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Rechtspsychologie

Rechtspsychologie

Foto: colourbox.com

Die Rechtspsychologie setzt sich mit der Anwendung psychologischer Theorien, Methoden und Erkenntnisse auf das Rechtswesen auseinander. Dabei werden zwei Teilgebiete der Rechtspsychologie voneinander unterschieden: Die Forensische Psychologie beschäftigt sich mit Fragen im Rahmen der psychologischen Begutachtung bei Gericht („in foro“), z. B. im Straf-, Sozial-, Familien-, oder Verwaltungsrecht. Außerdem werden Programme zur Straftäterbehandlung, der Straf- und der Maßregelvollzug untersucht. Die Kriminalpsychologie hat hingegen die Untersuchung der Entstehung, der Erscheinungsformen, des Verlaufs und der Prävention von Kriminalität zum Forschungsgegenstand, ebenso die Untersuchung von psychologischen Aspekten der Strafgesetzgebung. Hierunter fallen auch Forschungsthemen wie die Untersuchung der rechtlichen Verwendung von psychologischen Konzepten wie „Wille“ oder „Vorsatz“, die Strafrechtspraxis, die richterliche Urteilsbildung und die Analyse von den Strafbedürfnissen der Gesellschaft. Die Grenze zwischen beiden rechtspsychologischen Teilgebieten verläuft dabei fließend.

(vgl. Deutsche Gesellschaft für Psychologie)

Der weiterbildende Masterstudiengang am Institut für Psychologie der Universität Bonn qualifiziert für eine Tätigkeit im weiten Bereich der Rechtspsychologie. Rechtspsychologen arbeiten zum einen als Gutachter (selbstständige Sachverständige). Sie beurteilen im Strafprozess die Glaubhaftigkeit von Zeugenaussagen oder im Zivilprozess familienrechtspsychologische Fragestellungen zum Sorge- und Umgangsrecht. Ein weiteres Berufsfeld ist der Straf- und Maßregelvollzug. Hier führen Rechtspsychologen Therapie- und Resozialisierungsmaßnahmen von Straftätern durch und beurteilen die Schuldfähigkeit von Tätern oder deren Rückfallgefährdung. Zusätzlich arbeiten Rechtspsychologen bei der Polizei und in universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen.

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