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Datum: 19.08.2009

Junge Wissenschaftler ganz groß Die mit den Dr. Hans Riegel-Fachpreisen ausgezeichneten Facharbeiten stehen fest

„Kein Erfolg ohne Mühe und Arbeit“ – das haben sich auch Schüler aus Bonn und Umgebung gedacht und viel Anstrengung in ihre Facharbeiten gesteckt. Jetzt haben die Dr. Hans Riegel-Stiftung und die Universität Bonn die besten Beiträge in den Fächern Biologie, Geographie, Mathematik und Chemie ausgewählt und mit stattlichen Preisgeldern honoriert. Am Mittwoch, 19. August, fand die Überreichung der Urkunden im Festsaal der Universität Bonn statt. Ausgezeichnet wurden unter anderem Adrian Labeit für seine Arbeit im Fach Chemie über die Identifizierung von „Gammelfleisch“ und Christian Füllner, der im Bereich Geographie über Grönlands Klima schrieb.

Seit 2007 zeichnen die Dr. Hans Riegel-Stiftung und die Universität Bonn die besten Facharbeiten mit einer Urkunde und Geldpreisen aus. In diesem Jahr wurde das Fächerspektrum von Biologie, Geographie und Mathematik um das Fach Chemie erweitert. Die vier Erstplatzierten können sich über jeweils 600 Euro freuen. Für die Plätze zwei und drei winken je 400 bzw. 200 Euro. „Die Schülerinnen und Schüler haben wieder viele aktuelle Themen aufgegriffen und zum Teil mit bemerkenswert guten Ergebnissen bearbeitet“, berichtet der Geschäftsführer der Stiftung Marco Alfter. 

Auch Adrian Labeit von der Integrierten Gesamtschule Beuel hat sich an einem gegenwärtigen Thema orientiert, dem Gammelfleischskandal. In seiner Arbeit untersucht er, wie man anhand der Fleischproteine eine Unterbrechung der Kühlkette beim Transport feststellen kann. Dafür isolierte er in seinem selbst gebastelten Labor zu Hause das Muskelprotein Titin und konnte anhand von Veränderungen die Lagerungszeit und auch die Lagerungsbedingungen bestimmen. Mit nur eingeschränkten Mitteln konnte Adrian Labeit schon erste Ansätze schaffen, um in Zukunft die Verbraucher vor Gammelfleisch zu schützen. Dies beeindruckte auch die Jury aus renommierten Wissenschaftlern der Universität Bonn, die an seine Facharbeit den 1. Platz vergab.

Einen Sieg im Gebiet Geographie heimste Christian Füllner vom Städtischen Siebengebirgsgymnasium in Bad Honnef ein. Er beschrieb Grönlands Klimawandel im 3. Jahrtausend. Unter anderem untersuchte er, welche Auswirkungen der Temperaturanstieg durch die globale Erwärmung auf Grönland hat. Der Rückgang des Eises verdrängt kulturell wichtige Tierarten. In den Bereichen Fischfang, Landwirtschaft, Erdöl- und Erdgas sowie in der Tourismusbranche könnten sich für die Bewohner jedoch neue Einnahmequellen eröffnen. Christian Füllner schlussfolgert in seiner Arbeit, dass der Klimawandel Grönland zur politischen Unabhängigkeit verhelfen kann. Denn die Insel gehört zu Dänemark, möchte sich aber wirtschaftlich davon lösen und selbst verwalten.


Die komplette Liste der Preisträger:

Biologie:

1. Maximilian Faltinat „Eine experimentelle Untersuchung zur Regenerationsfähigkeit von Hydra spec. in Abhängigkeit ökologischer Faktoren“; Christophorusschule Königswinter

2. Stéphanie Bieber „Aspekte der Methodenerarbeitung zum Phosphor-Mangelversuch an Weißen Lupinen“; Erzbischöfliche Liebfrauenschule Bonn

3. Martin Schafhaus „Die Wiederauferstehung des Mammuts - Utopie oder Prognose?“ Gymnasium Lohmar

 

Chemie:

1. Adrian Labeit „Gammelfleischbestimmung mit der Gelelektrophorese“; Integrierte Gesamtschule Beuel

2. Peter Pauli „Herstellung von Kristallen mit Hilfe des chemischen Transports“; Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium Bonn

3. León Auer „Wasserstoffnutzung mit der Brennstoffzelle im Wasserstoff-Energiekreislauf“; Kardinal-Frings-Gymnasium Bonn

 

Geographie:

1. Christian Füllner „Grönlands Klima im 3. Jahrtausend: Prozesse - Ursachen - potentielle Auswirkungen“; Städtisches Siebengebirgsgymnasium Bad Honnef

2. Marie Debrouwere „Das Stadtklima in Bonn unter besonderer Berücksichtigung von Kaltluftentstehungsgebieten und Kaltluftschneisen“; Integrierte Gesamtschule Beuel        

3. Manuela Twrsnick „Die Beziehungen zwischen dem Freizeitpark "Phantasialand" und der Stadt Brühl“; Konrad-Adenauer-Gymnasium Bonn

 

Mathematik:

1. Felix Schmidt „Anwendungen der Integralrechnung an Praxisbeispielen in Troisdorf“; Heinrich-Böll-Gymnasium Troisdorf

2. Johanna Reul „Numerische Verfahren zur Bestimmung von Nullstellen: Newton-Verfahren verglichen mit der Regula falsi“; Erzbischöfliche Liebfrauenschule Bonn

3. Lena May „Wie werden Daten heute verschlüsselt? Der Rijndael-Algorithmus“; Otto-Kühne-Schule Bonn


Kontakt:
Dr. Andrea Grugel
Abt. 8.1 – Veranstaltungen und Identifikation
Telefon: 0228/73-9747
E-Mail: [Email protection active, please enable JavaScript.]

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