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Unser Institut

Das Institut für Orient- und Asienwissenschaften (IOA) deckt mit seinen Kompetenzen und dem entsprechenden Lehrangebot eine außerordentliche Bandbreite des asiatischen Raums mit seinen vielfältigen Sprachen, Religionen und Kulturen ab, wie sie in Deutschland nur an ganz wenigen Orten eröffnet wird: Von Kleinasien bis Japan, vom südlichen Sibirien und der Mongolei bis Süd- und Südostasien. In den einzelnen regionalen Schwerpunkten sind darüber hinaus sowohl die gegenwärtigen als auch die klassischen asiatischen Kultursprachen und ihre Literaturen in Forschung und Lehre präsent. Die für das kulturelle Selbstverständnis in Asien so überaus wichtige Beziehung von Gegenwart und Vergangenheit ist in Forschung und Lehre des IOA fest verankert.

Das Institut für Orient- und Asienwissenschaften engagiert sich zunehmend in der interdisziplinären Zusammenarbeit auch über Fakultätsgrenzen hinaus, u.a. durch Kooperationen mit der Soziologie, der Volkswirtschaftslehre, der Betriebswirtschaftslehre und der Rechtswissenschaft. Das zunehmende Interesse an den Studiengängen des IOA zeigt sich an der stetig wachsenden Anzahl der Studierenden. Das Institut hat etwa 1200 eingeschriebene Studierende, die von 13 Professorinnen und Professoren und mehr als 40 wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unterrichtet und betreut werden.

Das IOA gliedert sich heute in insgesamt acht Abteilungen, die aus den alten Seminaren hervorgegangen sind. Diese Abteilungen und ihre Bibliotheken, die einen beträchtlichen Buchbestand von über 200.000 Bänden aufweisen, verteilen sich auf vier verschiedene Standorte:

Abteilung für Religionswissenschaft

Das seit 1920 existierende Religionswissenschaftliche Seminar der Philosophischen Fakultät der Universität Bonn wurde bislang durch das Wirken von fünf Professoren als Direktoren des Seminars geprägt. Eine kurze Fachgeschichte finden Interessierte auf der Abteilungsseite. Als Leiter des Seminars und Nachfolger von Hans-Joachim Klimkeit (1939-1999) kam Manfred Hutter im Jahr 2000 an das Seminar. Sein methodischer Ansatz geht von philologisch-historischen Fragestellungen aus, die jedoch zugleich die Verflechtung konkreter Religionen mit ihrem jeweiligen gesellschaftlichen und kulturellen Kontext berücksichtigen. Forschungsschwerpunkte in religionshistorischer Hinsicht liegen auf dem Iran und dem Alten Orient, gegenwartsbezogene Verbindungen von Religionen und Gesellschaft berücksichtigen v.a. seine derzeitigen Arbeitsinteressen bezüglich des Hinduismus und der Religionsvielfalt in Südostasien sowie der Präsenz "asiatischer" Religionen in Mitteleuropa.

Im Jahre 1999 wurde – ursprünglich als lockerer – Forschungsverbund an der Universität Bonn ein „Asienzentrum“ eingerichtet, dem das Religionswissenschaftliche Seminar von Beginn an als assoziiertes Mitglied angehörte. Im Rahmen der Neustrukturierung der Philosophischen Fakultät durch die Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen wurde im Jahr 2004 das Asienzentrum neu strukturiert, um als Lehreinheit gemeinsam solche Asienbezogene Studiengänge anzubieten, wobei das bislang nur assoziierte Religionswissenschaftliche Seminar Vollmitglied des Asienzentrums wurde. Aus diesem Prozess ging durch Beschluss des Senats der Universität Bonn im Sommer 2006 das „Institut für Orient- und Asienwissenschaften“ hervor, in dem nunmehr die „Abteilung für Religionswissenschaft“ neben sieben anderen Abteilungen besteht.

Forschungsschwerpunkte

Das Profil des Studiums der Vergleichenden Religionswissenschaft wird durch aktuelle Projekte und Forschungsschwerpunkte der Mitarbeiter geprägt:

  • Gleichgeschlechtliche Sexualität und Geschlechterverständnis im Buddhismus
  • Iranische Personennamen in der Hebräischen Bibel
  • Vielfalt und Einheit unter den gegenwärtigen Hindu-Minderheiten in Südostasien
  • Das heutige Judentum in China zwischen nationalem Bedingtsein und transnationaler Vernetzung

Vertiefende Informationen zu den einzelnen Projekten finden Sie hier.

 

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