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Unser Institut

Das Institut für Philosophie der Universität Bonn zählt nach Größe und Bedeutung zu den führenden Standorten der Philosophie in Deutschland.
Im Sommersemester 2012 hatte das Institut ca. 1100 eingeschriebene Studierende, die das Fach Philosophie studieren.

Die Philosophie hat an der Bonner Universität eine lange Tradition, die bis in die Gründung der Universität im Jahre 1818 zurückreicht. Zu den bekannten Philosophen, die im 19. Jahrhundert in Bonn gelehrt haben, gehören etwa der bedeutende Historiker der antiken Philosophie Christian August Brandis (1790-1867), ferner Immanuel Hermann Fichte (1796-1879), der Sohn des berühmten Philosophen Johann Gottlieb Fichte, und der Philosophiehistoriker Friedrich Überweg (1826-1871). Für das 20. Jahrhundert wären etwa zu nennen der Kulturphilosoph Theodor Litt (1880-1962), der Anthropologe Erich Rothacker (1888-1965) sowie der Husserlschüler Oskar Becker (1889-1964). Weitere Schwerpunkte der Philosophie in Bonn bilden die Beschäftigung mit dem Werk Immanuel Kants, für die in jüngerer Zeit exemplarisch Michael Baumgartner (1933-1999) steht, sowie die Erforschung der Philosophie des Mittelalters, die etwa mit dem Namen von Wolfgang Kluxen (1922-2007) verbunden ist.

Heute präsentiert die Bonner Philosophie in ausgewogener Form die gesamte Breite philosophischer Forschung und Lehre: In der Philosophiegeschichte von der Philosophie der Antike und des Mittelalters, der Neuzeit und des deutschen Idealismus bis zur neuesten Gegenwartsphilosophie, in spezifischen systematischen Feldern von der praktischen Philosophie, Erkenntnistheorie, Religionsphilosophie und der Philosophie des Geistes bis zur Wissenschafts- und Naturphilosophie und der modernen Logik. Nicht zuletzt sind auch höchst aktuelle Anwendungsgebiete der Philosophie wie die Bioethik in Bonn vertreten.

Weitere Informationen

 

Das Institut für Philosophie der Universität Bonn umfasst sieben Lehrstühle und ist auf drei Standorte verteilt:

  • 1. Hauptgebäude
    Hier finden Sie das Institut mit den Übungs- und Seminarräumen, die drei Institutsbibliotheken sowie die Lehrstühle für Natur- und Wissenschaftsphilosophie, Logik und Grundlagenforschung, Praktische Philosophie und Philosophie der Antike sowie für Philosophie des Mittelalters.
  • 2. Poppelsdorfer Allee 28
    Hier befinden sich der Lehrstuhl für theoretische Philosophie, der Lehrstuhl für Erkenntnistheorie, Philosophie der Neuzeit und Gegenwart sowie das Internationale Zentrum für Philosophie NRW
  • 3. Bonner Talweg 57
    Hier finden Sie die Bibliothek des DRZE (Deutsches Referenzzentrum für Ethik in den Biowissenschaften) sowie den Lehrstuhl für Philosophie unter besonderer Berücksichtigung der Ethik in den Biowissenschaften.

     

Das Bonner Institut für Philosophie kooperiert im Bereich von Forschung und Lehre in vielfacher Weise mit anderen Forschungsinstitutionen.

Eng verbunden ist das Institut mit dem „Internationalen Zentrum für Philosophie NRW“, das im Jahre 2008 auf Vorschlag der Landesregierung und des Landtages von NRW an der Universität Bonn ins Leben gerufen wurde. Das „Internationale Zentrum“ organisiert regelmäßig Gastvorträge und vor allem die jährlich stattfindenden Ernst Robert Curtius-Vorlesungen, in deren Rahmen so bekannte Gelehrte wie Julian Nida-Rümelin, Dagfin Follesdal, Udo di Fabio und Horst Bredekamp in Bonn gesprochen haben.

Dazu kommen verschiedene Institute, mit denen eine z.T. sehr enge Kooperation im Bereich von Forschung und Lehre besteht: Das „Institut für Wissenschaft und Ethik“ (IWE), das „Deutsches Referenzzentrum für Ethik in den Biowissenschaften“ (DRZE) sowie das „Albertus-Magnus-Institut“ (AMI). Nähere Informationen dazu finden Sie in der Rubrik „Kooperationspartner“.

