Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Sections
Sie sind hier: Startseite Studium Vor dem Studium Fächer Geodäsie und Geoinformation (Bachelor) Im Studium

Im Studium

Studienprofil

Das Studium der Geodäsie und Geoinformation beruht auf mathematischen, physikalischen und technischen Grundlagen. Verstärkt entwickeln sich aber auch im Bereich der Grundlagen Kenntnisse in der Datenverarbeitung und der Informationstechnologie. So werden dementsprechend in den ersten (zwei bis drei) Semestern verstärkt die Grundlagen in den Fächern Ingenieurmathematik, Experimentalphysik, Statistik, Geodäsie und Geoinformation gelegt.

Das Fachstudium stellt die Forschungsbreite und die Berufsfeldorientierung der Geodäsie und Geoinformation dar. So wird dieses durch die Lehre in den Bereichen

  • Theoretische Geodäsie
  • Ingenieurgeodäsie
  • Geoinformation
  • Städtebau und Bodenordnung
  • Photogrammetrie und
  • Astronomische, Physikalische und Mathematische Geodäsie

vermittelt und gefestigt.

Auf die Anforderungen an den enormen technischen Wandel der Messtechniken, der Analyseverfahren und der Informationstechnologien wird in der Lehre immer aktuell Bezug genommen. Der überwiegende Teil des Curriculums besteht aus Pflichtfächern. Wahlmöglichkeiten gibt es im Rahmen des Wahlpflichtbereiches und in der individuellen Wahl der Themenstellung für die abschließende Bachelorarbeit.

Sollten Sie mehr über die Studieninhalte, Ihre erforderlichen Interessen und Voraussetzungen sowie über die Maßnahmen zur Sicherung Ihres Studienerfolges erfahren wollen, so lesen Sie bitte unter Studiengangprofil weiter.

 


Studienaufbau

Das Studienangebot setzt sich aus 4 Teilgebieten zusammen:

  • 8 Grundmodule, in denen das Grundlagenwissen vermittelt werden,
  • 2 Wahlpflichtmodule aus den Bereichen der Geowissenschaften,
  • 8 Fachmodule, in denen das für das Berufsfeld und zur Vorbereitung auf einen forschungsorientierten Masterstudiengang notwendige Fach- und Methodenwissen vermittelt wird sowie
  • der Bachelorarbeit als als schriftliche abschließende Prüfungsarbeit.

Die folgende Grafik zeigt den "Geodätischen Studienplan" mit den erforderlichen Modulen aus den verschiedenen Teilgebieten

Studienverlauf GuG (BSc)

Detaillierte Informationen zum Studienverlauf finden Sie unter Studienverlauf .

Die ausführlichen Beschreibungen der Module werden regelmäßig unter Modulbeschreibungen zur Verfügung gestellt.

 


Prüfungsordnung

Die aktuelle Prüfungsordnung für den Bachelorstudiengang Geodäsie und Geoinformation finden Sie unter
www.uni-bonn.de/studium/im-studium/studienorganisation/pruefungsordnungen

Ansprechpartner in prüfungsrechtlichen Angelegenheiten für den Bachelorstudiengang Geodäsie und Geoinformation ist

Dipl.-Ing. Bernd Binnenbruck
Prüfungsamt der Landwirtschaftlichen Fakultät
Nußallee 17
53115 Bonn
Tel.+49 228 73 3572
Fax.: +49 228 73 2988
E-Mail: [Email protection active, please enable JavaScript.]
Sprechzeiten: nach Vereinbarung

 


Auslandsstudium

Im Rahmen des Bachelorstudiums Geodäsie und Geoinformation ist ein Auslandsstudium schwer zu realisieren. Das aufbauend folgende Masterstudium ist in der individuellen Studiengestaltung flexibler und erlaubt sowohl einen ein- als auch zweisemestrigen Auslandsaufenthalt. Dieser ist nicht streng organisiert. Internationale Studiengänge, zu denen gerne Kontakte hergestellt werden können, finden Sie an interessanten Studienorten, wie z.B. Calgary, Delft, New South Wales oder Stockholm. Weitere Informationen zu den dort angebotenen Studienprogramme bieten wir Ihnen unter Auslandsstudium .

