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Was sagen unsere Absolventen?

Mareike:
Nach meinem Abitur habe ich mich für das Mathematikstudium entschieden, da es schon in der Schule mein Lieblingsfach war und mich die Mathematik schon immer fasziniert hat. Zu Studienbeginn war ich sehr unsicher, ob ich die richtige Wahl getroffen habe, denn ich wusste von Freunden und Lehrern, dass sich das Studium sehr von der Schulmathematik unterscheidet und das Arbeitspensum enorm hoch ist. Dies kann ich nur bestätigen. Mit den Grundvorlesungen Analysis, Lineare Algebra und Algorithmische Mathematik hatte ich in den ersten zwei Semestern sehr viel zu tun und ohne viele Stunden über den Übungszetteln und zur Klausurvorbereitung mit meinen Kommilitonen wäre ich wahrscheinlich auch nicht dabeigeblieben.

Ab dem dritten Semester hat man eine sehr große Wahlfreiheit (sowohl bei Mathematikvorlesungen als auch bei der Wahl des Nebenfachs) und man kann seine Stärken verfolgen und Interessen vertiefen. Dabei ist das Mathematikstudium in Bonn meiner Meinung nach sehr flexibel im Vergleich zu anderen Studiengängen.
Obwohl man in den ersten Semestern in der Masse der Studenten doch ein bisschen untergeht, verbessert sich das Verhältnis Dozent zu Student im Laufe des Studiums (zum einen durch viele Abbrecher, zum anderen durch das breiter werdende Vorlesungsangebot). Mit der Betreuung durch das Prüfungsbüro sowie durch meinen Dozenten zur Bachelorarbeit war ich sehr zufrieden.
Man braucht definitiv ein enormes Durchhaltevermögen, um das Mathematikstudium in Bonn zu absolvieren: Die drei bis vier Übungszettel pro Woche fressen sehr viel Zeit, sodass man doch nicht im ausreichenden Maße zur Vorlesungsvor- und -nachbereitung kommt, und eine Vielzahl der Studenten kurz vor der Klausur erheblichen Lernaufwand betreiben.

Obwohl ich doch in vielen Momenten die Wahl des Faches kurz bereut habe, bin ich insgesamt sehr zufrieden mit meinem Studium und absolviere derzeit das Mathematikmasterstudium in Bonn.

 

Kilian Russ:
Warum habe ich mich zum Studium der Mathematik entschieden?
Wie so viele Abiturienten war ich nach der Schule nicht sicher, in welche Richtung meine akademische Reise gehen sollte.
Meine Studienwahl begründete sich neben der Tatsache, dass Mathematik seit jeher zu meinen Lieblingsfächern zählte, auch damit, dass das Studium versprach, in der Zukunft viele Türen im Hinblick auf potentielle Berufs- und Karrierewege offen zu lassen.

Wie empfand ich das Studium der Mathematik?
Das Mathematikstudium hat nur wenig mit der Mathematik, wie man sie aus der Schule kennt, gemein.
Die daraus resultierende anfängliche Hürde führt oft zu Zweifeln und Frustration. Sollte man allerdings die nötige Ausdauer und das Durchhaltevermögen besitzen, gelangt man früher oder später an einen Punkt, an welchem man nicht nur den klar strukturierten Aufbau des Studiums versteht und zu schätzen lernt, sondern sich auch mit zunehmender Begeisterung und wachsendem Selbstverständnis in einer neuen Denkweise zurechtfindet.

War das Studium die richtige Wahl?
Rückblickend erwies sich die Wahl des Studiums der Mathematik in Bonn als die absolut richtige Entscheidung für mich und ich kann diese jeder/m mathematisch oder naturwissenschaftlich interessierten Abiturientin/en uneingeschränkt empfehlen. Man erlernt im Mathematikstudium nicht nur Probleme und Fragestellungen konzeptionell zu betrachten und anzugehen, sondern auch die Fähigkeit, logisch exakt und analytisch präzise zu denken, was oft damit beginnt die richtigen Fragen zu stellen. Dieses Vermögen ist, wie man sich vorstellen kann in nahezu allen Bereichen der Wissenschaft, Wirtschaft und des täglichen Lebens von großem Wert.
Persönlich begann ich nach dem Abschluss meines Bachelorstudiums in Mathematik meine Promotion in Volkswirtschaftslehre an der Bonn Graduate School of Economics.

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