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Datum: 22.02.2017

Ausgründung der Uni Bonn kooperiert mit Evonik

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Dr. Jan Bergerhoff, Ökonomie-Absolvent der Universität Bonn, gründete zusammen mit Dr. Philipp Seegers und Max Hoyer candidate select (CASE). Das Startup hilft Unternehmen, die besten Kandidaten auszuwählen, indem es die Abschlüsse der Bewerber vergleicht. Nun haben die Existenzgründer, die aus der Wissenschaft kommen, einen wichtigen Meilenstein erreicht: Mit dem Spezialchemieunternehmen Evonik Industries schlossen sie für zwölf Monate einen Kooperationsvertrag.

Was für Existenzgründer in der ersten heißen Phase der Selbständigkeit zählt, ist der wirtschaftliche Erfolg des jungen Unternehmens. Diese Hürde hat das Startup candidate select (CASE) nun erfolgreich genommen. Die Gründer Dr. Jan Bergerhoff, Dr. Philipp Seegers und Max Hoyer haben mit Hilfe eines EXIST-Stipendiums des Bundeswirtschaftsministeriums ihre Gründungsidee so weit vorangetrieben, dass sie das Spezialchemieunternehmen Evonik Industries als Kooperationspartner gewinnen konnten.

„Mit dem Know-how des Forschungs-Startups der Universität Bonn erweitert Evonik Industries an dieser Stelle ganz gezielt seine Recruiting-Instrumente“, sagt der Personalchef von Evonik in Deutschland, Randolf Bursian. Das Unternehmen will mit Hilfe der innovativen Gründer die Deckung seines Fachkräftebedarfs weiter optimieren. Die Suche nach den besten Bewerbern ist für jedes Unternehmen eine Herausforderung, denn die Noten der Hochschulabsolventen lassen sich nur schwer miteinander vergleichen. „Mit CASE berücksichtigen wir die Leistung aus häufig fünf oder mehr Jahren Studium im Bewerbungsprozess genauer. Unsere Führungskräfte werden damit bei der Auswahl geeigneter Kandidaten und der Stellenbesetzung noch besser beraten“, sagt Bursian.

Statistische Notenvergleiche helfen bei der Einordnung der Bewerber

CASE nutzt für den Bewerbervergleich umfangreiche Befragungen von Studenten, in die auch Eignungsprüfungen und psychologische Tests einfließen. Auf dieser Basis werden mit statistischen Methoden die Notenverteilungen von Studienfächern an verschiedenen Hochschulen eingeordnet. „Der Algorithmus, der unseren Methoden zugrunde liegt, stammt aus der Forschung an der Universität Bonn“, berichtet CASE-Geschäftsführer Dr. Bergerhoff, der als Wissenschaftler fast fünf Jahre an der Bonn Graduate School of Economics (BGSE) der Bonner Alma mater arbeitete. Weitere Unterstützung kam von der Transferberatung der Bonner Universität, die das Startup bei der Gründung konsultierte.

Dr. Bergerhoff entwickelte mit seinem früheren Kommilitonen Dr. Philipp Seegers, der an der Universität Maastricht promoviert hat, das Gründungskonzept. Der Ökonom Max Hoyer von der Universität Amsterdam stieß später zum Gründerteam dazu. Gemeinsam brachte das Trio seine Idee zur Marktreife. Nun blicken die Ausgründer optimistisch in die Zukunft. „Wir sind mit weiteren Großkunden im Gespräch und hoffen auf Vertragsabschlüsse“, berichtet Dr. Bergerhoff. Auch ThyssenKrupp, die Deutsche Post DHL und A.T. Kearney testen das Konzept. Schritt für Schritt vergrößert candidate select seine Datengrundlagen und optimiert damit den Notenvergleich der Bewerber immer weiter.

„Abschlussnoten-TÜV“ soll zur besseren Selbsteinschätzung verhelfen

Nicht nur Unternehmen sollen von den Methoden des Startups profitieren: Studierende können sich auch einem Selbsttest unterziehen und ihre Noten mit anderen Bewerbern vergleichen. „Diesen Abschlussnoten-TÜV wollen wir gegen eine geringe Gebühr unter www.case-score.de anbieten“, sagt Dr. Bergerhoff. „Manche Hochschulen bewerten im Schnitt strenger als andere. Mit CASE können Studierende zeigen, dass ihre Leistungen trotzdem gut waren. “

Kontakt für die Medien:

Dr. Jan Bergerhoff
Geschäftsführer Candidate Select (CASE)
Tel. 0174/9945799
E-Mail: [Email protection active, please enable JavaScript.]
Internet: www.candidate-select.de

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