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Datum: 31.07.2007

Mathematik bei Brezeln, Musik und Wein Im Bonner Hausdorff-Institut treffen junge Mathematik-Talente auf führende Forscher ihrer Zunft

Es ist schon ein internationales Grüppchen, das seit dem ersten Juni an der Universität Bonn zu Gast ist: Rund zwei Dutzend Forscher aus Asien, Europa und den USA sind der Einladung des Hausdorff Research Institutes for Mathematics ins Rheinland gefolgt. Sie treiben noch bis Ende September schwierige Fragen ihres Fachgebiets voran. Entspannt wird es dagegen am kommenden Donnerstag, 2. August, im Hausdorff-Institut zugehen: Die Organisatoren laden ihre Gäste zu einem geselligen Abend bei Brezeln, Musik und Wein ein, zu dem auch Journalisten herzlich willkommen sind. Dabei besteht Gelegenheit zum Gespräch mit den Wissenschaftlern. Die Veranstaltung in der Poppelsdorfer Allee 45 beginnt um 20 Uhr.

Dreimal jährlich will Institutsdirektor Professor Dr. Matthias Kreck Mathematiker aus aller Welt nach Bonn holen. "Wir wählen ein aktuelles mathematisches Gebiet aus und bringen rund zwanzig bis dreißig Wissenschaftler zusammen, damit sie ein paar Monate an diesem Thema arbeiten", erklärt er. Dabei treffen junge Talente auf Forscher von Weltruf: ein Schmelztiegel, in dem - so die Hoffnung - neue Ideen besonders gut gedeihen können.



Dazu trägt auch die internationale Zusammensetzung der Gäste bei: Nur vier Deutsche sind bei dem ersten Trimester-Programm dabei. Der Rest stammt aus anderen Ländern Europas, Asien und den USA. Wichtig ist den Veranstaltern auch die soziale Komponente. "Daher auch am Donnerstag unser "BMW"-Abend", schmunzelt Kreck - BMW steht für Brezeln, Musik und Wein. Vetreter der Medien sind ausdrücklich eingeladen, dabei zu sein, betont der ehemalige Direktor des weltberühmten mathematischen Forschungsinstituts Oberwolfach.



Finanziert wird das Trimester-Programm aus Mitteln der Exzellenzinitiative. Darin hatte sich die Universität Bonn im vergangenen Jahr mit einem mathematischen Clusterantrag durchgesetzt. Es ist bundesweit das einzige mathematische Exzellenzcluster, das zum Zuge kam. Rund 6,5 Millionen Euro jährlich fließen dafür bis Ende 2010 aus den Kassen von Land und Bund an den Rhein.



Schon vor diesem Erfolg hatten die Bonner Mathematik und mathematische Ökonomie international einen guten Klang. So arbeiten an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität und am Max-Planck-Institut (MPI) für Mathematik zahlreiche Wissenschaftler von Weltruf. Darunter ist mit dem MPI-Direktor Gerd Faltings der einzige deutsche Träger der Fields-Medaille - einer Auszeichnung, die in der Mathematik mit dem Nobelpreis vergleichbar ist. Am Cluster sind außerdem die Bonner Ökonomen beteiligt. In ihren Reihen befindet sich der einzige deutsche Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften, Professor Dr. Reinhard Selten.



Kontakt:

Professor Dr. Matthias Kreck

Hausdorff Research Institute for Mathematics der Universität Bonn

Telefon: 0228/73-4889

E-Mail: kreck@him.uni-bonn.de






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