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Mit Erasmus+ im europäischen Ausland studieren

Erasmus-Studium Europa

Sie studieren oder promovieren an der Universität Bonn und möchten ins europäische Ausland? Dann können Sie mit dem Erasmus-Programm ein Semester oder ein Jahr an einer Partnerhochschule Ihres Fachbereichs verbringen.

Das Wichtigste in Kürze

Key facts

  • Im europäischen Ausland studieren
  • An einer Partnerhochschule Ihres Fachbereichs
  • Für ein oder zwei Semester
  • Erlass der Studiengebühren an der Partnerhochschule plus finanzielle Förderung 
  • Anerkennung der im Ausland erbrachten Studien- und Prüfungsleistungen
  • Betreuung durch die Universität Bonn und die Gasthochschule
  • Einbindung in die „Erasmus community“

Wer unterstützt Ihre Bewerbung?

In jedem Fachbereich gibt es eine Erasmus-Fachkoordination, an die Sie sich bei Fragen zu den Partnerhochschulen und zur Bewerbung wenden können. Nach der Auswahl durch Ihre Erasmus-Fachkoordination unterstützt Sie das Dezernat Internationales bei der organisatorischen Vorbereitung und Durchführung Ihres Erasmus-Aufenthalts.

Erasmus+ kurz erklärt

Im Ausland ein oder zwei Semester studieren? Im folgenden Video wird erklärt, wie das Erasmus-Studienprogramm funktioniert.

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Im Ausland studieren mit Erasmus+ #kurzerklärt (Quelle: DAAD)
 

Wenn Sie sich für ein Praktikum im europäischen Ausland interessieren, finden Sie weitere Informationen auf der Website Erasmus-Praktikum.

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Grundlage für die Teilnahme der Universität Bonn am Erasmus-Programm ist die Erasmus Charta für die Hochschulbildung.

 

Partnerhochschulen

Insgesamt arbeitet die Universität Bonn mit rund 300 Partnerhochschulen in 30 europäischen Ländern zusammen (aktuelle Länderliste: Erasmus-Programmländer).

Im Erasmus-Studienprogramm schließen einzelne Fachbereiche Verträge mit Partnerhochschulen in Europa ab. Deshalb können Sie sich nur auf Plätze an Hochschulen bewerben, mit denen Ihr Fachbereich kooperiert. Eine Übersicht der Erasmus-Partnerschaften finden Sie auf der Seite Ihrer Erasmus-Fachkoordination oder im Suchportal für Austauschprogramme Mobility-Online.

Im Suchportal finden Sie neben Informationen zu den Partnerhochschulen auch Erfahrungsberichte von Bonner Studierenden, die bereits am Erasmus-Programm teilgenommen haben.

Mit Erasmus+ weltweit studieren

Im Erasmus-Programm haben einige Fachbereiche auch Austauschvereinbarungen mit außereuropäischen Hochschulen. Weitere Informationen zu den Fördermöglichkeiten und Bewerbungsbedingungen finden Sie auf der Website Erasmus-Studium weltweit.

 

Bewerbung

Was muss ich vor meiner Bewerbung wissen?

Voraussetzungen

  • Sie sind zum Zeitpunkt der Bewerbung und während des gesamten Auslandsaufenthalts regulär an der Universität Bonn als Studierende*r oder Doktorand*in eingeschrieben. 
  • Ihre Staatsangehörigkeit spielt keine Rolle.
  • Sie haben bei Antritt des Aufenthalts mindestens das erste Studienjahr abgeschlossen (Bachelor). Im Master können Sie sich ab dem ersten Semester bewerben.
  • Ihr Aufenthalt dauert mindestens 3, maximal 12 Monate (Ausnahme: Trimester an der Gasthochschule).
  • Sie verfügen über ausreichende Sprachkenntnisse der Unterrichtssprache.
  • Bitte informieren Sie sich auf der Seite Ihrer Erasmus-Fachkoordination über zusätzliche fachspezifische Voraussetzungen.

Wie bewerbe ich mich?

  • Informieren Sie sich, welche Erasmus-Partnerschaften in Ihrem Fachbereich bestehen.
  • Schauen Sie sich auf den Internetseiten der Partneruniversitäten das Studienangebot an.
  • Lassen Sie sich von Ihrer Erasmus-Fachkoordination beraten.
  • Beachten Sie die Bewerbungsfristen Ihres Fachbereichs. Die Fristen für das darauffolgende akademische Jahr liegen in der Regel zwischen Dezember und Februar.
  • Die Bewerbung und Auswahl für einen Erasmus-Studienplatz erfolgt nur über Ihre Erasmus-Fachkoordination. 

Wie geht es nach der Auswahl weiter?

