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Datum: 19.02.2019

Ein Pionier der Japanforschung im Universitätsmuseum Universitätsmuseum: Schätze aus dem Nachlass des Japangelehrten Friedrich Max Trautz.

Bis zum 21. April 2019 zeigt das Universitätsmuseum Bonn Objekte aus dem Nachlass des Japangelehrten Friedrich Max Trautz.

Friedrich Max Trautz (1877-1952) war ein Pionier der deutschen Japanforschung. Über Jahrzehnte entstand eine Sammlung, die von historischen Buchdrucken mit Szenerien der Tokugawa-Zeit (1603–1868) über Fotografien der japanischen Frühmoderne sowie (zeitgeschichtlichen) Bilddokumenten aus Japan, Korea und China bis hin zu Postkarten reicht. Seine Filmaufnahmen erlauben uns einen seltenen Blick in das Japan der 1930er Jahre. Trautz war Berufsoffizier. Während einer längeren Beurlaubung in den Jahren 1909 und 1910 reiste er u. a. nach Japan, China und Korea.

Einen großen Teil des Nachlasses vermachte Trautz' Witwe Hilda der Bonner Japanologie. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) förderte Ende der siebziger Jahre die „Erschließung“, was die Erstellung eines Katalogs durch Heinz-Ludwig Nöllenburg und Yoshida Masaru ermöglichte, darunter Fotoabzüge, Glaspositive, Postkarten, Landkarten, Filmaufnahmen sowie persönlichen Korrespondenzen. Im Universitätsmuseum Bonn werden vom 9. Januar bis zum 21. April 2019 einige der schönsten Stücke dieser in Deutschland einmaligen Sammlung zum ersten Mal öffentlich präsentiert.

Die Ausstellung wurde unter Leitung der Professoren Dr. Harald Meyer und Dr. Reinhard Zöllner, Abteilung für Japanologie und Koreanistik der Uni Bonn, kuratiert: "Die diversen eindrucksvollen Objekte zeigen, dass Trautz ein Jäger und Sammler war, der uns als Japanologe der ersten Stunde des Fachs näher steht als seine damals fast ausschließlich philologisch arbeitenden Kollegen, die keine umfangreichen Sammlungen hinterließen", erklärt Prof. Dr. Meyer.

Am 29. März erscheint ein Sammelband zum Nachlass des Friedrich Max Trautz. Die öffentliche Präsentation findet statt im Japanischen Kulturinstitut, Universitätsstraße, Köln. Auf Wunsch werden Führungen durch die Ausstellung angeboten. Interessierte melden sich bei Frau Abert unter Tel. 0228-73-7397. Die Ausstellung ist noch bis zum 21. April 2019 im Universitätsmuseum Bonn, Regina-Pacis-Weg 1, 53113 Bonn, zu sehen. Das Museum ist geöffnet mittwochs bis sonntags, von 12:00 bis 16:30 Uhr.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Harald Meyer
Geschäftsführender Direktor Institut VIII (IOA)
Universität Bonn, Institut für Orient- und Asienwissenschaften,
Abteilung für Japanologie und Koreanistik
Brühler Str. 7, 53119 Bonn
Tel. 0049-228-73-7599
E-Mail: [Email protection active, please enable JavaScript.]
 

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