 


Praktika

Ein Berufspraktikum wird vor Studienbeginn nicht gefordert, aber empfohlen. Solch ein ingenieurgeodätisches Vorpraktikum im Umfang von ca. vier bis acht Wochen kann z.B. bei einem „Öffentlich bestellten Vermessungsingenieur (ÖbVI)“ oder dem städtischen Katasteramt absolviert werden. Universitär geleitete Praktika sind in das Studium integriert.

 


Was sagen unsere Studierenden?

Natürlich werden auch die Studierenden zu Ihrer (Un-)Zufriedenheit befragt. Einige Meinungen sind unter Studierende über ihr Geodäsie-Studium in Bonn gerne nachzulesen.

 


Unser Institut

Die Lehre im Bachelorstudiengang Geodäsie und Geoinformation wird weitestgehend vom Institut für Geodäsie und Geoinformation (IGG) getragen. Als eine der wenigen Universitäten sind in Bonn alle geodätischen Teildisziplinen durch eigene Professuren vertreten. Diese sind:

  • Astronomische, physikalische und mathematische Geodäsie (Satellitengeodäsie und Schwerefeld der Erde, Geodätische Methoden, Geodätische Erdsystemforschung)
  • Theoretische Geodäsie (Datenanalyse, Modellierung und wissenschaftliches Rechnen)
  • Photogrammetrie (Computer Vision und Fernerkundung)
  • Geodäsie (Messtechnik, Ingenieurgeodäsie und Satellitenmesstechnik)
  • Geoinformation (Geoinformation und Geoinformationssysteme)
  • Städtebau (Bodenordnung und Grundstücksbewertung)

Das Lehrangebot in den Grund- und Wahlpflichtmodulen wird durch Veranstaltungen benachbarter Fachbereiche der Mathematik (INS), Physik (PI, HISKP) sowie der Geowissenschaften (Geographie, Meteorologie) ergänzt.


Forschungsschwerpunkte

Globale dynamische Veränderungsprozesse sowie erhebliche Nachhaltigkeitsdefizite bei der Ressourcennutzung erfordern ein hochgenaues und kontinuierliches Monitoring von Trends und Wirkungsmechanismen, einschließlich der Prozesse für die Inanspruchnahme der Ressource Fläche. Der nachhaltige Umgang mit Ressourcen ist ein zentrales Anliegen von Politik und Gesellschaft. Die Fachgruppe Geodäsie und Geoinformation verfolgt daher den Forschungsschwerpunkt 

„Erfassung, Abbildung und Gestaltung der Erde“

 der sich mit dieser Thematik auf globaler, regionaler und lokaler Ebene auseinandersetzt. Diese Forschung trägt dazu bei, dass der Diskurs rational geführt und auf quantitative Grundlagen gestützt wird. So kann auch die Nutzung der Ressourcen optimiert werden. 

Ein grundsätzliches Anliegen des Forschungsschwerpunkts ist die Beherrschung der Prozesskette von der Erfassung, Analyse, Bewertung und Visualisierung bis hin zur Strategieentwicklung und Gestaltung des Raumes. 

Global ...

