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Unser Institut

Das Institut für Orient- und Asienwissenschaften (IOA) deckt mit seinen Kompetenzen und dem entsprechenden Lehrangebot eine außerordentliche Bandbreite des asiatischen Raums mit seinen vielfältigen Sprachen, Religionen und Kulturen ab, wie sie in Deutschland nur an ganz wenigen Orten eröffnet wird: Von Kleinasien bis Japan, vom südlichen Sibirien und der Mongolei bis Süd- und Südostasien. In den einzelnen regionalen Schwerpunkten sind darüber hinaus sowohl die gegenwärtigen als auch die klassischen asiatischen Kultursprachen und ihre Literaturen in Forschung und Lehre präsent. Die für das kulturelle Selbstverständnis in Asien so überaus wichtige Beziehung von Gegenwart und Vergangenheit ist in Forschung und Lehre des IOA fest verankert.

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Die asienbezogenen Studien an der Universität Bonn weisen eine lange Geschichte auf, die bis in die Zeit der Gründung der Universität im Jahre 1818 zurückreicht. Als erster Orientwissenschaftler wurde im selben Jahr der Sanskrit-Kenner August Wilhelm von Schlegel (1767-1845) berufen, ein Jahr später folgte der Arabist Georg Wilhelm Freytag (1788-1861). Institutionell verankert wurden die Studien allerdings erst im Jahre 1913 durch die Gründung des Orientalischen Seminars. Während im Orientalischen Seminar zunächst Semitistik, Indologie und Arabistik die Schwerpunkte waren, kamen im Laufe der 20er Jahre Sinologie und Japanologie dazu. Die Zahl der gelehrten Sprachen und Literaturen wurde beständig ausgebaut, parallel dazu entwickelten sich die Vergleichende Religionswissenschaft (seit 1920) mit einem zunehmenden Schwerpunkt auf asiatischen Religionen sowie die Asiatische und Orientalische Kunstgeschichte (seit 1967). Die 1998/99 durchgeführten Strukturreformen in der Philosophischen Fakultät führten zunächst zu einem Forschungsverbund der asien- und orientkundlichen Fächer, aus dem im Jahr 2005 das Institut für Orient- und Asienwissenschaften (IOA) entstand.

Das Institut für Orient- und Asienwissenschaften engagiert sich zunehmend in der interdisziplinären Zusammenarbeit auch über Fakultätsgrenzen hinaus, u.a. durch Kooperationen mit der Soziologie, der Volkswirtschaftslehre, der Betriebswirtschaftslehre und der Rechtswissenschaft. Das zunehmende Interesse an den Studiengängen des IOA zeigt sich an der stetig wachsenden Anzahl der Studierenden. Das Institut hat etwa 1200 eingeschriebene Studierende, die von 13 Professorinnen und Professoren und mehr als 40 wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unterrichtet und betreut werden.

Das IOA gliedert sich heute in insgesamt acht Abteilungen, die aus den alten Seminaren hervorgegangen sind. Diese Abteilungen und ihre Bibliotheken, die einen beträchtlichen Buchbestand von über 200.000 Bänden aufweisen, verteilen sich auf vier verschiedene Standorte.

Abteilungen und Standorte in Bonn

 Regina-Pacis-Weg 7

  • Abteilung für Islamwissenschaft / Nahostsprachen
  • Abteilung für Indologie
  • Abteilung für Japanologie und Koreanistik 
  • Abteilung für Mongolistik und Tibetstudien
  • Abteilung für Sinologie
     

Nassestrasse 2

  • Studiengangsmanagement
  • Abteilung für Südostasienwissenschaft
  • Arbeitsbereiche Orientalische und Asiatische Sprachen

 

Adenauerallee 4-6

  • Abteilung für Religionswissenschaft

 

Adenauerallee 10 

  • Abteilung für Asiatische und Islamische Kunstgeschichte 

 

Forschungsschwerpunkte

Das Institut für Orient- und Asienwissenschaften gehört mit acht Abteilungen, 13 Professorinnen und Professoren sowie insgesamt über 70 Wissenschaftlern, die sich in Forschung und Lehre mit asien- und orientbezogenen Themen beschäftigen, zu den führenden asienwissenschaftlichen Lehr- und Forschungseinrichtungen im deutschen und europäischen Raum.

