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Mittelalterstudien

Mittelalterstudien

Foto: colourbox.com

Das Konzept des Masterstudiengangs Mittelalterstudien geht von der Erkenntnis aus, dass insbesondere in den geisteswissenschaftlichen Fächern die Beschäftigung mit dem Mittelalter grundsätzlich die Voraussetzung für ein vertieftes Verständnis neuzeitlicher Entwicklungen ist. Der Historiker Th. Nipperdey hat dies prägnant in dem Satz „Die moderne Welt [...] ruht auf der Grundlage des vermeintlich so fernen Mittelalters“ zum Ausdruck gebracht. Die Beschäftigung mit der mittelalterlichen Geschichte und Kultur sowie den Sprachen und Literaturen des Mittelalters im Masterstudiengang soll deshalb nicht nur die verschiedenen Facetten einer vergangenen Epoche erschließen, sondern muss als das Studium einer Schlüsselepoche für die Grundlegung der modernen Welt verstanden werden.

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Mittelalterstudien haben an der Universität Bonn eine lange Tradition und sind fester Bestandteil zahlreicher alter wie neuer Studienordnungen. Der Masterstudiengang baut auf dieser Tradition – für die stellvertretend Namen wie Ernst Robert Curtius, Walter F. Schirmer oder schon Karl Simrock stehen mögen – auf.

Mediävistik ist ihrem Wesen nach interdisziplinär. Dieser interdisziplinären Ausrichtung der Mediävistik trägt der Masterstudiengang Rechnung. Er ermöglicht es den Studierenden, „Mittelalterstudien“ über das Einzelfach hinaus zu betreiben und ein vielseitiges und differenziertes Wissen zu erlangen, das sich auf unterschiedliche Bereiche der Mediävistik bezieht. Die Interdisziplinarität wird sowohl durch das Studienportal garantiert, zu dem verschiedene Disziplinen beitragen, als auch durch obligatorische Module aus unterschiedlichen Fächern.

Die Masterphase der konsekutiv angelegten Studiengänge ist forschungsorientiert; ihr vornehmliches Ziel ist die wissenschaftliche Qualifikation der Absolventinnen und Absolventen. Durch die Einbindung des interdisziplinären Studiengangs in die Forschungsaktivitäten des Bonner Mittelalterzentrums (BMZ) wird eine forschungsbezogene Ausbildung der Studierenden des Masterstudiengangs garantiert. Dem Ziel, eigene Forschungen zu unterstützen, dient auch die Anbindung des Studiengangs an die Lehreinheit 'Griechische und Lateinische Philologie', da so die Auseinandersetzung mit der zentralen Sprache mittelalterlicher Kultur gewährleistet wird. Es wird so sichergestellt, dass durch den Studiengang die Fähigkeit zur kritischen Auseinandersetzung mit der Forschungslage und zur Weiterarbeit an wissenschaftlichen Fragestellungen im Rahmen der Mediävistik erworben wird. Durch den Studiengang soll bei den Studierenden die Kompetenz zur Entwicklung eigener Problemstellungen und zu deren Lösung ausgebildet und durch die Einbindung des Studiengangs in die Forschungsprojekte des Zentrums auch die Teamfähigkeit gestärkt werden. Vom Bonner Mittelalterzentrum wird ein regelmäßig stattfindendes Forum der Nachwuchsmediävisten veranstaltet, in das interessierte Master-Studierende eingebunden und so an wissenschaftliches Arbeiten herangeführt werden sollen.

 

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