Nach der Auswahl nominiert Ihre Erasmus-Fachkoordination Sie an der Partnerhochschule. Sie registrieren sich in Mobilty Online des Dezernat Internationles. Die Auszahlung des Mobilitätszuschusses erfolgt durch das Dezernat Internationales.

 

Förderung

Pro Studienphase (Bachelor, Master, Promotion) können Sie bis zu 12 Monate mit Erasmus+ im Ausland verbringen, im Staatsexamen 24 Monate. Durch ein Zweitstudium erhöht sich der Anspruch auf Förderung nicht.

Bisherige Erasmus-Auslandspraktika und Erasmus-Förderungen einer anderen Hochschule werden mit eingerechnet.

Die Erasmus-Förderung setzt sich aus folgenden Elementen zusammen

  • Vermittlung des Studienplatzes
  • Status „Erasmus-Programmstudierende“ an der Gasthochschule: Betreuung durch die Gasthochschule sowie Erlass der Studiengebühren.
  • Kostenlose Online-Sprachkurse
  • Unterstützung bei der Vorbereitung des Auslandsaufenthalts 
  • Darüber hinaus erhalten Erasmus-Studierende/ ‑Promovierende in der Regel einen Mobilitätszuschuss. Die europäischen Zielländer sind dabei nach den durchschnittlichen Lebenshaltungskosten in drei Ländergruppen mit unterschiedlichen Förderraten unterteilt.
  • Für Studierende/ Promovierende mit einem Grad der Behinderung ab 30 und für Studierende, die ihre Kinder mit ins Auslandsstudium nehmen, gibt es zusätzliche finanzielle Fördermöglichkeiten.

Wie hoch ist der Mobilitätszuschuss?

Die monatlichen Förderraten sind für alle Hochschulen in Deutschland identisch und werden in der Regel jedes Jahr neu festgelegt.

Für die Jahre 2019/20 und 2020/21 gilt:

  • Ländergruppe 1: 450 € pro Monat (15 €/ Tag)

    Dänemark, Finnland, Irland, Island, Liechtenstein, Luxemburg, Norwegen, Schweden, Vereinigtes Königreich

  • Ländergruppe 2: 390 € pro Monat (13 €/ Tag)

    Belgien, Frankreich, Griechenland, Italien, Malta, Niederlande, Österreich, Portugal, Spanien, Zypern

  • Ländergruppe 3: 330 € pro Monat (11 €/ Tag)

    Bulgarien, Estland, Kroatien, Lettland, Litauen, Polen, Republik Nordmazedonien, Rumänien, Serbien, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik, Türkei, Ungarn

Info: Die Schweiz ist zurzeit kein Erasmus-Programmland, fördert jedoch deutsche Austauschstudierende aus eigenen Mitteln. Weitere Informationen erhalten Sie bei Ihrer Erasmus-Fachkoordination oder bei der jeweiligen schweizerischen Universität.

Die Auszahlung des Mobilitätszuschusses erfolgt in zwei Raten, zu Beginn und am Ende des Auslandsstudiums.

Das Dezernat Internationales informiert alle ausgewählten Erasmus-Studierenden über die nötigen Formalitäten und ist zuständig für die Verteilung der finanziellen Zuschüsse.

Kann ich die Erasmus-Förderung mit BAföG oder einem anderen Stipendium kombinieren?

BAföG-Empfänger*innen erhalten den regulären Erasmus-Mobilitätszuschuss. Der Anteil des Mobilitätszuschusses, der über 300 € pro Monat liegt, wird jedoch auf den BAföG-Bedarf angerechnet. Selbst wenn Sie für Ihr Studium in Deutschland nicht BAföG-berechtigt sind, empfehlen wir Ihnen, sich auf der Website „BAföG“ des BMBF über Auslands-BAföG zu informieren.

Ein Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) und eine Förderung im Rahmen von Erasmus+ können nicht gleichzeitig in Anspruch genommen werden.

Eine Erasmus Mundus-Förderung und ein Erasmus-Zuschuss können nicht gleichzeitig in Anspruch genommen werden.

Wenn Sie ein Stipendium von einer anderen Institution (z.B. Stiftung, Deutschlandstipendium) bekommen, erhalten Sie den regulären Erasmus-Fördersatz. Bitte informieren Sie Ihren Stipendiengeber aber über den Erasmus-Zuschuss.

Gibt es zusätzliche Förderung für besondere Lebenssituationen?

Für Studierende mit Behinderungen (ab GdB 30) und für Studierende mit Kind besteht die Möglichkeit einer zusätzlichen Förderung im Erasmus-Programm. Alle ausgewählten Erasmus-Studierenden, die dies in ihrer Online-Registrierung beim Dezernat Internationales angeben, erhalten weitere Informationen.