Das Philosophische Institut ist auch vertreten im „Bonner Mittelalterzentrum“
(www.mittelalterzentrum.uni-bonn.de), das eine Vielzahl von Einzelfächern, die an der Erforschung des Mittelalters beteiligt sind, vereinigt. Zu den Aufgaben des Mittelalterzentrums gehören die Durchführung von interdisziplinären Forschungsprojekten und die Förderung des interdisziplinären Dialogs innerhalb der Universität durch die Organisation von Ringvorlesungen, Tagungen, Kolloquien u.ä. Außerdem erfolgt durch das Mittelalterzentrum neben der Betreuung von Promovenden und Habilitanden auch die Publikation eines kommentierten Verzeichnisses aller mittelalterbezogenen Lehrveranstaltungen, die an der Bonner Universität angeboten werden. Ein auf vier Semester ausgelegter Master-Studiengang für Mittelalterstudien befindet sich z.Zt. in der Akkreditierungsphase.

Zu den besonderen Aktivitäten des Instituts zählt ferner die seit 2010 jährlich stattfindende „International Summer School in German Philosophy“, die vom Lehrstuhl für Erkenntnistheorie, Philosophie der Neuzeit und Gegenwart ausgerichtet wird und in der deutsche und ausländische Studenten mit renommierten Philosophen zwei Wochen lang über ein philosophisches Thema arbeiten und diskutieren, so etwa im Jahre 2012 über „The Ontological Turn in Contemporary Philosophy“.

Forschungsschwerpunkte

Das Bonner Institut für Philosophie deckt mit seinen sieben Lehrstühlen fast die gesamte Breite gegenwärtiger philosophischer Forschung ab.
Dies umfasst die gesamte europäische Philosophiegeschichte von der Antike über das Mittelalter und die Neuzeit bis hin zur Gegenwartsphilosophie. Thematisch reicht die Bandbreite der Forschungsschwerpunkte von der theoretischen Philosophie mit Metaphysik, Erkenntnistheorie, Wissenschaftsphilosophie, Sprachphilosophie und Logik über die Philosophie des Geistes und die Kultur- und Religionsphilosophie sowie die Ästhetik bis hin zur praktischen Philosophie (Ethik und Politische Philosophie).

 

Aus der Fülle der Forschungsschwerpunkte, die an den einzelnen Lehrstühle zur Zeit verfolgt werden, seien, um das breite Spektrum der im Bonner Institut betriebenen Forschung zu veranschaulichen, exemplarisch genannt:

  • Lehrstuhl für Natur- und Wissenschaftsphilosophie:
    Wissenschaftstheorie der kognitiven Neurowissenschaften, Philosophie der Zeit;
  • Lehrstuhl für Theoretische Philosophie:
    Deutsche Philosophie, Philosophie der Antike, Erkenntnistheorie und Sprachphilosophie;
  • Lehrstuhl für Praktische Philosophie und Philosophie der Antike:
    Forschungsprojekte über Aristoteles’ Metaphysik, die Naturphilosophie des Neuplatonismus, Platons Symposion und den Kommentar des Eustratius von Nikaia zu Aristoteles’ Nikomachischer Ethik;
  • Lehrstuhl für Philosophie des Mittelalters:
    Forschungen zur Philosophie des Als-Ob von der Stoa bis zu H. Vaihinger, zur Freiheitslehre des Origenes sowie über die Idee der Menschenrechte in der Philosophie des Hellenismus;
  • Lehrstuhl für Philosophie der Neuzeit und Gegenwart:
    Kant, Deutscher Idealismus, die Philosophie des 20. Jahrhunderts (Heidegger, Wittgenstein, analytische und postanalytische Philosophie) in den Bereichen Erkenntnistheorie, Metaphysik, Religionsphilosophie und Ästhetik;
  • Lehrstuhl für Philosophie unter besonderer Berücksichtigung der Ethik in den Biowissenschaften:
    Ethik und philosophische Anthropologie, Philosophie des Geistes, Philosophie der Person und Philosophie der Freiheit;
  • Lehrstuhl für Logik und Grundlagen:
    Logik, Argumentationstheorie, Erkenntnistheorie, Sprachphilosophie und Wissenschaftsphilosophie.

Dazu kommen Forschungsvorhaben etwa zur angewandten Ethik, die sich in Kooperation mit dem philosophischen Institut eng verbundenen Einrichtungen wie dem „Institut für Wissenschaft und Ethik“ (IWE) und dem „Deutsches Referenzzentrum für Ethik in den Biowissenschaften“ (DRZE) vollziehen.

 

Zuständig für das Lehramt

Bonner Zentrum für Lehrerbildung (BZL) 

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