beiden Semester ist der Wechsel im Allgemeinen nicht problematisch. Mit zunehmender Dauer der zunächst begonnenen Ausbildung steigen aber dann die Anforderungen an die Begründung. Nach Abschluss des 3. Fachsemesters kann nur noch Förderung geleistet werden, wenn der Wechsel aus einem unabweisbaren Grund nötig war.

Kann das bisherige Studium jedoch bei einem Wechsel voll auf den neuen Studiengang angerechnet werden, gilt die Änderung  lediglich als Schwerpunktverlagerung und hat keine Konsequenzen für die weitere finanzielle Förderung.

Förderungsdauer

Die Dauer der Förderung richtet sich nach der Regelstudienzeit des gewählten Studienganges. Sie ist auf der Grundlage der Ausbildungs- und Prüfungsordnung in einer Rechtsverordnung festgelegt.
Wenn für einen Studiengang der Erwerb von Sprachkenntnissen notwendig ist, wird die Förderungshöchstdauer für jede Sprache um ein Semester verlängert. Dies gilt aber nicht für die Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch und Latein.
Wird die Förderungshöchstdauer aus einem schwerwiegenden Grund (Behinderung, Krankheit, Schwangerschaft, Mitarbeit in Organen der Hochschule, verspätete Zulassung zu examensrelevanten Lehrveranstaltungen usw. )überschritten, ist eine weitere Förderungs möglich. 

Abschlussförderung

Förderung im Rahmen des BAföG
Studierende, die ihr Studium nicht innerhalb der BAföG-Förderhöchstdauer beenden konnten, können nach Überschreiten der Förderungshöchstdauer für maximal zwölf Monate Hilfe für den Studienabschluss beantragen. Diese Weiterförderung wird Studierenden nur gewährt, wenn sie innerhalb von vier Semestern nach Überschreiten der Förderungshöchstdauer zur Prüfung zugelassen werden und die Ausbildungsstätte bescheinigt, dass die Ausbildung innerhalb der Dauer der Hilfe zum Studienabschluss abgeschlossen werden kann. Die Hilfe zum Studienabschluss wird als zinsloses Volldarlehen gewährt und muss zurückgezahlt werden. 

Förderung von Masterstudiengängen

Eine Weiterförderung im Masterstudiengang erfolgt, wenn durch den vorhergehenden Bachelorabschluss der Zugang zum Master geöffnet wird und dieser in sich selbständig ist und in derselben (oder einer verwandten) Fachrichtung weiterführt (konsekutiver Masterstudiengang). 

Zweitstudium

Eine Weiterförderung durch BAföG für ein Zweitstudium ist möglich, wenn der Abschluss eines zweiten Studienganges zwingend notwendig für die Aufnahme eines angestrebten Berufes ist (Beispiel Kieferchirurg: Studium der Zahn- und Humanmedizin erforderlich). 

Förderung von Praktikum und Auslandsstudium

Ein Praktikum außerhalb der Hochschule wird im Rahmen des BAföG gefördert, wenn es nach der Prüfungsordnung des betreffenden Studienganges verpflichtend vorgeschrieben ist.
Ein Auslandsstudium in einem Mitgliedsstaat der Europäischen Union oder in der Schweiz kann vollständig von Beginn an bis zum Erwerb des ausländischen Hochschulabschlusses nach Inlandssätzen gefördert werden.
Ein Studium im Rahmen einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen einer inländischen und einer oder mehreren ausländischen Hochschulen kann für die jeweilige Dauer des Auslandsaufenthaltes gefördert werden.
Ein Auslandsaufenthalt an einer Hochschule außerhalb der EU und der Schweiz wird für die Dauer eines Jahres gefördert, wenn die Ausbildung für das Studium förderlich ist und  die erbrachten Leistungen wenigstens teilweise auf das Inlands-Studium anrechenbar sind. 

Rückzahlung

Mit der Rückzahlung des unverzinslichen Darlehens (50% der gewährten Ausbildungsförderung) muss erst nach der beruflichen Einstiegsphase - ca. 4,5 Jahre nach Ende der Förderungshöchstdauer - begonnen werden. Der Darlehensbetrag ist auf 10.010 Euro begrenzt (unabhängig von der Höhe der Gesamtförderung) und in in Mindestraten von 130 Euro pro Monat in maximal 77 Monatsraten zurückzuzahlen. Dabei kann die Tilgung ausgesetzt werden, wenn kein ausreichendes Einkommen erzielt wird.

Weiteres Informationsmaterial

Grundlegende Informationen zum Bundesausbildungsförderungsgesetz finden Sie auf der Website des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

BAföG-Rechner 

 

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