Allgemeine Hinweise finden Sie auch auf der Website der Erasmus-Nationalagentur im DAAD.

Für weitere Beratung können Sie sich auch an die Beauftragte für Studierende mit Behinderung oder chronischer Erkrankung bzw. an das Familienbüro wenden.

Weitere Informationen finden Sie auch auf der vom Erasmus Student Network (ESN) veröffentlichten Website exchangeability und der Online-Plattform MappED, in der Hochschuleinrichtungen ihre Angebot für Studierende mit besonderen Bedürfnissen beschreiben können.

 

Sprachkenntnisse

Um sinnvoll und erfolgreich im Ausland studieren zu können, sollten Sie auch die Sprache des Gastlandes gut beherrschen, mindestens jedoch die Unterrichtssprache, die an vielen Partnerhochschulen von der Landessprache abweichen kann. Einige Fachbereiche bzw. Partnerhochschulen verlangen für die Bewerbung um einen Erasmus-Platz auch einen Sprachnachweis. Deshalb ist es empfehlenswert, dass Sie sich so früh wie möglich die entsprechenden Sprachkenntnisse aneignen bzw. diese vertiefen. Die Universität Bonn bietet selbst ein umfangreiches Sprachkursangebot.

Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt „Sprachliche Vorbereitung“ auf der Seite Organisatorisches rund um den Aufenthalt im Ausland.

Kostenlose Online-Sprachkurse

Wenn Ihnen Ihre Erasmus-Fachkoordination einen Studienplatz anbieten kann, erhalten Sie während der Vorbereitungszeit die Möglichkeit, an kostenlosen Online-Sprachkursen der EU teilzunehmen. Die Lizenzen dafür stellt Ihnen das Dezernat Internationales im Mai bzw. Dezember zur Verfügung.

Anerkennung von Studien- und Prüfungsleistungen

Mit einem Auslandsstudium ist auch die Frage verbunden, ob und in welchem Umfang Sie die im Ausland erbrachten Studien- und Prüfungsleistungen nach Rückkehr an der Universität Bonn für Ihr Studium anerkennen lassen können.

Learning Agreement

Anerkennung ist im Erasmus-Programm von großer Bedeutung, und sie ist klar geregelt. Das sogenannte Learning Agreement ist das zentrale Erasmus-Dokument, das Sie vor dem Beginn ihres Auslandsstudiums gemeinsam mit den verantwortlichen Personen Ihres Fachbereichs in Bonn und an der Partnerhochschule ausfüllen müssen. Dort tragen Sie sowohl die Kurse ein, die Sie an der Partnerhochschule belegen möchten, als auch die Bonner Module, die durch die Kurse an der Partnerhochschule ersetzt werden sollen. Nach Ihrem Auslandsaufenthalt können Sie unter Vorlage Ihres Learning Agreements und des Transcript of Records (Zeugnis) der Partnerhochschule die Anerkennung der im Ausland erbrachten Studienleistungen bei Ihrem zuständigen Prüfungsamt/ -ausschuss beantragen.

Auch Promovierende müssen ein Learning Agreement erstellen. Die Anforderungen sind jedoch flexibler.

Das sollten Sie bei Ihrer Planung beachten!

Bereits bei der Auswahl der passenden Partnerhochschule sollte die Frage der möglichen Anerkennung der dort erbrachten Leistungen ein zentrales Kriterium sein.

Was ist zu tun?

  • Informieren Sie sich so früh wie möglich über das Studienangebot an der Gasthochschule. 
  • Gleichen Sie dieses mit den Lehrveranstaltungen ab, die Sie an der Universität Bonn noch zu erbringen hätten und gern im Ausland absolvieren möchten.
  • Setzen Sie sich mit Ihrer Erasmus-Fachkoordination, Ihrer Fachberatung oder dem zuständigen Prüfungsamt in Verbindung, um die Anrechnung zu klären.

Details zum Anerkennungsverfahren finden Sie entweder auf den Internetseiten Ihres Instituts oder auf Anfrage bei Ihrer Erasmus-Fachkoordination.

Die Anerkennung von im Ausland erbrachten Leistungen erfolgt an der Universität Bonn auf der Grundlage der Prüfungsordnungen, die mit der Lissabon-Konvention über die Anerkennung übereinstimmen.

Weiterführende Informationen

Faltblatt der Hochschulrektorenkonferenz: „Auslandsstudium und Anerkennung“

 

Beratung und Kontakt

Gudrun Hille
Erasmus-Studium Europa (Outgoing)
Telefon: +49 228 73-6191

E-Mail: [Email protection active, please enable JavaScript.]

Sprechzeiten

Di 10.00–12.30 Uhr, Do 13.30–16.00 Uhr
und nach Vereinbarung

 

Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.

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