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Datum: 12.03.2020

Blutspende trotz Corona Virus ungefährlich Universitätsklinikum Bonn bittet Bevölkerung dringend um Blutspenden

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Die derzeitige Lage in Nordrhein-Westfalen aufgrund des Corona Virus (Covid-19) hat auch Auswirkungen auf die Blutspendebereitschaft. So verzeichnet das Universitätsklinikum Bonn einen Einbruch bei den Blutspenden. Im Vergleich zum Vorjahr kamen nach Karneval 30 Prozent weniger Spender zum Blutspendedienst. „Gerade jetzt in Zeiten der Grippewelle, grassierender Erkältungen und der Coronavirus-Erkrankung benötigen wir dringend Blutspenden, damit unsere Patienten auf dem Venusberg-Campus und den umliegenden Krankenhäuser weiterhin sicher behandelt werden können“, sagt Prof. Dr. Johannes Oldenburg, Direktor des Instituts für Experimentelle Hämatologie und Transfusionsmedizin am Universitätsklinikum Bonn.

Blut rettet Leben und jeder Mensch kann ganz plötzlich auf Blutkonserven angewiesen sein - selbst kleinste Patienten aufgrund einer Blutgruppen-Unverträglichkeit schon im Mutterleib. Trotz des Einbruchs bei den Blutspenden sind die Vorräte am Universitätsklinikum Bonn noch im grünen Bereich. Der derzeitige Rückgang an Blutspenden hängt sicher auch mit der Verunsicherung bezüglich der regionalen Ausbreitung des Corona-Virus zusammen.

„Es ist aber davon auszugehen, dass sich die Situation in den anderen Bundesländern in gleicher Weise entwickelt und wir mit einem länger anhaltenden Problem konfrontiert werden“, sagt Dr. Jochen Hoch, Oberarzt am Bonner Universitäts-Institut für Experimentelle Hämatologie und Transfusionsmedizin. „Wenn der Ausgleich über Bundesländergrenzen hinweg nicht mehr möglich ist und im gesamten Land Blutkonserven knapp werden, entstehen massive Engpässe, welche Maßnahmen wie die Verschiebung von weniger dringlichen Routine-Operationen notwendig machen.“

Oberste Priorität für die Sicherheit von Spendern und Empfängern

Die aktuell geltenden, sehr strengen hygienischen Bestimmungen für die Blutspende bieten einen hohen Schutz für Blutspender und Empfänger. „Wir beobachten intensiv die aktuelle Verbreitung des neuartigen Corona-Virus und stehen in engem Austausch mit der Task Force des Universitätsklinikums Bonn und den verantwortlichen Behörden wie dem Robert Koch Institut, um schnellst möglichst angepasst reagieren zu können“, sagt Prof. Oldenburg.

Spenden darf jeder gesunde Erwachsene bis zur Vollendung des 60. Lebensjahres; Dauerspender bis zur Vollendung des 68. Lebensjahres. Aufgrund der aktuellen Lage gelten zusätzliche Rückstellungsgründe. So werden aktuell Reiserückkehrer aus China, Iran, Südkorea, Italien und Frankreich (Region Grand Est: mit Elsass, Lothringen und Champagne-Ardenne) sowie Personen, die Kontakt zu an Corona Erkrankten und Verdachtsfällen hatten, für vier Wochen von der Blutspende zurückgestellt. Die Informationen für die Reiserückkehrer werden tagesaktuell angepasst.

Das Universitätsklinikum Bonn bittet von einem Besuch im Blutspendedienst abzusehen, wenn man sich nicht gesund fühlt oder insbesondere Zeichen einer Erkältung oder Luftwegsinfektion aufweist.


Mehr Informationen zur Blutspende wie Öffnungszeiten gibt es unter: http://www.bonnerblut.de

Kontakt für die Medien:

Monika Jakobs-Sackenheim
Koordinatorin Werbung und Öffentlichkeitsarbeit
Blutspendedienst am Universitätsklinikum Bonn
Institut für Exp. Hämatologie und Transfusionsmedizin
Telefon: 0228/287-15134
E-Mail: [Email protection active, please enable JavaScript.]

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