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Datum: 10.07.2019

Schutz der nicht motorisierten Verkehrsteilnehmer gewährleisten Universitätsleitung lehnt Verkehrsführung an der Nassestraße ab

Mit Sorge hat die Leitung der Universität Bonn die vom Rat der Bundesstadt Bonn beschlossene geänderte Verkehrsführung entlang der Kaiserstraße zur Kenntnis genommen. Diese umfasst in Höhe Nassestraße ein Rechtsabbiegegebot. An der Nassestraße liegen die zentrale Mensa sowie Studentenwohnheime, Universitätsinstitute befinden sich in unmittelbarer Nähe. Bereits gestern hatte das Studierendenwerk Bonn seine Bedenken öffentlich geäußert und die neue Verkehrsführung abgelehnt.

Rektor Prof. Dr. Dr. h.c. Michael Hoch sagt zu der Angelegenheit: „Die Universitätsleitung teilt die Bedenken des Studierendenwerks Bonn und lehnt die nun beschlossene Regelung ab. Wir sorgen uns insbesondere um die zahlreichen Universitätsangehörigen – Studierende, Lehrende und Beschäftigte –, die zu Tausenden täglich die richtigerweise als verkehrsberuhigte Fahrradstraße ausgewiesene Nassestraße auf dem Weg in die Mensa, zu sämtlichen Beratungsangeboten des AStA sowie des Studierendenwerks der Uni Bonn nahezu ausschließlich zu Fuß oder mit dem Fahrrad passieren.“

Die Nassestraße sei auch die wichtigste, durch die Bahnunterführung an der Königstraße schrankenlose Verbindungsachse zwischen beiden Seiten der Südstadt, um Universitätseinrichtungen wie die Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät, Institute und Bibliotheken der Philosophischen Fakultät, die Universitäts- und Landesbibliothek oder das Arithmeum zu erreichen.

Zudem wäre eine Testphase für diese aus Sicht der Universität ungeeignete Lösung insbesondere im Winterhalbjahr außerordentlich ungünstig, betont der Rektor: „Nicht nur setzt die Dunkelheit im Winterhalbjahr deutlich früher ein, es sind zu Semesterbeginn auch deutlich mehr Personen unterwegs als in den Semesterferien, darunter zahlreiche Erstsemester, die die örtlichen Gegebenheiten noch nicht kennen.“

Die Universität Bonn bitte daher die für die Verkehrsführung Verantwortlichen, diese Risiken bei der Abwägung der geplanten Maßnahme genauer in den Blick zu nehmen und Vorkehrungen zu treffen, damit der Schutz der nicht motorisierten Verkehrsteilnehmer gewährleistet ist.

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