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Datum: 17.07.2020

Universität Bonn als „Europäische Universität“ ausgezeichnet

Großer Erfolg für die internationale Zusammenarbeit an der Universität Bonn: Die Europäische Kommission fördert die Universität Bonn im Rahmen eines Hochschulnetzwerks als „Europäische Hochschule“. Das Konsortium, das zunächst für drei Jahre mit fünf Millionen Euro unterstützt wird, beschäftigt sich unter dem Titel „The European University of Brain and Technology“ (NeurotechEU) mit Neurowissenschaften in einem breiten Sinn.

Das Netzwerk umfasst insgesamt acht Partneruniversitäten, nämlich die Radboud University Nijmegen als Konsortialführer sowie die Oxford University (GB), das Karolinska Institutet (SE), die Miguel Hernández University Elche (ESP), die Boğazici University (TR), die UMF Cluj-Napoca (ROM) und die University of Debrecen (HUN). Zusätzlich beteiligen sich mehr als 250 vorrangig europäische Forschungsinstitute, NGOs und Unternehmen als assoziierte Partner an NeurotechEU.

Die Europäische Hochschule will die europäische Wettbewerbsfähigkeit in der Hirnforschung und ihrer Anwendung weiter verbessern und hervorragende Fachkräfte ausbilden, die aktuelle und künftige gesellschaftlichen Herausforderungen im Feld der Neurowissenschaften lösen können. Dazu will NeurotechEU den Austausch in den Bereichen des Studiums, der Forschung und der Verwaltungen vorantreiben: Studierende können künftig Kurse an allen beteiligten Institutionen belegen, dabei internationale Erfahrung sammeln und von der Expertise unterschiedlicher Universitäten profitieren. ^

Funktionsstörungen des Gehirns zählen zu den Ursachen zahlreicher Krankheiten und Behinderungen. Allein in Europa sind gehirnbezogene Krankheiten – wie Demenz, Sehverlust oder auch Depression – für ein Viertel aller gesundheitlichen Einschränkungen verantwortlich. Mit dem erheblichen Anwachsen der älteren Bevölkerung ist zu erwarten, dass diese Belastungen in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Vor diesem Hintergrund konzentriert sich NeurotechEU auf Neurowissenschaften und Technologieentwicklung – allerdings in einem weitgefassten, transdisziplinären Sinn.

Für Prof. Dr. Christian Henneberger vom Institut für Zelluläre Neurowissenschaften, der gemeinsam mit Dr. Kai Sicks (Dezernent für Internationales) die Koordination von NeurotechEU in Bonn federführend übernommen hat, ist gerade diese breite Perspektive wichtig: „Es ist eine große Herausforderung, die Hirnforschung und die dort relevanten Technologien in ihrer vollen Breite und notwendigen Tiefe zu vermitteln. In NeurotechEU werden das Expertenwissen und die Erfahrungen vieler europäischer Institutionen zusammengeführt, um dieses Ziel zu erreichen.“ An der Universität Bonn sind an dem Projekt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus drei Fakultäten sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der zentralen Universitätsverwaltung beteiligt.

„Die Beteiligung an der europäischen Hochschule ist ein entscheidendes Element unserer EU-Strategie – daher freuen wir uns sehr über diesen großen Erfolg“, stimmt Rektor Dr. Dr. h.c. Michael Hoch ein. „Mit der Europäischen Hochschule werden wir in der Lage sein, unsere bereits heute sehr engen europäischen Partnerschaften weiter zu intensivieren und vor allem unseren Studierenden ein durch und durch europäisches Studium zu ermöglichen – in Zeiten zunehmender Europaskepsis ist das wichtiger denn je“.

41 Europäische Hochschulnetzwerke

Die Gründung der nun 41 Europäischen Hochschulen geht auf eine Rede des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron aus dem Jahr 2017 zurück. Grundlegende Idee ist die Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftsorientierung des Studiums in Europa. Die internationale Zusammenarbeit von Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen innerhalb bestimmter wissenschaftlicher Felder soll Ausbildung und Forschung auf höchstem Niveau erlauben.
Pressemitteilung der Europäischen Kommission zur Förderentscheidung: https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/en/ip_20_1264


Kontakt:

Prof. Dr. Christian Henneberger
Institut für Zelluläre Neurowissenschaften
Telefon: +49(0)228 287 16304
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Dr. Kai Sicks
Dezernat Internationales
Telefon: +49(0)228 73 5950
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