... geht es um den Aufbau und die Bereitstellung eines einheitlichen, weltumspannenden Bezugsrahmens, der die Voraussetzungen dafür schafft, dass raum-zeitliche Veränderungen nachweisbar und quantifizierbar werden. Dazu gehört die hochgenaue und hochauflösende satellitengestütze Bestimmung des Gravitationsfeldes und der Oberflächengeometrie der Erde als Grundlage für die Erfassung klimabedingter Schwankungen des Meeresspiegels und die Bestimmung plattentektonischer Bewegungen mit Hilfe der Beobachtung extragalaktischer Radioquellen (VLBI). Die VLBI-Gruppe konzipiert und koordiniert in Kooperation mit dem Max-Planck-Institut für Radioastronomie weltumspannende Referenznetze, Messkampagnen und Auswertungen zur Erfassung von Schwankungen der Erdrotation. An der Konzeption zweier Satellitenmissionen (CHAMP und GRACE) zur Bestimmung des Erdschwerefeldes und der Auswertung der Daten ist die Bonner Geodäsie maßgeblich beteiligt. Die Bedeutung dieser Arbeiten liegt in der Bereitstellung neuartiger Informationen für die Modellierung ozeanischer Transporte, des hydrologischen Kreislaufs, der Eismassenbilanzierung und der Geodynamik. Das Forschungsthema „Globales und regionales Geodätisches Monitoring" ist eine wichtige Schnittstelle zum Kernanliegen der Bonner Erdwissenschaften. Dabei wird auch ein globales Referenzsystem als wesentliche Voraussetzung für die Satellitenmesssysteme GPS und GALILEO bereitgestellt und verfeinert. Das sind wesentliche Grundlagen für Mobile GIS, Location Based Services (LBS) und Precision Farming. Methodische Herausforderungen ergeben sich aus den extrem hohen Genauigkeitsanforderungen im Millimeter-Bereich und der Komplexität der den verschiedenen Messverfahren zugrunde liegenden physikalischen Modelle. 

Regional ...

... geht es zum einen darum, eine bedarfsorientierte Infrastruktur zu schaffen, um hochaktuelle und hochgenaue Daten für Entwicklungsfragen der Region zur Verfügung zu stellen. Zum anderen entwickelt sich die Region zu der zentralen Handlungs- und Entscheidungsebene für die Raumentwicklung. Daher liegt eine besondere Herausforderung in der ganzheitlichen Erfassung und Analyse räumlicher, wirtschaftlicher, ökologischer, sozialer und rechtlicher Wirkungszusammenhänge. Es sollen nutzergerechte Formen der Visualisierung und Georeferenzierung von Daten, Strukturen und Prozessen auf der regionalen Ebene wie z. B. durch 3D-Landschafts- und Stadtmodelle, Geländemodelle und interaktive multimediale Bildschirmkarten erschlossen werden, um die Kluft zwischen Experten, Entscheidungsträgern und Bürgern zu verringern. Die methodische Herausforderung liegt vor allem in der Beherrschung der Heterogenität der geometrischen und semantischen Modelle der zu integrierenden Daten. 

Lokal ...

... geht es um die Entwicklung von Methoden und Verfahren zur hochgenauen Objekterfassung bis in den Sub-Millimeter-Bereich; Anwendungen liegen in der Planung und dem Bau von ICE-Trassen, der Überwachung von Rutschungen, Staudämmen und anderen Bauwerken, in der Beobachtung von Fahrzeugen und der Erfassung ihrer Bewegung zur Lösung von Navigationsaufgaben wie der Präzisionslandwirtschaft. Herausforderungen ergeben sich bei der Realisierung von Echtzeitsystemen, der angemessenen Auswahl geeigneter Sensoren, der Integration von Sensorinformationen und der Bewertung der Qualität der abgeleiteten Informationen. Ein weiteres Forschungsfeld auf der lokalen Ebene ist die nachhaltige Flächennutzung in urbanen und ruralen Räumen mit der zentralen Herausforderung, eine flächen- und energiesparende Siedlungsstruktur zu unterstützen. Ziel ist die Entwicklung von Werkzeugen zur Unterstützung von Planungsprozessen und -entscheidungen für Aufgaben der Analyse und Bewertung von z. B. Ausgangssituationen, Planungsvarianten und Risiken.

 

Diese globalen, regionalen und lokalen Forschungsthemen sind durch übergeordnete methodische Fragestellungen verknüpft, wie die Entwicklung von Sensor-, Daten- und Objektmodellen sowie die Datenintegration und Datenqualität.

Weitere Informationen finden Sie auf den Forschungsseiten der Professuren der Fachgruppe Geodäsie und Geoinformation.

Artikelaktionen