Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Sections
Sie sind hier: Startseite Studium Vor dem Studium Fächer Meteorologie (Bachelor) Tätigkeitsfelder

Tätigkeitsfelder

In der öffentlichen Meinung wird das Berufsbild des Meteorologen sehr häufig mit dem des „Wettervorhersagers" gleichgesetzt. Dies ist natürlich nicht richtig. Der voll ausgebildete Meteorologe (Diplom oder Master) kann in vielen Berufen Anstellung finden. Wichtig ist, das Studium nicht als Berufsausbildung zu sehen, sondern als eigenständigen Ausbildungsabschnitt, mit dem Ziel, selbständiges wissenschaftliches Arbeiten zu erlernen. Der Abschluss „Diplom" („Master“) wird ebenso wie der „Bachelor" als „berufsbildender Abschluss" bezeichnet. Die wahre Berufsausbildung erfolgt also erst nach dem Übergang ins Berufsleben.

Erfahrungen zu den Berufschancen eines Bachelor of Science in Meteorologie gibt es noch nicht, da erst Ende 2010 die ersten Absolventen bereitstehen werden. Das Bachelor-Studium in Bonn ist darauf ausgerichtet, dass der Absolvent von Wetterdiensten zumindest als Wettervorhersager mit Kenntnissen in Klimatologie, Statistik, Theorie und moderner Messmethodik eingestellt werden kann. Neue Berufsfelder für Wettervorhersager entwickeln sich in allen Industriezweigen, in denen es um Energiegewinnung bzw. -vermarktung – erneuerbar oder konventionell – geht. Großer Wert wird in der Ausbildung auf Schlüsselkompetenzen wie Programmierung und Präsentation gelegt, die auch einen Übergang in fachfremde Berufe ermöglicht.

Für welche Berufe nun ist der Bachelor-/Master-/Diplom-Meteorologe aufgrund seines Studiums besonders geeignet? Ganz allgemein für Berufe, in denen es notwendig ist

  • Daten zu sammeln, zu überprüfen und aufzubereiten
  • mit solchen Daten Modelle für physikalische, wirtschaftliche oder sonstige Abläufe zu betreiben (ggf. müssen diese Modelle vorher selbst programmiert werden)
  • aus den Modellergebnissen Schlüsse zu ziehen, ggf. nachgeordnete statistische Modelle zu betreiben, Ergebnisse verschiedener Betrachtungen zu vernetzen, Entscheidungshilfen für Entscheidungsträger zu liefern oder selbst zu entscheiden.

Dies ist natürlich genau das, was bei der Wettervorhersage geschieht. Aber auch in anderen Berufen geschieht das. Versicherungen z.B. sammeln die Schadensfälle ihrer Kunden (Daten), berechnen mit Modellen die voraussichtlichen Regulierungssummen in der Zukunft und legen aufgrund dieser Ergebnisse die Beitragshöhe fest. Ein Vorgang, der sich für viele Berufe so präzisieren lässt.

Mögliche Arbeitgeber für Meteorologen sollen hier in drei Gruppen eingeteilt dargestellt werden

  1. Wetterdienste (staatliche und private; s. Auflistung)
  2. Forschungseinrichtungen (in- und ausländische, inner- und außeruniversitär; s. Auflistung)
  3. Sonstige (anhand einer Auswahl von Arbeitgebern von Absolventen der letzten 15 Jahre)
    • DV-/IT-/Kommunikationswirtschaft (Programmierung, Systembetreuung, Telefondienstanbieter)
    • Meteorologische Messgerätehersteller
    • Rechenzentren (industrielle / wissenschaftliche)
    • Ministerien, Umweltämter (Bund / Land)
    • Wissenschaftsmanagement (Projektträger)
    • Ingenieurbüros (Ausbreitungsrechnung, Gutachten etc.)
    • Wind-/Solarenergiebetreiber (Bsp.: Solarworld)
    • Banken, Versicherungen (speziell auch Risikoberechung durch Wetterschäden bei Rückversicherern)
    • Data-Mining (Deutsche Bahn, PR-Agenturen etc.)
    • Unternehmensberatungen
    • Firmenorientierte Wettervorhersage (für den Strom und Derivatehandel bei RWE Supply and Trading, EnBW)
 

Interessenten kann auf Anfrage beim Fachstudienberater eine Seite mit Berufsbeschreibungen, Ausbildungsgängen und Kontaktdaten von Absolventen des Meteorologischen Instituts zugänglich gemacht werden.

Artikelaktionen