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Datum: 13.02.2019

Rhodes-Stipendium für den Bonner Studenten Peter Holderrieth Mathematikstudent der Universität Bonn erhält ein renommiertes Rhodes-Stipendium.

Der Bonner Student Peter Holderrieth ist einer von zwei deutschen Studenten, die ein Rhodes-Stipendium erhalten haben, um ab Herbst 2019 an der Oxford-Universität studieren zu können. Das Rhodes-Stipendium ist das weltweit älteste und eines der angesehensten internationalen Stipendienprogramme. Neben der Finanzierung eines Aufbaustudiums in Oxford bietet das Stipendium seinen Stipendiaten ein Programm mit Sonderveranstaltungen, Retreats und Networking-Möglichkeiten. Fast 8.000 Rhodes-Stipendiaten haben im Laufe ihrer Karriere an der Spitze in den Bereichen Politik - wie etwa US-Präsident Bill Clinton -, Bildung, Kunst, Handel, Forschung und anderen Sektoren mitgewirkt.

Peter Holderrieth (21) ist Bachelor-Student der Mathematik an der Universität Bonn und interessiert sich besonders für Wahrscheinlichkeitstheorie. Er ist Tutor am Mathematischen Institut und Teil des Honors-Programms der Universität Bonn für talentierte Studierende. Letztes Jahr beschloss er seinen Master an der Oxford Universität zu machen und suchte deshalb nach Stipendien und Finanzierungshilfen.

"Als ich über das Rhodes-Stipendium las, dachte ich, das ist genau das was ich möchte. Man muss akademisch exzellent sein, aber sich auch leidenschaftlich für soziale und technologische Herausforderungen unserer Zeit interessieren."

Die Kriterien für ein Rhodes-Stipendiat gehen über die akademische Exzellenz hinaus. Gesucht werden "junge Führungspersönlichkeiten mit herausragendem Intellekt und Charakter, die motiviert sind, sich mit globalen Herausforderungen zu befassen, sich im Dienste anderer zu engagieren und versprechen, wertorientierte, prinzipientreue Führungspersönlichkeiten zu werden für die Welt unserer Zukunft."

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Peter Holderrieth im Hausdorff Research Center for Mathematics (HIM) der Universität Bonn.

Als Praktikant im Bundestag und als Stipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Studienstiftung des deutschen Volkes verfolgt er sein Interesse an Philosophie und Politik.

Neben seinem Studium schwimmt Peter Holderrieth, spielt Gitarre und komponiert Musik. Bereits in jungen Jahren debütierte seine erste Orchesterkomposition mit der Unterstützung seines Musiklehrers Claus Kühner auf der Bühne. Er hat jetzt weniger Zeit während seines Studiums, aber er hat es geschafft, eine seiner neuen Stücke "Hoffnungsschimmer" auf der Weihnachtsfeier der mathematischen Fakultät der Universität Bonn aufzuführen (die Aufnahme können Sie auf SoundCloud hören). Holderrieth: "Ich mache Musik, weil es das Gegenteil von Mathematik ist. Es ist emotional und hat keine Regeln wie die Mathematik. Ich habe mich für ein College mit einer großen Musikgesellschaft in Oxford beworben. Ich hoffe das klappt". Das Empfehlungsschreiben, das Peter Holderrieth für das Stipendium einreichen musste, stammte natürlich von seinem Musiklehrer und von seinen Professoren Andreas Eberle, Barbara Niethammer und Wolfgang Lück.

Auf die Frage, ob er nach Bonn zurückkehren wird, sagt Peter Holderrieth mit einem Lächeln: "Ich komme zwar aus Süddeutschland und habe mich aufgrund des hervorragenden Rufs in der Mathematik speziell für ein Studium in Bonn entschieden. Ich habe hier eine hervorragende und solide Ausbildung erhalten und fühle mich gut vorbereitet, wofür ich dankbar bin. Ob ich wiederkomme, ist offen, wer weiß! Ich genieße meine Zeit hier wirklich sehr."

Der Rhodes Trust an der Universität Oxford vereint und entwickelt außergewöhnliche Menschen aus aller Welt und in allen Studienbereichen. Jedes Jahr erhalten zwei deutsche Studierende ein Stipendium. Dies ist das erste Jahr, in dem 100 neue Stipendien nach mehrjähriger Expansion vergeben werden.

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