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Datum: 21.12.2017

Neue Forschergruppe untersucht Fossilisation mit modernsten Methoden

Wie werden aus Organismen Fossilien? Mit dieser Frage befasst sich die neue Forschergruppe „Die Grenzen des Fossilberichtes: Analytische und experimentelle Ansätze zum Verständnis der Fossilisation“, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft in den nächsten drei Jahren mit rund 2,5 Millionen Euro gefördert wird. Dabei sollen modernste Analytik unter anderem aus der Chemie und Pharmazie zum Einsatz kommen.

Obwohl der Fossilbericht die Hauptquelle für die Geschichte des Lebens auf der Erde ist, bleibt das Verständnis der materiellen Natur der Fossilien bislang lückenhaft. „Wir wissen nicht, was fossiler Knochen wirklich ist – anscheinend nicht nur `Stein´, sondern auch alle möglichen organischen Reste“, sagt der Sprecher der neuen Forschergruppe, Prof. Dr. Martin Sander vom Steinmann-Institut der Universität Bonn. Was aus Forschersicht bislang auch nicht ausreichend untersucht ist, wie zum Beispiel Haut, Dinosauriereier oder in seltenen Fällen sogar Muskeln „versteinern“ können.

Ziel der Forschergruppe ist es, neueste Technologien der Bildgebung und Analyse auf Fossilien von Pflanzen sowie Weichkörperreste von Arthropoden und Wirbeltieren anzuwenden, um den Prozess der Fossilisation besser zu verstehen. Mit modernster Analytik aus der organischen Chemie und der Pharmazie – darunter Massenspektrometrie und Ramanspektroskopie – wollen die Wissenschaftler Licht ins Dunkel bringen.

Neben dem Steinmann-Institut sind das Kekulé-Institut für Organische Chemie, das Pharmazeutische Institut und das Institut für Mikrobiologie der Universität Bonn sowie auch Arbeitsgruppen der Universität Mainz beteiligt.


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