In der Forschung werden vielfältige Projekte betrieben, zum Teil mit Fördermitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), dem Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung (BMBF) oder anderer Stiftungen und Institutionen. Es bestehen zahlreiche Kooperationen mit Forschungsinstitutionen im westlichen und im asiatischen Ausland. Einzelheiten zu aktuellen Forschungsprojekten und -schwerpunkten der verschiedenen Abteilungen können Sie auf den jeweiligen Abteilungsseiten unter „Forschung“ und „Projekte“ abrufen.

Trotz der methodisch sehr unterschiedlichen Traditionen der einzelnen asienkundlichen Fächer wächst das Institut für Orient- und Asienwissenschaften zudem immer weiter zu einem eng verzahnten Mosaik von Lehr- und Forschungsrichtungen zusammen und hat sich in den letzten Jahren zunehmend der interdisziplinären Zusammenarbeit auch über Fakultätsgrenzen hinaus geöffnet. Dies manifestiert sich in der Gründung verschiedener Forschungverbände, sogenannter „Zentren“, an der Universität Bonn, die auf eine interdisziplinäre Forschungskooperation ausgerichtet sind. Das Institut für Orient- und Asienwissenschaften ist maßgeblich an folgenden Zentren der Universität Bonn beteiligt:

Bonner Asienzentrum (BAZ)

Das Bonner Asienzentrum (BAZ) wurde im März 2008 mit dem Ziel gegründet, ein Kompetenzzentrum auf dem Gebiet der asienbezogenen Forschung und Lehre an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn zu etablieren. Damit akzentuiert das BAZ die Forschungsorientierung der Universität Bonn im Rahmen des Schwerpunktverbundes „Asienwissenschaften“ und fördert die Internationalität ihrer wissenschaftlichen Aktivitäten. Informationen zu Kooperationspartnern und den laufenden und abgeschlossenen Projekten finden Sie auf der Homepage des BAZ.

Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF)

Das Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) bildet neben dem Institut für Orient- und Asienwissenschaften und dem Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie (IPWS) die zentralen Säulen des Forschungsverbundes des BAZ. Es wurde 1995 gegründet und beschäftigt sich mit Fragen der Entwicklungsforschung in Bezug auf politischen, kulturellen, wirtschaftlichen, technologischen und ökologischen Wandel.

Bonner Zentrum für Transkulturelle Narratologie (BZTN)

Seit 2010 besteht das Bonner Zentrum für Transkulturelle Narratologie (BZTN), dem Mitglieder des IOA, aber auch anderer philologischer Fächer der Philosophischen Fakultät angehören. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf der Herausarbeitung und Analyse narrativer Strukturen in „nicht-abendländischen“, in der Regel „vormodernen“ Texten.

Zentrum für Religion und Gesellschaft (ZERG)

Das 2005 gegründete Zentrum für Religion und Gesellschaft (ZERG) ist ein weiterer Forschungsverbund, an dem sich das IOA mit seiner spezifischen Kompetenz im Bereich der Religionen in Asien aktiv beteiligt.

Bonner Mittelalterzentrum (BMZ)

Das Bonner Mittelalterzentrum (BMZ) vereinigt eine Vielzahl von Einzelfächern, in denen die Erforschung des Mittelalters im Mittelpunkt steht. Das BMZ wurde 1999 als „Arbeitsgemeinschaft für Mittelalterstudien" gegründet und ist seit dem Wintersemester 2005/2006 vom Rektorat als Zentrum der Universität Bonn anerkannt.

Bonn International Graduate School - Oriental and Asian Studies

Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses zählt zu den besonderen Anliegen des Instituts. Daher bietet es eine Graduiertenschule mit einem international und interdisziplinär ausgerichteten Graduiertenprogramm an, die Bonn International Graduate School - Oriental and Asian Studies.

Die Bonn International Graduate School - Oriental and Asian Studies (BIGS-OAS) widmet sich der Erforschung der Kulturen und Gesellschaften Asiens und des Vorderen Orients in ihrem historischen Wandel und ihrer globalen Vernetzung. Die Graduiertenschule vereint das regionale und thematische Spektrum der an der Universität Bonn vertretenen orient- und asienbezogenen Wissenschaften. Sie ist eingebettet in deren bestehende Forschungsstrukturen und ist Teil eines internationalen Netzwerks von Kooperationspartnern. Sie integriert in enger Zusammenarbeit mit den beteiligten Forschungsverbünden theoretische und methodische Ansätze der Text-, Kultur- und Sozialwissenschaften und erschließt neue Wege, um sie für die Asienwissenschaften fruchtbar zu machen.

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