Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Sections
Sie sind hier: Startseite Neues 100. Todestag von Eduard Strasburger
Datum: 16.05.2012

100. Todestag von Eduard Strasburger Neues Lehrgebäude trägt jetzt seinen Namen

Am 19. Mai 1912 verstarb Professor Dr. Eduard Strasburger (1844-1912). Sein Todestag jährt sich nun zum hundertsten Mal. Der Botaniker entdeckte die Teilung des pflanzlichen Zellkerns und setzte erstmalig Färbe- und Fixiermethoden in der Cytologie ein. Nach ihm wurden die Gattung Strasburgeria und die Familie der Strasburgeriaceae benannt. Die Herausgebe des noch immer als „der Strasburger“ bekannten Standard-Lehrbuchs der Botanik hält die Erinnerung an den Hochschullehrer bis heute wach. Strasburger war von 1880 bis 1912 Direktor des Botanischen Gartens der Universität Bonn. Zum Gedenken an den großen Gelehrten wurde dort jetzt anlässlich seines 100. Todestags das neue Lehr-Gewächshaus nach ihm benannt.

Eduard Strasburger wurde 1844 in Warschau geboren. Er begann sein Biologiestudium zunächst in Warschau und wechselte für kurze Zeit zur Universität Bonn. 1864 wurde er Assistent in Jena, wo er 1866 promovierte. Ein Jahr später habilitierte er sich in Warschau.1869 nahm er den Ruf nach Jena an und wechselte 1880 nach Bonn, auf den Lehrstuhl für Botanik wurde. Dieses Amt behielt er bis zu seinem Tod im Jahre 1912.

Fünf Universitäten verliehen ihm die Ehrendoktorwürde. Über 40 nationale und internationale Akademien, Gesellschaften und Vereine trugen ihm eine Mitgliedschaft an, darunter die berühmte Royal Society, zu deren Fellow er gewählt wurde. Strasburger war einer der Gründungsinitiatoren der Deutschen Botanischen Gesellschaft. 1905 wurde er mit der Linné-Medaille der Linnean Society of London ausgezeichnet. 1891/92 war er Rektor der Universität.

Neben seinen wissenschaftlichen Verdiensten war 1894 die Herausgabe des Lehrbuchs der Botanik sein bedeutendstes und nachhaltigstes Werk. Der „Strasburger“, wie er auch heute noch genannt wird, entstand in Bonn zusammen mit Fritz Noll (Teil Physiologie), Johann Heinrich Rudolf Schenck (Kryptogamen) und Andreas Franz Wilhelm Schimper (Samenpflanzen). Das Lehrbuch trug auch die Namen „Viermännerbuch“ oder „Bonner Lehrbuch“. Es ist 2008 in seiner 36. Auflage erschienen und immer noch DAS Lehrbuch der Botanik. Es wurde in acht Sprachen übersetzt.

Artikelaktionen