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Studienprofil

Mit einer religions-regionalen Spezialisierung auf Asien vermittelt das Studium der Vergleichenden Religionswissenschaft grundlegende religions- und kulturgeschichtliche Kenntnisse sowie gesellschaftlich relevante Kompetenzen in Bezug auf außereuropäische Religionen – auch in Hinblick auf deren Wechselwirkung mit Europa. Dabei werden nicht nur die gesellschaftspolitische Entwicklung und die Vielzahl von Religionen in der Gegenwart berücksichtigt, sondern solche Religionsvielfalt wird immer in ihrer historischen Entwicklung verortet; d.h. man kann das Bonner Konzept von Religionswissenschaft als gesellschaftsbezogene Religionsgeschichte charakterisieren. Dabei ist explizit zu betonen, dass Religionsgeschichte selbstredend die Zeitgeschichte der Religionen mit einschließt. Durch theoretisch-methodische Kenntnisse in der Interpretation von Religionen, verbunden mit einer angemessenen Sprachkompetenz sollen die Studierenden befähigt werden, wissenschaftlich fundierte Urteile zu gesellschaftlich und ethisch relevanten Fragen mit Religionsbezug zu treffen. Dies soll den Studierenden auch ermöglichen, eine Sensibilität im Umgang mit Angehörigen „anderer“ Religionen und deren Werten in den pluralen Gesellschaften der Gegenwart zu entwickeln. In diesem Sinne setzt das Studium Kritikfähigkeit und Reflexionsvermögen, aber auch Fairness, allen Religionen auf „gleicher Augenhöhe“ zu begegnen, voraus.

Für das Bonner Profil charakteristisch sind die vergleichende Komponente sowie die Kenntnis einer asiatischen Sprache als notwendige Bedingung für die fundierte Beschäftigung mit Religionen.

Religionswissenschaft besteht nicht im Aneinanderreihen von Kenntnissen über eine Anzahl von Religionen, sondern religionswissenschaftlicher Erkenntnisgewinn bezüglich der Bedeutsamkeit und Besonderheit von Religionen ist nur durch den wertfreien Vergleich möglich.

Die organisatorische Einbettung der Abteilung für Religionswissenschaft in das Institut für Orient- und Asienwissenschaften trägt dabei zur Profilbildung des Faches in Bonn insofern bei, als dass Bonn – als einer der wenigen Standorte in Deutschland – einen klaren Schwerpunkt auf Religionen auf dem gesamten asiatischen Kontinent legt – inklusive der Ausprägungen des Christentums in Asien. Über obligatorische Kenntnisse des Englischen und evtl. anderer „westlicher“ Sprachen hinaus, ist daher der Erwerb der Kompetenz in einer asiatischen Sprache unabdingbar. Er steigert die Qualität der Spezialisierung auf religiöse Traditionen Asiens durch den Zugang zu entsprechender nicht-„westlicher“ Literatur.

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